Frage von TanjaMahlzahl, 45

Habe an einer Steuer-Beratung teilgenommen. Ist die Überweisung fällig ohne eine schriftliche Beitrittserklärung?

Da ich an einer Steuer-Beratung teilgenommen habe, wurde mir eine Mitgliedschaft auferlegt. 

Ich habe am selbigen Tag aber noch nichts unterschrieben. 

Mein Berater drängt mich nun, die per Post an mich versendete Beitrittserklärung zu unterschreiben. 

Muss ich das tun? 

Und welche Folgen hat es, wenn ich die Beitrittserklärung nicht unterzeichne?

Danke.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 5

Es scheint um einen Lohnsteuerhilfe-Verein zu gehen. Diese Vereine dürfen nur für ihre Mitglieder tätig werden. Jetzt steht der freundliche Mensch, der nicht sofort auf einer Unterschrift bestanden hat in der Sch...

Er hat nämlich ohne eine Rechtsberatung gemacht.

Nun kann man mehrere Rechtsauffassungen vertreten. Entweder hast Du Dir die Leistung unrechtmäßig erschlichen, dann sei froh, dass er nur auf der Unterschrift besteht. Das klingt nämlich nach Betrug.

Oder man geht davon aus, dass die Beitrittserklärung nur eine anzeigende Wirkung hat, also nur den Bestand einer Mitgliedschaft bestätigt, dann wäre sowieso egal ob Du unterschreibst. Weil bereits durch die Annahme der Leistung der Beitritt erfolgt wäre.

Oder so ein Betritt kann nur über die unterschriebene Beitragserklärung erfolgen. Dann würdest Du zwar nicht den Regeln des Vereins unterliegen, doch halte ich persönlich (ohne das rechtliche geprüft zu haben) es für ausgeschlossen sich wie bei einem anderen Verein auch für schwierig zu behaupten, es hätte keinen Beitritt gegeben. Wie einige Vereine gerade im Bereich Sport Fremden die Möglichkeit eines Probetrainings einräumen.

Als Verein würde ich als erstes auf die bestehende Mitgliedschaft gehen und wenn die als nicht haltbar erscheint, dann wäre ich bei der Beitragserschleichung. Sehr freundlich, wenn der Beratungsstellenleiter auch an dieser Stelle nur einfach auf Unterschrift besteht.

Und jetzt kommt die ganz persönliche Auffassung: Wenn kein Erstgespräch ohne Mitgliedschaft vereinbart war, dann ist es einfach mehr als frech, die bestellte Leistung nicht in Anspruch zu nehmen.

Es gibt nur einen Ausnahmefall. Wenn nämlich bei Dir die Voraussetzungen für eine Beratung nicht gegeben wären, dann könnte das vielleicht anders betrachtet werden. Dann wäre der Beratungsstellenleiter aber nicht nur freundlich, sondern ganz schön unvorsichtig gewesen.

Auch weiter meine Meinung: In jedem Fall hast Du eine Leistung in Anspruch genommen. Wurde vorher keine Vereinbarung im Sinne einer kostenlosen unverbindlichen Beratung getroffen, dann hast Du aus meiner Sicht auch die Folgen zu tragen und dafür die Gebühren zu bezahlen.

Du kannst aber auch einen Anwalt mit der Klärung betrauen. Nur wird der vor einem Blick in die Gesetze einen Vorschuss haben wollen. Bestimmt mehr, als Du für den Verein zu zahlen hast. Aber es kommt auf die Probe an.

Antwort
von Mignon2, 20

Es kommt darauf an, was für eine Veranstaltung es war und wer diese Veranstaltung initiiert hat. Wenn es ein eingetragener Verein war, möchte der Verein natürlich, dass du die Beitrittserklärung unterzeichnest, um Mitglied zu werden. Dann mußt du deinen Mitgliedsbeitrag entrichten. Niemand berät gerne kostenlos.

Aber niemand kann dich zwingen, irgendetwas zu unterschreiben. Wie schon oben erläutert, ist deine Frage ohne weitere Hintergrundkenntnisse nicht zu beantworten. Man kann nur raten.

Antwort
von schwarzwaldkarl, 31

Nun vermutlich war die Steuerberatung für Dich kostenlos, nachdem Du eine Mitgliedschaft in Aussicht gesetzt hattest bzw. sie ist Grundvoraussetzung. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, entweder wirst Du dort Mitglied oder Du bekommst für die Beratung eine Rechnung... 

Antwort
von SiViHa72, 23

Normalerweise kriegt man die Beratung nur, wenn man Mitglied ist. Geschenkt wird da nichts.

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