Frage von oOLifelineOo, 152

Offzielles Ticket am Schalter gekauft, DB Schaffner behauptet jedoch sei gefälscht?

Person (A) kauft am Hbf Schalter ein Ticket nach Köln für sich und ihre Nichte. Im Zug sitzend kommt der Schaffner, schaut das Ticket an und sagt es sei gefälscht. Person (A) leugnet dies (natürlich, da am offziellen Schalter gekauft), bekommt jedoch darauffolgend einen Brief von der DB der sie zur Zahlung von mehreren hunderten Euro auffordert. Person (A) zahlt den Betrag schweren Herzens, da sie sich anscheinend machtlos fühlt.

Frage: Was zur Hölle ist da genau passiert? Wie hätte man so etwas besser lösen können, ohne sich unrechtens abziehen zu lassen. Ist das 'ne Masche der deutschen Bahn oder des Schaffners? Jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht? (Und nein Ich bin nicht die Person (A), sie ist eine nahe stehende Verwandte)

Update zur Sachlage: Der Schaffner hat das Ticket sofort im Zug einbehalten und die Daten von Person (A) aufgeschrieben. 3 Wochen später kam der erste Brief. Auf diesen und einen daraufolgenden hat Person (A) geantwortet und widersprochen. Sie hat sich keinen Rechtsanwalt genommen was nicht sehr intelligent war. Beim dritten Brief wurde wieder gemahnt zur Zahlung von 320€, welche Person (A) dann beglichen hat.

Als Lösung habe Ich jetzt Person (A) vorgeschlagen diesen Fall mit einem Rechtsanwalt wieder aufzunehmen. Und in Zukunft auch bei einem vergleichbaren Fall diesen sofort zu nehmen, und auf keinen Fall zu zahlen.

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von Strolchi2014, 102

Ich hätte nichts gezahlt und mir einen Anwalt genommen. Man hätte am Kassensystem der Bahn feststellen können, ob und wann ein solches Ticket ausgedruckt wurde. Die Bahn muss dir beweisen, das es gefälscht ist.

Antwort
von dandy100, 65

Person A hat den Betrag tatsächlich bezahlt? Das kann ich kaum glauben.

Wie kann man den sowas machen? Da wäre ich doch sofort danach zum Schalter gegangen und hätte den Fall geklärt - nicht, dass die sich da an jeden einzelnen erinnern können, aber zumindest zur Sprache gebracht hätte ich das dort - ich hätte mir auch ganz sicher nicht die Fahrkarte bei der Kontrolle abnehmen lassen, denn durch sie hätte man ganz leicht beweisen können,ob sie gefälscht ist oder nicht.

Also ehrlich - bevor ich mich des Betrugs beschuldigen hätte lassen, hätte ich die Polizei kommen lassen während der Kontrolle, alleine schon, um das Beweisstück Fahrkarte zu sichern.

Wenn man sich bei Kontrollen widersetzt, wird sowieso die Bahnpolizei geholt, um den Fall aufzunehmen.

Diese Strafe zu bezahlen ist so gut wie Schuldanerkenntnis, da wird es natürlich jetzt schwierig dagegen noch mal anzugehen, und es geht auch nur über einen Anwalt.

So einen Fall habe ich jedenfalls noch nie gehört, weiß der Teufel, was diesem Bahnmensch da eingefallen ist, vielleicht war der nicht ganz bei sich oder einfach nur auf Konfrontationskurs und wollte mal seine vermeintliche Macht ausleben und testen, was man mit Leuten alles so machen kann,  sowas gibts ja leider


Kommentar von JuraBeistand ,

Der Bahnmensch in Form des Kontrolleurs und die Bahnmenschen vom Innendienst waren bewusst kriminell.

Nenn das Kind doch beim Namen.

Kommentar von oOLifelineOo ,

Erstmal Danke für die Antwort. Person (A) hat definitiv versucht das Ticket wieder zurück zu erlangen. Ohne Erfolg. Es wäre nur durch gewaltsames Entreißen gegangen. Wenn sie das Ausmaß und die Situation im vornherein schon bewerten  hätte können, hätte sie auch die Polizei gerufen behauptet sie.

Bin zu dem Schluss gekommen, dass der Kontrolleur/Verkäufer des Tickets am offizielen Schalter (ja es war tatsächlich der große offizielle Schalter am Hbf) kriminellen Machenschaften unterlag, oder dass tatsächlich ein Fehler unterlaufen ist.

