Frage von Ronda4ever, 128

Ohne Sattel reiten auf einem Pferderücken ohne Muskel-was kann ich dagegen tun?

Hallo :)

Ich war immer sicher die alte Ronda (25jährig) sein sowas wie mein eigenes Pferd. Weil ich dafür verantwortlich bin dass sie regelmäßig bewegt wird, großen Teil aller Haltungs, Schmied und TA kosten bezahle, weil ich diejenige bin die sich um die Kurierung von Rondas chronischen Erkrankungen kümmert, ständig die Mistgabel schwingt, und ihr schon wesentlich das Leben verbessert habe.

Bin früher mit Ronda auch ohne Sattel rumgeritten, weil Opa sagte das ist besser fürs Pferd und ich es einfach geglaubt habe.

Ich habe angefangen mit Ronda Babette Teschens Longenkurs zu erarbeiten, und wir waren schon auf gutem Weg:)

Bis Opa Rente bekam und wieder viiiieeel Zeit hat. Im Longenkurs wird davor gewarnt das Pferd weiterhin "normal" zu longieren weil es sonst nicht lernen kann.

Und reiten tue ich Ronda auch fast nichtmehr. Neuerdings ab und zu, weil sie wie schonmal beschrieben einfach immer fetter wird. Dann aber mit Sattel, und einer Acavallo gel unterlage auf einer Lammfell schabracke, UND höchstens 10 Minuten am Stück darf sie dann übers Feld galoppieren. Der Rücken ist also dermaßen abgepolstert dass die kurze Zeit, zumal ich Entlastungssitz reite garantiert nicht schadet! Außerdem habe ich reiten in einer Reitschule gelernt - Opa nicht!

So,

  1. Opa jagt Ronda wenn ich nicht da bin ohne ordentliche Aufwärmphase auf wunderbar rutschigem Boden an der Longe im Kreis - weil sie sich ja bewegen muss. Dumm nur dass Ronda sich dabei die Gelenke lahmrennt...

  2. Opa reitet von heute auf morgen wieder mit Ronda aus, natürlich ohne Sattel und schön im Trab, bergab wird selbstverständlich auch nicht abgestiegen...

Die Begründung ist, dass Ronda ja sooo aktiv läuft mit ihm ohne Sattel - naja - für mich sieht das eher so aus als würde sie vor den Rückenschmerzen flüchten wollen...

Leider gehört Ronda aber meinem Opa, er sagt er will auch mal Freunde haben an seinem Pferd, und wenn mir doch mal die Hutschnur platzt und ich ihm erkläre dass er all das was ich erarbeitet hab damit zerstört heißt es ,sie ist nicht mein pferd und er macht das weiterhin genau so.

Und ich frage mich langsam wirklich wie lange ich mir das noch anschauen soll. Ich hatte Opa schonmal so weit dass er Ronda nur spazieren geführt hat und ich mich um Bodenarbeit und den Rest gekümmert habe. Er hat einfach total komische Vorstellungen.

Der TA meinte zwar auch dass man Ronda ohne Sattel reiten kann (was für Opa DIE bestätigung ist) .

Allerdings sagte mir mein gesunder Verstand, wenn ich einen Rücken vor mir sehe wo schon die Lendenwirbel kissing spines artig rausstehen, und die SattelLage einer Hängematte gleicht .... und dann einen trägen und scheren Mann droffen der bei jedem Schritt seine Sitzbeinhöcker in den Muskel rammt (nur weil er zu faul ist den Sattel zu holen, oder einfach zu laufen)

Kommt mir das Grauen.

Ich liebe meine Ronda so sehr, und wollte noch so viel für sie/mit ihr erreichen...

Aber ich habe so die Nase voll, ich will das nichtmehr -so nicht!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von maike3455, 33

Ich verstehe dich voll !!! Ich kenne es wenn i.welche Leute deine arbeit mit deinem Tier/Pferd kaputt machen. Es ist so ärgerlich weil die eigene arbeit und liebe kaputt geht. Es ist sehr schwierig deinen Opa zu überzeugen auch wenn der Tierarzt ihm auch noch zustimmt ._. Was ich aber auch nicht verstehen kann... Ich würde an deiner Stelle mal echt ein ernstes Gespräch führen (hast du gestimmt schon) aber deinen Opa echt mal erzählen was dir das Pferd bedeutet und ihm auch sagen das du seine Ansichten auch verstehst aber du einfach nur das beste für das Pferd willst. Vielleicht könntet ihr auch etwas zu dritt unternehmen mit den besseren und neueren Metoden. Ich würde, wenn das alles nichts bringt, auch noch eine Person hinzuziehen die sich gut mit der arbeit von älteren Pferden auskennt. Die soll dann auch noch mal mit ihm reden und ihn auch vielleicht überzeugen.

