Frage von Ive1978, 55

Ofen Nutzung - was kann ich tun?

Hallo, ich habe in meiner Wohnung einen Kachelofen und eine Zentralheizung. Würde den Ofen gerne nutzen, doch der Vermieter gibt mir keine Einwilligung. Der Schornsteinfeger hat keine Einwände zur Nutzung und im Mietvertrag ist die Nutzung auch nicht untersagt.

Expertenantwort
von bwhoch2, Community-Experte für Mietrecht, 27

Es fallen Extra-Gebühren für den Kaminkehrer an. Du musst Brennmaterial lagern und ggf. durchs Haus tragen. Der Vermieter sieht deswegen Probleme auf sich bzw. die Hausgemeinschaft zu kommen und ist deshalb dagegen.

Du möchtest den Kachelofen nutzen, was verständlich ist, und gehst damit davon aus, dass Du Heizkosten sparst. Ob das dann wirklich eintritt, steht auf einem anderen Blatt.

Wenn der Verbrauch der Heizenergie der Zentralheizung über einen Zähler ermittelt wird, der nur Deiner Wohnung zugeordnet ist, mag das so sein. Gleiches, wenn stattdessen elektronische Messgeräte an den Heizkörpern montiert sind.

Nicht aber, wenn an den Heizkörpern Verdunsterröhrchen sind. Du heizt in diesem Fall mit dem Kachelofen und in die Flüssigkeit in den Röhrchen verdunstet deswegen trotzdem, auch wenn die Heizung nicht aufgedreht ist. Das hat zur Folge, dass der Energieverbrauch in Deiner Wohnung so gemessen wird, als wenn Du mit der normalen Heizung heizt. Dein Verbrauchsanteil steigt an und der der anderen Mietparteien sinkt entsprechend ab. Darüberhinaus ist es logischerweise so, dass von der Wärme, die Du mit dem Kachelofen schaffst, immer auch Anteile über Wände und Decken auf die anderen Wohnungen übertragen werden. Die Mitbewohner freuen sich nochmal, werden aber kaum bereit sein, sich an Deinen Brennstoffkosten zu beteiligen.

Der Vermieter kennt vermutlich die Problematik und weiß, dass Du Dich voraussichtlich über die erhöhte Heizkostenabrechnung beschweren wirst und das wird er auch vermeiden wollen.

An sich ist es gut und verständlich, wenn Du den Kachelofen nutzen willst. Um den Vermieter vielleicht doch noch umzustimmen, solltest Du Antworten auf folgende Fragen haben, um sie mit dem Vermieter zu besprechen:

Zahlst Du die erhöhten Kehrgebühren?

Kannst Du Brennmaterial in ausreichender Menge so lagern, dass weder Wohnung noch allgemeine Räume dafür übermäßig beansprucht werden?

Denk daran: Kellerabteil geht nicht, Garage geht nicht, Wohnung nur wenig und Balkon geht auch nicht.

Wie kannst Du sicherstellen, dass Flure und Treppenhaus nicht übermäßig beim Transport des Brennmaterials verschmutzt werden?

Viel Erfolg!

Kommentar von albatros ,

Wenn der Kachelofen seitens des Schornsteinfegers nicht gesperrt ist, unterliegt er der Kehrpflicht ob gefeuert wird oder nicht.

Ein Bündel Brikett kann man überall lagern, dazu braucht es keiner extra Räume. Es tritt auch keine Verschmutzung auf. Ob BK.- oder Holzbtriketts, die gibt es sauber verpackt in jedem Baumarkt und auch Diskauntern.

Selbstverstdl- dürfen Briketts im Keller oder auf dem Balkon gelagert werden. Was sollte dem entgegenstehen?

Wozu ist ein Kachelofen in der Wohnung? Als Deko oder zum Heizen?

Woher willst du wissen, dass Verdunster und nicht digit. HKV installiert sind?

Kommentar von bwhoch2 ,

@albatros: Ich weiß natürlich nichts über die konkreten Umstände. Ich will doch dem Fragesteller nur vermitteln, was den Vermieter zu dem Verbot bewegen könnte und was er sich überlegen kann, wenn er den Vermieter doch noch überzeugen will. Mir ist das völlig egal, ob mit Kachelofen geheizt wird oder nicht. Rechtlich erzwingen wird es wohl nicht können und wäre wohl auch gar nicht sinnvoll.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 11

Der Kachelofen ist mitvermietet. Wenn der Zug im Schornstein frei und nicht anderweitig belegt ist, darfst du mit ihm zusätzlich heizen, zumal der Schornsteinfeger nichts dagegen hat.

Was steht dazu im Mietvertrag?

Antwort
von habakuk63, 12

Hallo,

ich würde beim Mieterbund nachfragen, wie die Rechtslage ist.

Unabhängig davon ist der Beitrag aber richtig.

Nicht aber, wenn an den Heizkörpern Verdunsterröhrchen sind. Du heizt in diesem Fall mit dem Kachelofen und in die Flüssigkeit in den Röhrchen verdunstet deswegen trotzdem, auch wenn die Heizung nicht aufgedreht ist. Das hat zur Folge, dass der Energieverbrauch in Deiner Wohnung so gemessen wird, als wenn Du mit der normalen Heizung heizt. Dein Verbrauchsanteil steigt an und der der anderen Mietparteien sinkt entsprechend ab. Darüberhinaus ist es logischerweise so, dass von der Wärme, die Du mit dem Kachelofen schaffst, immer auch Anteile über Wände und Decken auf die anderen Wohnungen übertragen werden. Die Mitbewohner freuen sich nochmal, werden aber kaum bereit sein, sich an Deinen Brennstoffkosten zu beteiligen.

Antwort
von peterobm, 22

du hast die Wohnung mit Ofen gemietet, Sie ist Bestandteil. Sofern es NICHT  ausdrücklich im Mietvertrag steht, kann der Ofen genutzt werden. die Gebühren dafür obliegen dir.

Antwort
von larry2010, 23

die nutzung wird auch nicht ausdrücklich erlaubt sein.

von daher ist es die entscheidung des vermieters

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