Retzlaff am 30.03.2008 um 18:20 Uhr
Meine Oma, alleinlebend, über 80 und dement, bekommt von uns immer kleine Geldbeträge, damit sie sich neben der ansich geregelten Versworgung auch mal einen Kuchen, Eis etc. gönnen kann. Auffällig ist, dass sobald wir wieder 20/50 Euro in den Geldbeutel getan haben, die Nachbarin zu besuch kommt und das Geld weg ist, bis auf den 5-Euro-Schein, der nun schon ewig im Geldbeutel ist. Erst dachten wir, vielleicht verräumt sie es wo es nicht hin gehört, aber mittlerweile ist es derart auffällig dass es immer nach Besuch der Nachbarin weg ist. Hat jemand eine Idee, wie man damit umgehen sollte, bzw. wie man sichere Beweise bekommt?

Sprich' darüber einmal mit der Kripo. Vielleicht haben die eine Idee. Evtl. hilft es, die Geldschein-Nummern zu notieren. Auf neutraler Basis würde ich die Nachbarin darauf aufmerksam machen, dass es offensichtlich zu Geldverlusten kommt. Vielleicht hält sie das von weiteren Diebstählen ab.

So hart wie das klingen mag, aber tut kein Geld mehr hinein. Wenn es eh weggenommen wird, hat die Oma auch nichts davon, also doch ein Zeichen, das es nicht wirklich gebraucht wird. Bringt ihr lieber mal ein Eis oder Kuchen mit oder geht mit ihr zusammen Eis essen, davon hat bestimmt mehr.
Maienblume am 30. März 2008 19:37 Ganz nebenbei bekommt die Oma so auch mehr menschliche Zuwendung - sehr guter Tipp! DH!
engelhaar am 31. März 2008 12:30 Danke Maienblume, genau daran hatte ich dann auch gedacht, ausserdem nützt es nichts, es sich mit der Nachbarin zu verscherzen, denn sie hat dadurch ja wenigstens einen Blick auf die Dame.
ja ne anzeige wäre denke ich dass beste!
Retzlaff am 30. März 2008 18:30 Anzeige gegen Unbekannt oder direkt gegen die Nachbarin?
cyberoma am 30. März 2008 18:36 Vorsicht, Vorsicht! Nach einer Anzeige ist das Verhältnis zur Nachbarin garantiert ruiniert, egal ob sie es nun gewesen ist oder nicht.
Demente Omas brauchen aber freundliche Nachbarinnen und keine Feinde im Haus.
Besser ist es, der Nachbarin ein wenig ein schlechtes Gewissen zu machen, ihr aber einen Rückzug zu ermöglichen. Danach hat sie was gutzumachen und wird vielleicht eine gute Nachbarin werden. Daher mein Rat, siehe oben.
direjt gegen die nachbarin!

Geldscheine markieren - es gibt eine Farbe, die am Geldschein unsichtbar ist, aber durch Kontakt mit diesem auf der Haut sichtbar wird und mehrere Tage nicht abzuwaschen ist. Wenn ihr dann feststellt, dass die Nachbarin diese Hautverfärbungen aufweist, könnt ihr sie direkt darauf ansprechen und festnageln

Das ist eine Gemeinheit. Ich kenne das aus dem Seniorenheim meiner Tante, da kam auch alles mögliche weg, und das Personal war so überfordert, dass es sich nicht darum kümmern konnte.
Nächstesmal einen Geldschein reinlegen, an dem ein Klebezettel klebt, und da steht drauf: "Dieser Fuffi ist für Oma. Und sonst für niemanden. Viele Grüße von denen, die auf Oma aufpassen." ...Oder so ähnlich.
Viel Erfolg!

Das gibt es spezielle Markierfarbe mit der man die Geldscheine präparieren kann, die Farbe ist erst nicht erkennbar, färbt aber die Finger und das Zeug geht nicht mehr ab.Das muss allerdings in Zusammenarbeit und Absprache mit der Polizei erfolgen. Also unbedingt zur Polizei!
Retzlaff am 30. März 2008 18:29 Ansich hatte ich diese Idee auch schon, nur wenn Oma mal wieder an das Geld geht, klebt die Farbe an ihr.
araian am 30. März 2008 18:31 Man wirds ihr wohl auch schwer erklären können wegen der Demenz oder? Vielleicht doch mal die Nachbarin ansprechen wie HerrLich das gesagt hat!
Retzlaff am 30. März 2008 18:35 Also dass man ihr sagt, Oma, lass das Geld mal nen Tag liegen oder so ähnlich ist ein Ding der Unmöglichkeit. Das ist in der selben Minute, wo man´s erklärt hat, schon wieder vergessen.
araian am 30. März 2008 18:37 Dann ist es wohl keine gute Idee mit der Farbe - schade.
cyberoma am 30. März 2008 18:32 Ja, und anschließend am Bäcker, bei dem sie sich ihr Stück Kuchen gekauft hat. Und so weiter. Das macht die Oma unbeliebt und ist deshalb wohl nicht so gut.
Außerdem hindert es ja eigentlich niemanden am Klauen, oder?