Frage von Odenwald77, 207

Der öffentliche Bus fuhr nicht und die Rektorin schickt meinen Sohn mit einem fremdem Vater nach Hause (priv. PKW) - darf sie das?

Unser Sohn fährt normalerweise mit dem öffentlichen Bus von der Grundschule nach Hause. Heute ist ein Bus ausgefallen, worauf hin die Rektorin einen Vater aus unserem Ortsteil anrief und ihn bat seinen Sohn, aber auch meinen und ein weiteres Kind abzuholen (da es sich um unterschiedliche Klassenstufen handelt, kenne ich den Vater nur vom sehen)!

Ich wurde weder telefonisch darüber informiert, dass der Bus ausgefallen ist, geschweige denn darüber, dass mein Sohn mit jemand "fremden" im privaten PKW nach Hause kommt. Nachdem kein Bus kam, hatte ich mir schon Sorgen gemacht und bei der Schule angerufen, dort ist das Büro aber nur an zwei Tagen die Woche besetz!! 

Kurze Zeit darauf kam mein Sohn glücklicherweise mit besagtem Vater angefahren. 

Jetzt aber die Frage: Darf die Rektorin das überhaupt?? 

Ich erkläre meinem Sohn immer, dass er nicht mit anderen mitfahren darf und dann setzt die Rektorin ihn einfach zu jemandem in Auto!!!

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 88

Sorry, aber allein die Frage regt mich auf.

Ich verstehe echt nicht, wie ihr da so einen "Herbert" machen könnt -------> erstens ist nix passiert, zweitens spricht es für die Pädagogin, dass sie sich Gedanken um eine schnelle & unbürokratische Lösung gemacht hat & drittens solltet ihr dankbar sein, dass das so funktioniert hat.

Natürlich ist es 'ne Grauzone, dass die Rektorin über euch hinweg entschieden hat ... aber was hätte sie machen sollen, erstmal 100 Eltern anklingeln ob die Kinder wenige Kilometer an Bord des Autos anderer Eltern mitfahren sollen?! Wie stellst du dir das denn vor? Bis das erledigt wurde, wäre längst wohl ein Ersatzbus unterwegs^^ Außerdem, in so einer Extremsituation denkt man an vieles.. aber daran wohl als letztes sondern eher an das Wohl der Kinder.. und insofern muss ich der Rektorin zustimmen bzw. ihr attestieren, dass sie das echt super gut gelöst hat! Sie hätte ja auch die Kinder einfach im Ungewissen irgendwo herumstehen lassen können und nach Hause fahren.

Bei uns an der Schule passierte das vor rd. 20 Jahren auch mal, dass der Bus nicht kam ... da hat dann unser Klassenlehrer seinen alten BMW vollgepackt & die "Buskinder" von sich aus heimgefahren --------> von den Eltern hat niemand protestiert, die waren dem Mann im Gegenzug sogar sehr verbunden & dankbar :) So ändern sich eben die Zeiten... sorry, aber ich empfinde dein Verhalten als wie hier schon geschrieben wurde "gluckig" und auch als echt total kleinkariert. 

Vergesse die Sache einfach & hak es ab, war halt eine Ausnahmesituation.. wie würdest DU da reagieren?! 

Gegen die Rektorin vorzugehen bzw. ihr mit Paragraphen zu drohen, macht überhaupt keinen Sinn. Außerdem ist euer Sohn nicht mit fremden Leuten gefahren, sondern mit Eltern. Das ist was ganz anderes, als wie wenn er in das Auto irgendeines Typen einsteigt, den er überhaupt nicht kennt.

Kommentar von wikinger66 ,

Gratuliere zu dem Vorstehenden!

Kommentar von rotesand ,

Danke! Wie ist das gemeint?

Kommentar von wikinger66 ,

Na, das du mir "aus der Seele gesprochen hast"!

Kommentar von rotesand ,

Danke, das freut mich sehr :)

Kommentar von Majumate ,

DH! Absolut. 

Gestern ist der Schulbus von meinen Jungs ausgefallen. Die Direktorin hat die 4 Buskinder aus unserer Richtung, ein weiterer Lehrer ein paar weitere Kids und die restlichen auf diverse Eltern verteilt eingepackt und nach Hause gebracht. Ich war dankbar dafür und habe ihr heute eine große Schachtel Merci mit den Jungs mitgeschickt.

