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Olympiaboykott

gefragt von Raimund1Raimund1 am 14.04.2008 um 2:18 Uhr

Nach wie vor regt mich die lasche und kritiklose Haltung der Politiker, der Sponsoren und insbesondere des Olympischen Kommitees auf, besonders, wenn ich solche Zeilen lese:

IOC segnet Fackellauf durch Tibet ab.

Was kann man eurer Meinung nach machen, um hier wirkungsvoll zu demonstrieren, dass wir die Spiele von 1936 nicht noch einmal erleben wollen?


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andreas48
beantwortet von andreas48 am 14. April 2008 07:14
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denke an die alten Römer, die da sagten: Geld stinkt nicht und Olympische Spiele ist eine Geldruckmaschine gewaltigem Ausmaßes..

und troz aller Beteuerungen, das Sport und Politik getrennt sein sollen, ist ja auch in dem gebiet hächste Verzahnung breits erreicht (Industrie-Lobby--usw.) und niemand wird sich den Kuchn China vom teller nehmen lassen..

erst wenn sich die ganze welt in Ignoration von Olympia übt, dann kommt vileleicht ein Nachdenken zustnade, aber so werden wir wieder ein Show der Superlative incl bester Selbstdarstellung und illegalem Dopings ssehen...

nicht mehr: Schneller, Höher, Weiter, sondern Kohle, Kohle, Kohle..., der Herr de Coubertin würde sich vermutlich im Grabe rumdrehen..

Kommentar von 6d7dedd6cb0cf31d8895af96b8052ffcsmallkrauthexe am 14. April 2008 07:58

DH

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. April 2008 10:14

du hast recht, und der Baron kann inzwischen glatt als Porpeller durchgehen, mich nervt dieser Tanz ums goldene Kalb einfach endlos...


Bedburdyck
beantwortet von Bedburdyck am 14. April 2008 02:48
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Der Olympische Gedanke ist längst durch den heutigen Kommerz abgelöst worden.

Die Einvernahme der Spiele in 1936 durch die damalige Politik, es stand wohl die Begeisterung und Manipulation der Massen im Vordergrund, diente der Vermarktung einer Idee.

Heute wollen alle nur noch an diesem Riesengeschäft beteiligt sein, Politiker, Sponsoren, Funktionäre.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. April 2008 02:52

Ich stimme dir voll und ganz zu - aber wenn ich es nicht hinnehmen will??? Mir fehlen im Moment einfach zündende Ideen...

Kommentar von 5df7058b97f13b311b72b8071e27817bsmallBedburdyck am 14. April 2008 03:13

Ich mache mich frei von all dem ethischen Ballast und freue mich auf die Ästhetik der Bilder.


collo
beantwortet von collo am 14. April 2008 02:57
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Sport und Politik haben nichts miteinander zu tun. Der Sport und Olympia sind kein "Spielzeug" der Politiker. Von einem Olympiaboykott halte ich gar nichts. Alternativ müßte man die Spiele kurzfristig komplett in ein anders Land verlegen.

Jeder kann selbst etwas tun, indem er "made in China" meidet. Niemand hat das Recht, die Sportler vor seinen Karren zu spannen.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. April 2008 03:03

"made ich China" meiden ist eine Möglichkeit, danke und DH

Kommentar von 4d1494149c12c0e8443acbc9d361f7d4smallgnat01 am 14. April 2008 03:35

genau, "made in china" meiden ist eine von mehreren möglichkeiten. aber nicht nur wegen tibet, auch aus anderen gründen sollte man kritisch über "made in china" nachdenken.... http://leben-ohne-china.de

Kommentar von Simple_avatar1smallAsh Baker am 14. April 2008 09:12

@collo Wie meinst du das niemand hat das Recht die Sportler vor seinen Karren zu spannen? Ist es denn nicht genau das was täglich gemacht wird! Die Sportler, wenn sie nicht bereits Weltberühmt sind erhalten ja ständig Unterstützung aus Industrie und Wirtschaft! Wenn die Sportler jetzt sagen würden Nein würden die ja in die Hand beissen die sie füttert! Also ist es schon längst passiert das Problem ist nur das sie vor dem falschen Karren eingespannt sind!

Kommentar von 7d9ff7b0d33e227f435308ed73c053a4smallcollo am 14. April 2008 12:49

richtig, der Sport hat sein Unschuld längst verloren. Was wäre dann der richtige Karren ?


linuxopa
beantwortet von linuxopa am 14. April 2008 07:29
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Wie ich schon einmal geschrieben hatte: Es sollte die Entscheidung der Sportler sein, ob sie teilnehmen oder nicht. Und es sollte die Entscheidung der Sportfans sein, ob sie dafür nach China reisen oder nicht.