Antwort
von Blindi56, 74

Das hätte ich nicht gezahlt. Dann geht man zu dem Schalter und lässt sich bestätigen, dass man das da gekauft hat (können die im PC nachvollziehen).

Jetzt bliebe nur noch Anwalt oder Verbraucherschutz.

Und "mehrere Hundert EUR" klingt schon nach Abzocke. War der Brief wirklich von der DB?


Kommentar von oOLifelineOo ,

ja war offiziell von der DB, mehrere davon (siehe oben Update). Es belief sich auf 320 € da Zahlungsfristen nicht eingehalten wurden.

Antwort
von berlina76, 73

Besser währ gewesen nicht zu bezahlen und mit Dem Ticket(das hoffentlich nicht entsorgt wurde) zur Bahn zu gehen und das am Schalter zu klären. Bzw. Das Schalterpersonal dazu aufzufordern eine Erklährung abzugeben.

Antwort
von Missiie2016, 79

Jedes Ticket hat unten eine Ticket Nummer... Damit zum Schalter wo es gekauft wurde.

Und auf jeden Fall nicht bezahlen, wenn man im Recht ist!

Antwort
von Matahleo, 76

Hi,

merkwürdige Situation, aber ungeschickt, wenn man einfach eine Strafe für etwas bezahlt, was man nicht gemacht hat.

Wenn das Ticket rechtsmäßig erworben wurde lässt sich das leicht nachvollziehen. Wenn nicht, dann war es wohl besser zu zahlen.

Wenn die Bahn behauptet es war gefälscht, dann liegt die Beweislast bei der Bahn, nicht beim Kunden.

Wenn ... wenn.... wenn....

Das nächste Mal einfach ein reguläres Ticket kaufen, niemals entsorgen wenn es Beanstandungen gegeben hat, Widerspruch einlegen, falls was kommt, Anwalt nehmen, wenn's wirklich nötig ist.

Jetzt das ganze als Lehrgeldzahlung ansehen, denn bezahlen kommt einem Schuldeingeständnis gleich.

LG Mata

Antwort
von DonkeyDerby, 77

Person A hätte sich erstmal zum Schalter begeben sollen und dort den Sachverhalt klarstellen. Die können nachvollziehen, welche Tickets sie wann verkauft haben. Ansonsten gibt es den Gang zum Anwalt.

Ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Person mehrere Hundert Euro zahlt, wenn sie im Recht ist.

Kommentar von oOLifelineOo ,

Personen denen das eigene Recht nicht so wichtig ist, dass sie Zeit dafür investieren wollen gibt es anscheinend auch wie hier in dem Fall zu sehen. Person (A) war da sehr ignorant...

Antwort
von Schnulli00, 56

Warum fühlt sich A machtlos, obwohl es ein leichtes gewesen wäre, die Richtigkeit der Fahrkarte zu beweisen?

Antwort
von archibaldesel, 63

Eine Masche der Bahn ist es sicher nicht. Der Schaffner hat auch nichts davon, wenn er kein Geld direkt kassiert Der Einzige, der einen Vorteil hätte haben können, wäre der Verkäufer am Bahnhof. Ich hätte gegenüber dem Schaffner auf einer abschließenden Klärung im nächsten Bahnhof bestanden.

Antwort
von Bernerbaer, 38

Person (A) zahlt den Betrag schweren Herzens, da sie sich machtlos fühlt.

Sebst schuld.

Ein Anwalt wäre wahrscheinlich billiger gewesen.

Kommentar von oOLifelineOo ,

wahrscheinlich?

Antwort
von Tuehpi, 68

Warum hat Person (A) gezahlt? Warum hat Person (A) nicht einen Anwalt kontaktiert oder gar einfach selbst der Zahlungsaufforderung widersprochen und Kontakt zur DB gesucht, die Situation geschildert? Fehler passieren. Auch Schaffnern. 

Kommentar von KingTamino ,

Weil a) vermutlich die Kategorie Mensch ist, die Konfrontationen scheut und stattdessen lieber Strafe zahlt....

Kommentar von dandy100 ,

Auch wenn man ein friedliebender Mensch ist, lässt man sich doch nicht einfach des Betrugs beschuldigen und zahlt anstandslos mehere Hundert Euro Strafe, obwohl man genau weiß, dass man völig unschuldig ist - das ist schon sehr seltsam.

