Oma verstorben, 2 Söhne 1 davon gestorben dieser hat 5 Kinder. Sohn hat alles geerbt. Enkel wurden nicht informiert. RA hilft nicht wirklich. Was kann man tun?

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6 Antworten

Die fünf Söhne gehen zum Amtsgericht und beantragen einen Erbschein.

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Wurden die Enkel nicht über den Tod informiert, oder das Erbe? Ein bisschen mehr Infos hätten nicht geschadet

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Ansprüche geltend machen, das Erbe geht auf die Kinder über.

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Zunächstmal ist die Frage, ob es ein Testament gibt. Wenn nicht, so haben die Enkel und der lebende Sohn gemeinsam geerbt. Wurde der lebende Sohn per Testament als Alleinerbe eingesetz, dann haben die Enkel Anspruch auf den Pflichtteil. Beides sind komplett verschiede Situationen.

RA hilft nicht wirklich.

Dann muß man sich ggf. einen anderen Anwalt suchen, möglichst einen, der auch auf Erbrecht spezialisiert ist. 

Beim Pflichtteil, also wenn der Sohn per Testament als Erbe eingesetz wurde, ist das Vorgehen, das man zunächst die Auskunft über den Nachlass verlangt und darauf bassieren dann den Pflichtteil geltend macht. Der Pflichtteil ist dabei eine reine Geldforderung, so das es letzlich "nur" um die genau Höhe geht. Bei der Auskunft über den Nachlass können ( d.h. sie haben das gesetzliche Recht ) und sollten ( es ist sinnvoll davon auch gebrauch zu machen) die Pflichtteilsberechtigten bei der erstellen den Nachlassverzeichnisse mitwirken.

Im Falle einer Erbengemeinschaft muß man zunächstmal prüfen, ob der 1. Sohn breits einen Erbschein beantragt hat. Dazu hätte der Sohn aber Angaben über weitere Verwandte machen müssen. Hat der Sohn die Enkel bei Antrag auf den Erbschein wissentlich verschwiegen, kann die Erbunwürdigkeit des Sohnes beantragt werden. ( §2339 BGB in Verbindung mit §271 Abs 1 StGB).

Ansonste ist von den Sohn die Auskunft über den Verbleib des Nachlasses und den vom Sohn vorgenommen Verwaltungsmaßnahmen zu verlangen.

Grundsätzlich kann dabei die Erbengemeinschaft nur gemeinsam, sprich einstimmig, handeln, d.h. der Sohn kann als Miterbe nicht alleine über den Nachlass verfügen.

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Wie begründet denn der Rechtsanwalt seine "nicht wirkliche Hilfe"? Die 5 Kinder haben doch in der Regel Anspruch auf den Erbteil des verstorbenen Vaters.

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Habt ihr schon einen Erbschein?

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