Olympia ist in erster Linie ein Geschäft, und die Wirtschaft lässt sich nicht gern die Geschäfte mit China vermasseln.

Für China ist Olympia noch eine Möglichkeit, sich vor der eigenen Bevölkerung glänzend darzustellen, Brot und Spiele sollen von der politischen Situation im Innern ablenken.

Mir persönlich ist Olympia egal, denn es ist schon lange nicht mehr das, was es vorgibt zu sein. Ich muss es mir nicht ansehen.

Ein Plus für die Frage!

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. April 2008 10:22

Danke und DH für deinen Beitrag. Klar und deutlich!

Mir war klar, dass ich wenig bewegen kann. Aber ich lerne gerade, dass Olympia auch mir egal werden kann.


Edgar Niklaus
beantwortet von Edgar Niklaus am 14. April 2008 08:48
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Wie heuchlerich unser Politiker sind konnte man gestern Abend bei Anne Will sehen.

Da wird vom IOC ein Boykott verlangt, aber die Politik hält sich vollkommen raus.




Kommentar von 95c4a024bd262f242db42665ed8842dcsmallbommel65 am 14. April 2008 10:11

Klar, die meisten profitieren ja von Olympia in irgendeiner (meist monetärer) Form... DH.

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. April 2008 10:17

Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass?

Wir wussten ja, dass das mit den Menschenrechten in China nicht so dolle ist, aber die Kohle hat uns mehr interessiert! Ich weiss ja, dass ich gegen Winmühlenflügel kämpfe


RBMannheim
beantwortet von RBMannheim am 14. April 2008 09:21
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Ein Boykott bestraft nur die ganzen Sportler, die sich 4 Jahre auf dieses Ereignis vorbereitet haben! Er würde an der Einstellung Chinas gar nichts ändern! Dann machen sie eben die Spiele nur mit den eigenen Leuten! Man hätte darüber nachdenken können, in ein anderes Land auszuweichen, bzw. diese Spiele auf ein paar andere Länder zu verteilen. Dafür ist es jetzt aber wohl schon zu spät! Trotzdem bleibt für mich die Frage offen, warum der Sport immer für die Fehler der Politik herhalten soll, unbeantwortet!

Kommentar von 731c5ad6dd97e7d6fb61ba4d6b44bf08smallRaimund1 am 14. April 2008 10:20

Die Verlegung in ein oder mehrere andere Länder wäre die beste Antwort, weil der Imageschaden für China unerträglich wäre. Aber dies eine oder andere Land, hat dann Angst, von dem vermeintlichen Geldkuchen China nichts abzubekommen.

Das ist einfach und kurzfristig gedacht. Die Chinesen sind nicht an Handelsbeziehungen interessiert. Sie wollen das Know How und kupfern dann gnadenlos ab. Beispiel Patentrecht. Die Chinesen kümmern sich einen Dreck um Patente ...


Angel84
beantwortet von Angel84 am 22. April 2008 09:56
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... ich weiß nicht.... Was mich stutzig macht, ist die Tatsache, dass dieses Geschehen ja nicht neu ist... Also wieso wird China gerade jetzt so zerrissen?? Gibt es für irgend jemanden einen Vorteil, wenn die Welt sich gegen China richtet?! Bitte nicht falsch verstehen... Ich sehe die Not der Tibeter durchaus, aber wie gesagt entstand die ja nicht erst in den letzten Wochen...




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Olympisches Sponsoring zwischen Imagegewinn und Imageschaden
Die Bilder, die die Medien in China und Europa von den Sponsoren zeichnen, unterscheiden sich massiv. Meta Communication International analysierte das Image der Sponsoren der Olympischen Spiele 2008 in den europäischen und chinesischen Medien.

Das Institut für Medienbeobachtung untersuchte das Medienimage der Sponsoren anhand der Berichterstattung in europäischen und chinesischen Leitmedien. Das Ergebnis: Chinesische Medien äußern sich ausschließlich positiv über die Olympia-Sponsoren; europäische Zeitungen hingegen schlagen vor dem Hintergrund der Tibet-Krise auch kritische Töne an. In Bezug auf die Medienpräsenz der Sponsoren liegt VW an der Spitze. In Europa folgen dicht darauf Adidas, Coca Cola und Audi. Chinesische Medien präsentieren neben VW am häufigsten die chinesischen Sponsoren Lenovo und China Mobile.




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