Ich hoffe ich konnte dir irgendwie helfen :)

Antwort
von sukueh, 43

Wenn du mit deinem Opa ähnlich umgehst, wie du hier schreibst, wundert es mich nicht, dass er sich von dir nicht belehren lassen möchte.

Auch wenn es für dich hart ist, ist es nicht dein Pferd, sondern das deines Opas.

Dein Opa wird vermutlich auch auf ein langes Leben als Pferdehalter zurückblicken und deshalb auch von sich überzeugt sein, genug zu wissen, um mit dem Pferd Spaß haben zu können. Zudem scheint der Tierarzt ihn auch noch zu bestätigen.

Und jetzt kommst du als junger Mensch und willst es besser wissen, als dein Opa und der Tierarzt zusammen .....

Schaut oder hat dein Opa dir jemals zugeschaut, wie du mit Ronda gearbeitet hast ? Du kannst meiner Meinung nach nur eine Besserung bei ihm erreichen, wenn er den Unterschied sehen und auch selber nachvollziehen kann.

Wenn dein Opa noch Spaß am Reiten hat und du beispielsweise einen guten RL hast, der auch den Unterschied zwischen "auf dem Pferd sitzen" und "gutem Reiten" gut vermitteln kann, dann schenk deinem Opa doch einfach mal zur Verdeutlichung eine Reitstunde. Such dir mit deinem Opa eine gemeinsame Basis, von der aus du mit ihm reden und ihm deine Meinung ruhig und freundlich verlassen kannst und dich nicht - sorry - anhörst, wie ein jemand, der 3-mal so jung ist und trotzdem mein, alles besser zu wissen. Bei sowas schalten die meisten Leute (egal wie jung oder alt) eh gleich ab....

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 68

Das Pferd gehört nun mal deinem Opa.

Du hast jetzt in der Zeit, wo er Dich hat machen lassen, einiges an Erfahrumgen  sammeln dürfen und viel Freude daran gehabt. Dafür solltest Du von Herzen dankbar sein. Nun aber ist es an der Zeit, zuzusehen, wie Du Kompromisse findest, oder es ganz sein lassen.

So schwer es Dir fällt - Du solltest den Wünschen Deines Opas mit Respekt zu begegnen. Als Eigentümer des Pferdes sowieso, und erst recht als Dein , Großvater, auch wenn alte Leute eben oft wunderlich sind.

Je mehr Du deinem Opa mit Liebe und Respekt begegnet, um so eher wird es auch auf Deine Vorstellungen eingehen. Wenn er nur ohne Sattel reitet, weil es ihm zu beschwerlich ist, selbigen zu holen, dann sattle du doch für ihn....

Dass er in seiem Alter noch " neumodische" Longiermethoden lernt, kannst Du wirklich nicht erwarten. Dass er zumindest offener dafür wird, kannst Du nur erreichen, wenn er spürt, dass Du ihn selbst mindestens eben so liebst wie sein Pferd!

Kommentar von Ronda4ever ,

Danke für die Antwort:) Aber es ist so schwer!!! Ich habe Ronda so lieb, aber alles was ich in Gang und Haltung mit ihr zusammen geübt habe ist jetzt weg, ich fange wieder von 0 an!!! Sie rast an der Longe im Kreis und Haltung und alles ist Futsch...

Ich kann sie nicht für ihn Satteln, weil Opa sie an den Tagen bewegt wo ich nicht da bin und das ist jeden 2. Tag der Fall. Öfter kann ich nicht kommen weil meine Elterb drauf bestehen dass ich regelmäßig auch heime bin und nebenbei noch besagte Reitstunden habe.

Dh er müsste nur die Bequemlichkeit finden den Sattel draufzuklatschen und festziehen aber nichtmal den Gefallen tut er der Stute.

Das ist für mich so schlimm anzusehen, wie sie  zackelt und den Kopf hochreist, traurig sowas egoistisches!

Kommentar von Urlewas ,

Könntest Du für ihn eben so viel Geduld, Respekt und Liebe aufbringen wir für das Pferd, hättest Du eine andere Gesprächsbasis. Bei der Art und Weise, wie Du über ihn schimpfst,  ist schon erstaunlich, dass er dich überhaupt zu seinem Pferd lässt.

Wenn du etwas für die Tiere tun willst, musst du immer bei ihren Menschen anfangen - nicht gegen, sondern für sie da zu sein.

Und dabei geht es weniger um den Sattel, den Du nicht für ihn drauf tun kannst, als um die Herzenshaltung. Stete Sonne schmelzt den Schnee - wenn du daher kommst wie ein eisiger Wind, wird nie jemand  auf  Dich hören wollen.

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