Frage von zbrms, 60

Onkel mit Hirnblutung im künstlichen Koma, sehr gefährlich?

Mein Onkel hatte zu hohen Blutdruck und liegt seit 2 Tagen im künstlichen Koma, die Ärzte haben ein Loch in den Schädel gemacht und lassen es laut ihren Angaben auslaufen, anstatt die Schädeldecke aufzuschneiden...Niemand darf zu ihm...Er ist noch keine 40 und leidet wie gesagt schon immer an hohem Blutdruck.

Hat jemand Erfahrungen mit so einer Situation? Warum handeln die Ärzte so und warum gibt es keine Auskunft? Wie hoch ist die Wahrscheinlich, dass er überhaupt überlebt bzw. keine Schäden mit sich tragen muss? Bitte seid direkt, ich möchte es wissen.

Danke :(

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Antwort
von MAB82, 29

Warum handeln die Ärzte so und warum gibt es keine Auskunft?

Das Vorgehen scheint mir ganz normal zu sein. Warum die ganze Schädeldecke öffnen wenn ein Loch reicht um den Druck zu vermindern?

Was die Auskunft angeht, werden alle medizinisch relevanten Maßnahmen und Prognosen mit der dem Patienten am nächsten stehenden Person bzw. Bevollmächtigten besprochen, sofern es überhaupt mehr mitzuteilen gab.Ein Neffe steht da nicht gerade an erster Stelle.

Wie hoch ist die Wahrscheinlich, dass er überhaupt überlebt bzw. keine Schäden mit sich tragen muss?

Das kann wirklich niemand beurteilen. Selbst mit CT und EEG können gute Neurologen bestenfalls Prognosen schätzen. Um so größer und länger der Überdruck im Kopf war, um so stärker ist das Hirn geschädigt. Unbeschadet ist es auf keinen Fall geblieben.

Antwort
von PeterKremsner, 45

Bei Hirnblutungen ist meistens mit größeren Einschränkungen zu rechnen wenn er überlebt.

Das hängt aber alles vom Grad der Verletzung ab und bei so einer Situation können Ärzte auch meist nur mutmaßen. Weil sie aber nicht mutmaßen dürfen geben sie keinen genauen Auskünfte zur Situation.

Antwort
von GunnarPetite, 32

Das können nur die Ärzte beantworten. Es wäre vollkommen unverantwortlich, darüber zu spekulieren, da solche schwerwiegenden Zustände wirklich so oder so ausgehen können. Da kann hier niemand zuverlässige Angaben machen, das musst du verstehen. 

Und die Ärzte wissen eigentlich, was sie tun, vertraue ihnen einfach, zumal dir nichts anderes übrig bleibt. 

Kommentar von zbrms ,

Würde ein Arzt denn eine schlechte Situation, die aber noch Chancen hat, "gutreden" anstatt zu sagen, dass der Zustand kritisch sei und die Zeit entscheiden wird? Denn das Gefühl habe ich manchmal :(

Kommentar von GunnarPetite ,

Eigentlich nicht, denn der Arzt kann den Ausgang auch nicht sicher wissen, und wie stünde er am Ende da, wenn er Hoffnung macht und diese dann zerbricht. Er wird aus seiner persönlichen Berufserfahrung heraus professionell antworten und eine Einschätzung abgeben. 

Kommentar von zbrms ,

Oh man...Kann in solch einer Situation auch der Tod eintreffen? Also gehen Ärzte auch davon aus wenn sie ihn im Tief Schlaf behandeln?

Kommentar von GunnarPetite ,

Der Tot kann  immer und überall eintreten, besonders in dramatischen Situationen wie dieser. Künstliches Koma kann aber auch dazu dienen, optimale Voraussetzungen für die OP bzw. die Genesung zu gewährleisten, hat also nichts damit zu tun, dass man den Patienten abgeschrieben hätte.

Kommentar von zbrms ,

Ok danke, dachte es wäre eine Art Pause vor dem Tod...

Kommentar von GunnarPetite ,

Vor der ewigen Ruhe braucht man in der Regel keine Pause mehr. 

Antwort
von WosIsLos, 24

Kannst du den vorausgehenden Vorfall beschreiben?

Kommentar von zbrms ,

Kaffee getrunken, warmes Bad, dann meinte er, dass sein Kopf platzt vor Schmerzen...Aspirin genommen, alles ausgekotzt, dann war er weg...Der Notarzt meinte "Er kämpft um sein Leben" als sie halt ankamen

Kommentar von WosIsLos ,

Da musst du leider auch mit dem Schlimmsten rechnen, der Notarzt hat es dir ja ganz ehrlich gesagt.

Wichtig ist in dem Fall den Patienten schnellstmöglich zu operieren - die Trepanation der Schädeldecke ist eine häufige Vorgehensweise, nachdem durch bildgebende Verfahren die Stelle (geplatztes Aneurysma oder Einblutung) geortet wurde.

Die Ärzte sind bestimmt noch damit beschäftigt, den Zustand deines Onkels zu stabilisieren. Wenn die Gehirnblutung gestoppt werden konnte würde im Anschluß daran die Aufwachphase (Patient ist im künstlichen Koma unterkühlt um Gehirnschädigungen möglichst zu vermeiden) eingeleitet.

Dann ist die Frage, ob der Patient überhaupt wieder zu Bewusstsein kommt und ob und welche Vitalfunktionen funktionieren. 

Kommentar von zbrms ,

Also können die Ärzte die Aufwachphase nicht aktiv beeinflussen, außer dass sie sie nach der erforderlichen Behandlung "einleiten"...Richtig? Der Tiefschlaf ist also eine Maßnahme zum Schutz vor Schmerzen, die aber in dem Sinne lebensnotwendig sind...Richtig?

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