Frage von BickBen, 27

Öl stimmt nicht mit KW Zahl überein?

Die Gesamtliegenschaft beheizt 200 m2 bei zwei Mietnehmern. Laut Abrechnung wurden 20.000 kWh Stunden verbraucht, Wasser und Heizung. Dazu wird ein Verbrauch von 3800 Litern Heizöl angegeben. Meinen Frage: der energetische Reinwert ( 1 Liter = 10 kWh) ermöglicht eigentlich 38000 kWh. Die energischen Zähler sind direkt hinter der Ölheizung angebracht.

Okay, sicherlich gibt es immer Schwund. Aber wie erzeugt man bitte 20.000 kWh mit 3800 Litern Heizöl wenn ca. 2000 Liter reichen würden?

Ich habe den Verdacht dass hier eventuell Öl entwendet wurde, oder nicht korrekt gezählt wurde. Denn die Differenz ist einfach zu groß.

Gibt es hier vielleicht Experten die etwas zur Thematik Literzahl vs. kWh sagen können und inweöcher Größenordnung Abweichungen akzeptabel sind?

Antwort
von Frankenmuggl, 11

Bedenke bitte folgende 2 Dinge:
- Die Zähler sind im Keller angebracht. Das heißt, bis zur Wohlnung kann nochmal viel Wärme verloren gehen je nach Isolierung.
- Und die Zähler müssen nicht unbedingt exakte Werte liefern, Je nach Hersteller und Montage gibts Abweichungen. Vielleicht ist auch die Eichung überfällig.

Auf diesen Gründen ist auf kein Preis pro kWh möglich zu nennen, sondern es wird der verbrauchsabhängige Teil der Kosten durch die Gesamteinheiten dividiert und das dann als Basis genommen. Wenn das korrekt aufgeteilt ist in der Abrechnung, dann ist alles in Ordnung.

Dass vielleicht irgend wo im Haus Energie verloren geht oder die Heizanlage keinen guten Wirkungsgrad mehr hat, ist ein anderes Thema, welches wir natürlich nicht beurteilen können.

Kommentar von BickBen ,

Wir haben bisher 900 Liter verbraucht, in 2016. Zähler besagt 10.000 kWh. Ich finde da stimmt was nicht. 

Kommentar von Frankenmuggl ,

Wie geagt, Du kannst vom Zähler allein nicht auf den tatsächlichen Wärmedurchgang ableiten als absolute Zahl.

In erster Linie muss mal geprüft werden, ob die Abrechnung rechnerisch richtig ist. Das kannst du unter anderem hier machen:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/nebenkostenabrechnung-fuer-mieter-ue...

Zweitens kannst Du beim Eigentümer die Rechnungen einsehen, ob die Kosten in der Abrechnung stimmen.

Allein aus den Zahlen einen Betrug zu befürchten ist nicht begründet. Die Abrechnung kann korrekt sein. Das lässt sich aber mit den bisherigen Infos nicht sagen.

Antwort
von AndreasEhretSV, 16

Hallo. Eine Heizanlage setzt die gelieferte Energie nie 1 zu 1 in Wärme um. Bei Ölheizungen liegt der tatsächliche Wirkungsgrad lt. VDI bei circa 80 %. Zudem messen auch die Geräte technisch bedingt niemals 100% der Energiemenge. Die sog. Eich und Verkehrsfehlertoleranzen liegen nochmal bei circa 20 %. Wenn hinzukommt, dass ein Gerät unrichtig montiert wurde, können sich die Messverluste zusätzlich erhöhen.

Kommentar von AndreasEhretSV ,

p.s. erzeugt die Anlage auch Warmwasser? Hierfür muss ebenfalls Energie aufgewendet werden. Das ganze Jahr über...

Kommentar von AndreasEhretSV ,

sorry übersehen: Warmwasser ist bereits beinhaltet

Kommentar von BickBen ,

Das habe ich mir gedacht. Aber 20.000 kWh und 3800 Liter Öl: gibt es keine Grenzwerte inwiefern der Nutzungsgrad sein muss?

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