Frage von yufka2002, 45

Ohne entwertete Karte Bahnfahren?

Ein Beispiel: ich will Von Verbund X nach Verbund Y fahren zwischen diesen Beiden Verbünden fahren nur DB Züge wo es keinen Entwerter gibt und ich habe eine Tageskarte für Verbund Y. in Verbund X gibt es aber keinen Entwerter Für Verbund Y. Meine 1. Umsteigestelle wo ich entwerten kann ohne auszusteigen ist witer drinne. Bis dahin gilt aber keine Karte von Verbund X. Meine Frage darf ich bis zur 1. Umsteigestelle ohne Entwertete Karte fahren?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von claushilbig, 15

Ich hatte mal 'ne Weile eine ähnliche Situation, ich bin allerdings in beiden Verbünden mit "Stempelkarten" gefahren.

Da hat mir der Schaffner gesagt, es wäre nicht nötig, bei einem Zwischenhalt schnell zum nächsten Entwerter auf dem Bahnstieg zu spurten, sondern ich dürfe bereist bei Fahrtantritt beide Karten entwerten (also auch die von Verbund Y im Automaten von Verbund X - rein technisch müsste das eigentlich gehen, nach meiner Erfahrung sehen die Entwerter überall gleich aus ...)

Alternativ könntest Du beim "Grenzübertritt" die Stempelkarte "von Hand" entwerten, so wie es auch Busfahrer tun, wenn der Entwerter im Bus kaputt ist.

Ob eine der beiden Lösungen bei Dir "erlaubt" ist, fragst Du aber am Besten einen Schaffner im entsprechenden Zug ...

Kommentar von Rolf42 ,

rein technisch müsste das eigentlich gehen, nach meiner Erfahrung sehen die Entwerter überall gleich aus ...

Schön wär's - tatsächlich gibt es je nach Verbund unterschiedliche Fahrscheinformate, z.B. mit Breiten von 25, 30, 45, 50 oder 60 mm, die vom Entwerter längs oder quer bedruckt werden.

In Einzelfällen gibt es deswegen an Bahnhöfen im Geltungsbereich mehrerer Verbundtarife auch unterschiedliche Entwerter verschiedener Verbünde.

Alternativ könntest Du beim "Grenzübertritt" die Stempelkarte "von Hand" entwerten, so wie es auch Busfahrer tun, wenn der Entwerter im Bus kaputt ist.

Das ist in der Regel nicht zulässig und kann dazu führen, dass man als Schwarzfahrer behandelt wird.

Kommentar von claushilbig ,

Schön wär's - tatsächlich gibt es je nach Verbund unterschiedliche Fahrscheinformate

Ich kann's jetzt nur aus meinem eigenen Arbeitsbereich sagen: Im AVV und im VRS sehen die Stempelkarten zwar ganz verschieden aus, können aber alle mit dem gleichen Entwerter gestempelt werden. Ich hatte daher mal angenommen, dass das in anderen Verbünden auch kappt ...

Das ist in der Regel nicht zulässig und kann dazu führen, dass man als Schwarzfahrer behandelt wird.

Das kann ich mir eigentlich nicht vorstellen - wenn in meinem Bus der Entwerter kaputt ist (oder gar keiner drin ist), dann entwerte ich als Fahrer ja auch "von Hand" - und wie soll der Schaffner sehen, ob das der Kunde selbst oder ein Busfahrer gemacht hat? (Es muss natürlich "richtig" gemacht werden.)

Kommentar von Rolf42 ,

Ja, in NRW haben sich die Verbünde auf ein einheitliches Format geeinigt (50 mm, Aufdruck quer), und zwischen AVV, VRR und VRS ist die Entwertung im Nachbarverbund auch ausdrücklich erlaubt (sog. "Expertenlösung" im Rahmen des NRW-Tarifs), aber das funktioniert leider nicht überall.

Zur Entwertung per Hand: Ja, als Busfahrer darfst du das (ist ja auch in den Beförderungsbedingungen so vorgesehen), aber einem Fahrgast würde ich das nicht empfehlen. Der Entwerteraufdruck soll ja schließlich einigermaßen manipulationssicher Einstiegshaltestelle, Datum und Uhrzeit dokumentieren, und das würde durch die Möglichkeit einer handschriftlichen Entwertung unterlaufen und Missbrauch sehr einfach machen.

Kommentar von claushilbig ,

Der Entwerteraufdruck soll ja schließlich einigermaßen manipulationssicher Einstiegshaltestelle, Datum und Uhrzeit dokumentieren

Stimmt - und wenn das alles so drauf steht, wie ein Fahrer es drauf schreiben würde, hat der Schaffner doch gar keine Möglichkeit, zu erkennen, ob's ein Fahrer oder der Fahrgast selbst gemacht hat ...

Kommentar von Rolf42 ,

Er könnte einfach fragen: "Haben sie das selbst eingetragen?" - "Nein, das war der Busfahrer der Linie XY."

Und mehrere unterschiedliche handschriftliche Eintragungen auf einem Viererticket - womöglich sogar mit gleicher Handschrift - wären auch verdächtig.

Kommentar von claushilbig ,

Ich kann Deine Bedenken ja verstehen, aber nicht teilen:

Da es zumindest bei den privaten Unternehmen (und die müssen häufiger als die "öffentlichen" von Hand entwerten) auch etliche Fahrer mit festen Dienstplänen gibt, ist es nicht unwahrscheinlich, dass immer die gleiche Handschrift auftritt.

Und der Schaffner wird m. E. wohl kaum eine Handschriftenanalyse machen - der schaut nach meiner Erfahrung nur nach, ob überhaupt korrekt entwertet wurde.

Kommentar von claushilbig ,

Aber, wie gesagt, am besten solle er das mit einem Schaffner auf der Strecke abklären - und wenn der ihm das vorzeitige Entwerten (schon beim Einstieg) oder die Hand-Entwertung erlaubt, ist alles gebongt.

Und wenn der Schaffner das nicht erlaubt, soll der doch bitte mal sagen, wie's denn sonst gehen soll ...

Antwort
von Rolf42, 17

Nein, darfst du nicht.

Je nachdem, um welche Verbünde es konkret geht, ist möglicherweise das Ticket von Verbund X sogar nur bis zum letzten Haltebahnhof in seinem Bereich und das Ticket von Verbund Y erst ab dem ersten Haltebahnhof in seinem Bereich gültig.

Falls die Tickets der Verbünde auch bis/ab ohne Halt durchfahrenen Bahnhöfen gültig sind, musst du dennoch schon bei Fahrtantritt für die Gesamtstrecke gültige Fahrkarten haben.

Ob ein Ticket des Nachbarverbundes in solchen Fällen schon vor Fahrtantritt entwertet werden darf, hängt davon ab, um welche Verbünde es geht.

Antwort
von sepki, 12

Würde das direkt mal beim Support/Service Center von der Bahn bzw. vom Verbund fragen.

Sollte die Zeit knapp sein, beim Schaffner/Zugführer erfragen.

Antwort
von randomuser20, 16

Normalerweise darf man nie ohne Entwertete Karte fahren!

Antwort
von Kreidler51, 15

Wenn man dich erwischst ist es Schwarzfahren und kostet 60 Euro.

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