Frage von korwinek, 39

Oberstufe Bayern - 11. Klasse wiederholen oder extern Abitur?

Hallo!

Ich bin in einer Zwickmühle:

Ich habe die 11. Klasse "verkackt". Ich hatte im ersten Halbjahr einen Schnitt von 2.4 und dieses Halbjahr werde ich wohl den gleichen Schnitt bekommen. Nun ja, die Frage ist erstmals, warum? Weil ich aufgrund von persönlichen Problemen (Liebeskummer, etc.) bis vor einem Monat nicht in der Lage war, was zu lernen. Momentan habe ich keinen Liebeskummer mehr, jedoch, wie ihr euch denken könnt, ist es schwer, mitten "in den Fluten des Ozeans" Halt zu finden (anders gesagt: zu viel Stoff nachzuholen, um sich auf bessere Noten hochzukämpfen).

Viele Fragen sich jetzt, warum ich 2.4 "verkackt" nenne? Weil ich später Medizin studieren will (unbedingt!) und ich keine Lust auf Wartesemester oder sonstiges habe.

Meine Frage ist: Was soll ich tun?

Wiederholen wäre eine Option, aber (!): Diese Noten habe ich auch zum einen Teil meinen Lehrern zu verdanken. Die sind zwar cool, aber dennoch verdammt streng. Von daher könnte ich, wenn ich wiederholen würde, auf jeden Fall einen besseren Schnitt schaffen, dennoch unter dem NC von Medizin.

Ich würde liebest gern nach der 11. Klasse mein Gymnasium verlassen und dann extern das Abitur machen. Ich habe mich darüber informiert und sehe in dem mehr Vorteile, als Nachteile (unter anderem kein Druck wegen Stegreifaufgaben/Klausuren/... da ich ja auf eigene Faust lerne). Nichtsdestotrotz weiß ich nicht, ob es wirklich so einfach ist (ich also einfach so Extern machen darf).

Deswegen frage ich euch: Was soll ich machen? Was würdet ihr auf meiner Stelle machen (natürlich mit dem Ziel, Medizin zu studieren - wobei ich sagen muss, dass ich in meiner Stadt Medizin studieren wollen würde).

Ich bitte euch um Verständnis und Respekt (also keine Kommentare à la "Lass dann Medizin sein" oder "Studier dann doch im Ausland").

Antwort
von susicute, 25

Hallo korvinek,

ein externes Abi halte ich für einen äußerst schlechten Weg. Die Klausuren helfen dir dabei "dran bleiben" zu müssen und vor dem eigentlichen Abitur deinen Wissensstand zu kennen. Die wenigsten Menschen schaffen es ohne jegliche Deadlines und zumindest etwas Druck von außen konsequent Leistung zu erbringen. Du würdest auf diesem Weg zwar in der Vorbereitung aufs Abi Stress vermeiden, aber stell dir mal vor wie hoch dann die Anspannung vor der eigentlichen Prüfung ist. Lerne lieber mit dem Klausurendruck umzugehen. Gerade im Medizinstudium kommst du um diesen ja nicht herum. Und wenn du aus der Übung gerätst, kann dein Studium schnell daran scheitern. Kurz gesagt: Ich halte es für äußerst unwahrscheinlich, dass du extern einen besseren Abischnitt schaffst, als an einer Schule. Ich sehe hier nur Nachteile.

Nun solltest du dir erst mal überlegen, ob du mit einer Wiederholung meinst einen Abischnitt von 1,0 bis 1,3 zu schaffen. Wenn ja, dass wiederhole. Wenn nein, mach einfach weiter und versuche dein Abi so gut es geht zu meistern. Wenn du nicht zu jenen gehörst, die ein 1,x Abi schaffen, ist dies ja auch nicht tragisch. Du kannst Medizinertest, Wartezeit, Auslandsstudium... Letztendlich führen viele Wege nach Rom. Vielleicht wäre es gut, wenn du dich selbst nicht so unter Leistungsdruck setzt. Dann macht das Lernen und die Schule vielleicht auch wieder etwas mehr Spaß.

Lg Susan

Kommentar von korwinek ,

Das mit dem Druck umzugehen erscheint mir sinnvoll, nichtsdestotrotz will ich wirklich ungern Wartesemester/etc. machen.

Würde ich extern machen, so könnte ich mich viel besser auf die Abiturprüfungen dann vorbereiten, als mit Schule. Ich würde einen besseren Schnitt schaffen, aber dafür lerne ich nicht, mit dem Stress umzugehen.

Du siehst nur Nachteile, aber ehrlich: Ich kenne dich nicht, du kennst mich nicht. Du kannst nicht sagen, ob es für mich selber vom Nachteil wäre. Ich habe mich informiert und wie gesagt, sehe ich nur Vorteile. Der einzige Nachteil wäre wegen dem "Lernen mit Stress umzugehen".

Antwort
von Barbdoc, 20

Wie alt bist du? Du bist möglicherweise noch schulpflichtig. Dann erübrigt sich schon eine Frage. Als Arzt brauchst du schon mehr Streßresistenz, als du zeigst. Wenn du dich bereits über Klausuren und Stehgreifarbeiten aufregst, wie stellst du dir das in Studium und Beruf vor?

Kommentar von korwinek ,

Ja genau das ist das Problem: Extern würde ich ein besseres Abitur schreiben, aber dafür nicht lernen, mit dem Stress umzugehen. In der Schule würde ich lernen, mit dem Stress umzugehen, jedoch kein "gutes" Abitur schreiben und somit mich auf Zeugs wie Wartesemester/etc. verlassen müssen.

Ich bin 18 Jahre alt, also nicht schulpflichtig mehr, oder?

Kommentar von Barbdoc ,

Die Schulpflicht endet meines Wissens mit dem Schuljahr, das nach deinem 18. Geburtstag endet. Willst du dir wirklich den ganzen Lehrstoff alleine aneignen? Ich bin überzeugt, daß es mit Schule einfacher ist.

Kommentar von korwinek ,

Ich habe mich genügend informiert und ich bin zum Entschluss gekommen, dass ich auf der Schule mir schwerer tun würde.

Kommentar von Barbdoc ,

Dann wünsch ich dir Erfolg und Glück.

Antwort
von SoVain123, 24

Meiner Meinung bist du dann nicht für ein Medizin Studium gemacht, wenn dich Liebeskummer so leicht aus der Bahn werfen kann.
Wiederhole doch einfach die Klasse. Die Lehrer sind eigentlich nur im Fach Deutsch entscheidend.

Kommentar von korwinek ,

Ich denke, du kannst es dir schon denken, dass durch den Liebeskummer ich gefestigt worden bin, also mental stärker sozusagen? Durch Erfahrung wird man reifer! Aber ich sehe das Bedenken, ich verstehe schon.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community