Frage von DDMonkey, 99

Office/Gaming PC von steuern absetzen?

Hallo Gute Frage Community,

Ich wollte mir in nächster Zeit einen PC zusammenstellen, den ich hauptsächlich beruflich zum CAD Zeichnen verwenden werde.

Die verbauten Komponenten (wird selbst zusammengebaut) sind jedoch so gewählt, das ich Problemlos alle aktuellen Spiele spielen könnte.

Der PC steht dann bei mir zuhause, wo auch mein Arbeitsplatz ist.

Meine Frage wäre nun: Könnte ich den PC von den Steuern absetzen, wenn ich ihn über die Firma laufen lassen würde, und wenn ja, wieviel %?

(Der PC wird 50-75% beruflich genutzt und kostet inc. Mehrwertsteuer 1000€)

Vielen dank für eure Hilfe,

Expertenantwort
von Agentpony, Community-Experte für Computer, 83

Ja, das kannst Du. Du musst nur zum Beispiel mit deiner Berufsbezeichnung und zum Beispiel Nachweis über berufsbezogene Programme glaubhaft machen, oder über einen Nachweis, daß die Firma Heimarbeit gewährt, daß du die auch tust.

Der Einfachheit halber erkennt das Finanzamt pauschal die Hälfte der Systemkosten (also auch Kosten für Peripherie, Drucker, Monitor) als Absetzungswürdig an. Für einen höheren Anteil müsstest Du genauere Nachweise führen, im Prinzip wie ein Fahrtenbuch.

Erst ab 90% beruflicher Arbeit / 10% privat am PC kannst Du ihn komplett absetzen. (Wo ich drüber nachdenke, dürfte mein Arbeitgeber im Prinzip darum meinen Computer im Office eigentlich auch nicht 100% absetzen XD )

Kommentar von DDMonkey ,

Vielen Dank für deine schnelle Antwort :) 

War mir diesbezüglich nämlich unsicher und bin froh das du ein Licht ins Dunkle gebracht hast. 

Nur bei einem bin ich mir noch unschlüssig: Unabhängig von Fertig PC oder zusammengestellt,  funktioniert es dann trotzdem? Hab nämlich gehört das sich das nur auf Fertig PC's bezieht? 

Kommentar von Agentpony ,

Nein. Es gibt genug Rechtsprechung, daß ein Computer ein prinzipiell modulares Gut ist. Du musst halt alle Kernbestandteile des Rechners als einen Wert angeben.

Probleme gibts nur mit dicken Grafikkarten. Wenn du aber nachweisen kannst, daß diese bei deinen CAD-Lösungen benötigt sind (zum Beispiel mit empfohlenen Systemvoraussetzungen, ich kenne mich da mit CAD nicht aus), dann geht auch das. Andere setzen gerne das System ab und kaufen die Grafikkarte auf separate Rechnung. Dies alles ist wohlgemerkt erst dann wirklich nötig, wenn das FA meckert. Bei einem €1000-PC wohl weniger wahrscheinlich.

Abgesehen davon kannst du es dir aber auch einfach machen und den arbeits-anteiligen Wert deines Rechners bis 410€ Netto angeben, sonst musst du ihn über 3 Jahre abschreiben.

Kommentar von DDMonkey ,

Achso,  weil das Problem ist das ich halt eine dicke Grafikkarte drinnen habe die mehr als 1/3 vom PC ausmacht 🙈

Ich denke mal das ich höchst wahrscheinlich den einfacheren Weg wähle,  den du erwähnt hast. 

Mein Computer kostet netto 820€ und wenn ich CPU,  Arbeitsspeicher, Mainboard und die Festplatte zusammenrechne komme ich ca. auf 410€ netto.  

Würde ja dann reichen die 4 Komponenten als arbeits-anteilig zu betiteln und müsste dann auf meinen restlichen 500€ brutto sitzen bleiben. 

Sehe ich das richtig? 

Kommentar von Agentpony ,

Dann kommen wir doch gerade auf die 410 Euro = 50% oder weniger mit dem kompletten System. Kannst ja erstmal so versuchen, nachbessern geht immer. Einzelteile anzugeben fällt dann, glaube ich, wieder in die Kategorie "Erhaltungsmaßnahmen".

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