Wenn diese Person tatsächlich so hilflos ist, dann sollte jemand aus der Verwandtschaft  bzw. ein Bevollmächtigter sich der Sache noch mal annehmen und darstellen, dass die/der Betroffene psychisch labil und insofern nicht in der Lage ist, sich gegen die Anschuldigung zu wehren - ich würde mal bei einer Verbraucherzentrale diesen Fall darstellen

Kommentar von oOLifelineOo ,

Person (A) hat einfach keinen Bock sich damit auseinanderzusetzen erstmal, deswegen öffnet sie erstmal das Portmonnaie. Meine Wenigkeit versteht das auch nicht....

Kommentar von dandy100 ,

Tja, dann ist es eben so, aber dann gibts ja auch kein Problem, wenn derjenige das einfach so akzeptiert.

Ich dachte, Du suchst irgendeinen Rat, was man jetzt noch machen könnte, da habe ich Dich wohl falsch verstanden

Kommentar von oOLifelineOo ,

@dandy100 wie gesagt Ich bin nicht diese Person, aber Ich will dieser Person helfen. Ich überlege wie Ich Person (A) am besten noch helfen kann. Weil sie hat gezahlt und es anscheinend hingenommen. Ich aber sicher nicht

Kommentar von Tuehpi ,

Man muss Person A) ja nicht gleich die Fähigkeit ein Selbstbestimmtes Leben zu führen absprechen. 

Wenn ich mal so in mich gehe, 

Wenn ich mich mit der Kosten - Nutzen Rechnung zwischen zähneknirschend 150 Euro zu zahlen und Ruhe zu haben vs. einem möglicherweise Monate dauernden Rechtsstreit der Zeitintensiv ist und nicht mit Sicherheit mit Erfolg gesegnet...

Naja. Angerufen hätte ich in jedem Falle. Rechtliche Schritte vielleicht. Vielleicht auch nicht. 

Kommentar von dandy100 ,

Monatelanger Rechtsstreit? Man hätte doch einfach nur mit der Fahrkarte zum nächsten Schalter gehen müssen, um zu beweisen, dass das keine Fälschung ist - ehrlich gesagt, so richtig verstehe ich da Ganze sowieso nicht, denn auch der Kontrolleur muss ja auch irgendein Beweisstück vorlegen, damit es überhaupt zu eine Verfahren kommt.

Diese Fahrkarte hat ja irgendjemand in seinem Besitz, insofern lässt sich die Sache doch ganz leicht klären

Kommentar von oOLifelineOo ,

@KIng Tamino: genau! das ist definitiv nicht empfehlenswert

Antwort
von Lycaa, 44

Sicher, dass der Schaffner und der Brief echt waren? Oder seid ihr Betrügern aufgesessen? Klingt nämlich eher nach Masche.

Antwort
von mm78pr, 53

Viele Firmen erhöhen so den Umsatz weil es in Deutschland zu viele Menschen gibt die einfach zahlen und dann das Problem von der Backe haben anstatt sich mehr damit zu beschäftigen.

Kommentar von oOLifelineOo ,

So ist es. Stichwort Rundfunkgebühren....

Kommentar von PatrickLassan ,

Auch wenn es dich ärgert, dass du sie zahlen musst, haben die Rundfunkgebühren mit diesem Thema nichts zu tun.

Kommentar von oOLifelineOo ,

hast recht, hat per se nichts damit zu tun. wollte bloß auf die allgemeine aussage von mm78pr antworten

Antwort
von oOLifelineOo, 23

Also Ich versteh auch nicht warum das Person (A) bezahlt hat, das war nicht das Beste. Ich war zu der Zeit im Ausland und konnte nicht intervenieren. Der Zug ist in gewisser Weise abgefahren..

Geht darum was man jetzt noch machen kann, bzw. wie man das alles besser hätte lösen können. Danke erstmal für alle Antworten, Ich melde mich bald wieder mit mehr Informationen und Details. ;)

Kommentar von JuraBeistand ,

Der Zug ist nicht abgefahren und auch nicht auf dem Abstellgleis.

Person A kann die Geldsumme noch bis mindestens 31.12.2019 zurück fordern. ( §§ 195 und 199 BGB )

Wenn hier eine Betrügerfirma agierte, dann sieht Person A ihr Geld aber sicher nie wieder.

Kommentar von oOLifelineOo ,

Ah super, danke für die informative Antwort. Wenn ich von Recht Ahnung hätte, hätte Ich diesen Thread nie eröffnet. Habe nur einen Sinn für Gerechtigkeit (wie denk Ich mal jeder hier)

Antwort
von SMann81, 40

Einfach auf das Recht bestehen, direkt mit einem Anwalt drohen. Schriftlich soll die DB beweisen, warum dein Ticket gefälscht sein soll.

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