Kommentar von Riiina97 ,

Ich gebe dir zwar Recht, das die gute Frau nicht bei 100 Eltern anrufen kann, aber sie könnte dennen die sie bittet die Kinder abzuholen darum bitten den anderen Eltern bescheid zu geben. Mache Eltern wollen nunmal nicht, dass ihr Kind von Fremden nach Hause gebracht wird und holen es dann lieber selbst ab. Aber ohne zu wissen das der Bus überhaupt ausfällt ist das ja wohl kaum möglich...

Antwort
von user8787, 87

Der andere Vater war so freundlich und hat 3 Kids auf Bitte der Rektorin sicher heim gebracht.

 Ich nehme mal an da gibt es eine sog. Telefonkette. Hier werden, oft alphabetisch geordnet, die Eltern informiert und es wird nach schnellen Lösungen gesucht. Offensichtlich hatte sich das nach dem Anruf bei dem Vater auch erledigt. 

Der Rektorin ist der Mann bekannt und sie war bemüht die Kinder sicher nach Haus zu schicken. 

Sicher sind deine Bedenken auch nachvollziehbar, aber in dem Fall reagierst du völlig über. 

Kommentar von Riiina97 ,

Das was du schreibst sind jedoch alles Vermutungen. So wie ich es aus dem aufgebrachten Kommentar gelesen habe traf dies aber nicht ein...

Kommentar von user8787 ,

Wenn du Kinder hast dann kennst du diese Regelungen.

Die sind im Grunde allg. geltend, jede Schule hat für so Sitationen Notfall Pläne. 

Es ist alle gut geregelt worden, das Kind bekannt und sicher daheim.

Mit der Verantwortung für viee 100 Kinder kann man es eben nicht jedem recht machen.

So einen Zirkus zu veranstalten, nur weil man sich irgendwie übergangen fühlt ist kindisch. 

Das Problem wurde gelöst, alle sind sicher daheim....und gut is.

Antwort
von PeterSchu, 44

Wenn man wüsste, wie alt das Kind ist, wüsste man die Situation vielleicht etwas besser einzuschätzen. Aber grundsätzlich finde ich rein gar nichts an der Rektorin auszusetzen.

Wenn ein Kind in der Lage ist, alleine mit dem Bus zur Schule und nach Hause zu fahren, dann sollte man annehmen, dass es auch in der Lage ist, bei einem ausgefallenen Bus zu reagieren. Er hätte zum Beispiel auch sagen können, ob man die Eltern anrufen sollte.

Aber stell dir bitte mal vor, wie viel die Lehrer zu tun hatten, wenn die halbe Schule von einem ausgefallenen Bus überrascht wird. Dein Kind war sicher nicht das Einzige, das Hilfe gebraucht hat. Und da trifft es sich doch gut, wenn jemand einspringt.

Hättest du denn wirklich erwartet, dass jemand, der unter den Augen der Rektorin dein Kind mitnimmt, dem Kind dann danach was antut? Wo er als Täter in drei Minuten überführt wäre?

Ich denke grad dran, eigentlich könntest du dem Mann dankbar sein, dass er ausgeholfen hat. Stattdessen rückst du ihn quasi ins Licht eines potenziellen Bösewichts. Vorsicht ist ja gut, aber wenn man überall nur Gefahren sieht, ist es auch nicht gut.

Kommentar von Menuett ,

Hättest du denn wirklich erwartet, dass jemand, der unter den Augen der
Rektorin dein Kind mitnimmt, dem Kind dann danach was antut? Wo er als
Täter in drei Minuten überführt wäre?

Du hast offensichtlich keine Ahnung, wie solche Täter vorgehen.

Kommentar von Riiina97 ,

Zudem viel der Bus ja nicht nur für die ca. 3 Schuler ein die bei ihm mit fuhren. Ich glaube nicht das dei Rektorin jeden Fahrer überprüft hat.

Antwort
von imehl47, 89

Ich denke mal, dass sie richtig und auch gut gehandelt hat. Sie hat eine Menge Streß und Zeitaufwand auf sich genommen und herumtelefoniert und -organisiert, um den Ausfall des Busses zu kompensieren.

Damit auch dein Sohn wohlbehalten zu Hause ankommt, hat sie nicht einen X-beliebigen Fremden auf der Straße angehalten, was tatsächlich nicht i.O. gewesen wäre, sondern eine Mitfahrgelegenheit bei einem ihr bekannten Vater eines Schulkindes organisiert. Die Zeit, dich telefonisch zu informieren, ist ihr dabei wahrscheinlich davongelaufen......

Ich hoffe, du hast sie dafür zum Kaffee eingeladen.....

Antwort
von derhandkuss, 87

Sehe es zunächst einmal positiv, dass sich die Rektorin um den Heimweg der Kinder gekümmert hat. Vermutlich würdest Du wohl noch lauter rufen, wenn es der Rektorin egal gewesen wäre und die Kinder stundenlang ohne jegliche Hilfe (eines Erwachsenen) an der Schule gestanden hätten. Und die Eltern in dem Fall noch weniger Bescheid gewusst hätten.

Gut, die Rektorin hätte kurz die betreffenden Eltern anrufen können, um die Situation kurz zu klären. Doch läuft im Leben nicht immer alles so perfekt wie es sich einige wünschen.

Antwort
von alex0triebel, 21

Nein darf sie nicht. In unserer Schule gibt es für solche Fälle extra ein Formular, das die Eltern einmal im Schuljahr ausfüllen, da wird angekreuzt ob die Kids mit anderen Eltern mitfahren  dürfen oder wer es namentlich erwähnt mitnehmen darf. Ansonsten  werden die Eltern benachrichtigt und ein Lehrer oder Erzieher muss mit dem Kind in der Schule warten bis es abgeholt  wird. Übrigens kommt das fast jeden Winter einmal vor, da Busse nicht durchkommen. War auch schon bei Sturmwarnung. Dann werden  die Kinder mit dem ersten Bus heimgeschickt, auch wenn sie sonst später fahren. Ist ja bei euch nix passiert. Kannst ja der Schule diese Vorgehensweise vorschlagen. Dann sind alle abgesichert. Habt ihr in der Schule  keine Telefon Nummer hinterlegt, damit die Schule notfalls rückfragen kann?

Antwort
von Brillance, 27

moin,

hier waren Antworten dabei, denen ich absolut zustimmen kann.

Die Schule ist gut organisiert und hat solche unvorherzusehenden Ereignisse im Griff. Der Lehrerin gehört auf die Schulter geklopft und ein Blumenstrauss übergeben.

Ihr jetzt Vorwürfe zu machen ist absolut unnötig.

Wer als Eltern meint das Recht dazuzuhaben, der muß sich auch die Frage erlauben: Warum hat das Kind seine Eltern nicht selbst informiert? Wenn ihm schon eingebläut wurde, dass es nicht in fremde Austos einsteigen solle, dann muß man ihm Verhaltensweisen auf den Weg mitgeben, was im Falle eines Busausfalls, der in ländlichen Regionen immer mal wieder vorkommen kann, zu tun ist.

Das Kind hat kein Handy? Dann hat es sicher "Notgroschen" für ein Taxi oder zumindest um von einem öffentlichen Fernsprecher seine Eltern anzurufen. Wer sein Kind einem Busfahrer anvertraut, kann auch nicht sicher sein, dass es zu einem Verkehrsunfall kommt.

Macht doch nicht immer gleich die Welle, seid froh, dass alles so super geklappt hat.

Antwort
von Herpor, 78

Ich würde der Rektorin dankbar sein, dass sie eine pragmatische Lösung gefunden hat.

Offensichtlich hast du den Sinn deiner Verbote (nicht mit fremden Menschen fahren) selbst incht verstanden. Wenn die Schulleiterin jamand ausgesuc ht hat, dann ist es kein Fremder mehr. Oder wohnen in deinem Ortsteil nur Unholde?

Ich habe selbst Jahrzehnte in der Schulleitung eines Gymnasiums gearbeitet. Aber ein so gluckiges und überkontrolliertes Verhalten ist mir da noch nicht untergekommen.

Ich würde in einem solchen Fall von "pädagogischer Verantwortungslosigkeit" mein Kind auf eine Privatschule mit Internat schicken.

Antwort
von SiViHa72, 94

Bitte verklage sie! Die hätte doch den Sproß Eurer Lenden besser da stehen lassen sollen, dann hättet Ihr den irgendwann mal abholen können. So lange kann der Lütte doch wohl warten.  (as hättest Du in dem Fall gesagt?)

Frechheit, wirklich verklagen!

Antwort
von Immenhof, 17

Mal ganz ehrlich. Weder lehrer noch rektorin sind dafür zuständig. Also sei eher froh, dass nach deinem Sohn geschaut wird...

Kommentar von Menuett ,

Selbstverständlich sind bei Stunden- und Busausfall die Lehrer und die Rektorin zuständig.

Kommentar von Immenhof ,

Wie die Kinder zur Schule kommen ist Sache der Eltern, genauso wenn die Schule früher beendet wird, nicht jedoch bei Aufsichtsstunden.

Antwort
von Menuett, 14

Nein, das darf sie nicht.

Sie hätte die Eltern anrufen müssen.

Das ist zwar freundlich und praktisch, aber auch nicht erlaubt.

Und das hat seine Gründe.

Antwort
von eostre, 75

Ich finde es auf jeden Fall falsch, dass ihr als Eltern nicht informiert wurdet. Ob das jetzt einen aufstand wert ist würde ich bezweifeln.

Kommentar von PeterSchu ,

Überleg dir mal, wie lange es dauern würde, bis man von rund 50 Kindern die Eltern anruft, die dann möglicherweise nicht mal sofort erreichbar sind. Bis man durch ist, sind die Kinder auch zuhause.

Kommentar von eostre ,

Es geht darum, dass die Schule eine aufsichtspflicht hat und dieser ist sie nicht nachgekommen. 

Eltern haben Telefonnummern hinterlegt, unter denen sie tagsüber erreichbar sind und das kann genau für solche Fälle genutzt werden.

Eltern, die nicht erreichbar sind oder die dem Transport im privat Pkw fremder Personen nicht zustimmen wäre es sicher lieber, wenn das Kind einen späteren Bus nimmt.

Wäre der betreffende Vater verunfallt, an wen hätte man dann Ansprüche gestellt? 

Kommentar von PeterSchu ,

Die Schule hat auch dann, wenn der Bus fährt, keine Aufsichtspflicht mehr auf dem Heimweg. Die Rektorin hat sich dennoch drum gekümmert, dass die Kinder nach Hause kommen.

Von welchen Ansprüchen redest du? Welche Ansprüche sind bei einer Fahrt in einem privaten PKW anders als bei der Fahrt im Bus?

Zu meiner Schulzeit haben wir den Schulhof verlassen, ohne dass irgend ein Lehrer uns dabei die Hand halten musste. Und wir sind auch mit dem Bus oder Fahrad nach Hause gekommen. Wenn die Kinder das heute nicht mehr können, tun sie mir leid.

Kommentar von Menuett ,

Die Schule hat dafür zu sorgen, dass die Schüler ordnungsgemäß auf den Heimweg kommen.

Wenn die Busse ausfallen, ist da sehr wohl die Schule zuständig.

Antwort
von Riiina97, 73

Nein auf keinen Fall!!! Die Schule hat eine Gewisse Aufsichtspflicht. Der Begriff "Aufsichtspflicht" beschreibt gewöhnlich die Pflicht, Kinder

mit dem Ziel zu beaufsichtigen, sie einerseits vor einer Selbstschädigung oder einer Schädigung durch Dritte (in deinem Fall der Fremde Vater) zu bewahren sowie andererseits zu verhindern, dass sie ihrerseits Dritte schädigen. Die Aufsichtspflicht ist Bestandteil der Personensorge und obliegt daher ursprünglich den Personensorgeberechtigten, d.h. regelmäßig den Eltern. Dies ergibt sich aus § 1631 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB).

Die haben dein Kind eindeutich in Gefahr gebracht. Es Hätte sonst was passieren können... zb:

1. Könnte der fremde Vater auch Pedophil sein, das er einen Sohn auf der Schule hat tut ja nichts zur Sache

2. (Keine Kontrolle der Schule) über bestehenden Führerschein bzw. Fahrverhalten

3. Entführung des Kindes

und, und, und,...

Kommentar von PeterSchu ,

Da ist jemand so nett und nimmt ein Kind aus der Nachbarschaft mit und zum Dank dafür wird er als pädophil verdächtigt? Wenn dem so ist, würde ich an Stelle des Vaters beim nächsten Mal sagen "Nein, danke, schau zu, wie dich deine überbesorgten Eltern nach Hause bringen."

Kommentar von Menuett ,

94% aller Mißbräuche finden im Verwandten, Freundes- und Bekanntenkreises statt.

Bei nur 6 Prozent ist es ein völlig Unbekannter.

Kommentar von Riiina97 ,

Ich habe den Vater nicht so betitelt, aber es hätte so sein können. Ohne jegliche überprüfungen und bestätigung der Erziehungsberechtigten, dürfen vorallem Schulen, die Aufsichtspflicht an 3. weiter geben. Darum geht es... Sie kann die Schule deshalb verklagen.

Kommentar von PeterSchu ,

Und du glaubst wirklich, dass jemand einem Kind was antun würde, der grad unter den Augen einer Zeugin das Kind mitgenommen hat?

Kommentar von Riiina97 ,

Gerade bei solchen großen Menschenmengen passiert sowas da nicht jeder auf jeden achtet. Kein Mensch würde dort alle Kontorllieren da es ein viel zu großer Aufwand ist und deshalb würde es nicht Auffallen.

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