Frage von Frage76, 88

Obdachlosen helfen wieder ins Leben zu finden?

Servus, ich rauch jeden Morgen vor der Uni noch eine Zigarette am Hauptbahnhof, vor ner Woche stupst mich ein Obdachloser an, ob er ne Kippe haben könnte, ich hab ihm die Schachtel gegeben. Der Typ erzählte mir, dass er unterm Kino schlafe und dass man ihm regelmäßig seinen Becher und seine Kleidung stehle. Als se gesagt haben, dass noch Schnee fallen würde, habe ich ihm meinen Schal gegeben, selbst gestrickt und aus deiner Wolle, darum Tara gleich doppelt weh, aber der hatte nichts außer einem dünnen, abgetragenen Jäckchen, eine alte löchrige Hose und löchrige Schuhe. Am Montag bringe ich ihm noch einen alten Schlafsack, aber ich möchte dem Typen halt dauerhaft helfen. Hat wer eine Idee? Ich habe mir schon überlegt am Montag, da hab ich nur bis 12 Vorlesung, zum Arbeitsamt zu gehen. Geht das, für einen Fremden zum Amt gehen? Wäre nett, wenn einer, der bei solchen Ämtern arbeitet, die Frage beantworten könnte.

Antwort
von DODOsBACK, 32

Geh mal zu einer Beratungsstelle für Obdachlose - dort erfährst du, warum dein "Rettungsaktion" so keine gute Idee ist. WILL der Mensch denn arbeiten? Will er evtl. eine Therapie machen? Will er überhaupt, dass irgendwer erfährt, wo er sich aufhält?

Solange ER nicht bereit ist, etwas zu ändern, tust du ihm keinen Gefallen. Sprich mit ihm, gewinn sein Vertrauen, wenn es dir so wichtig ist, unterstütze ihn auf seinem Weg, aber nimm ihm die Verantwortung für sein eigenes Leben nicht ab!

Und sei nicht enttäuscht - gut möglich, dass er in dir nicht "den edlen Retter" sieht sondern einfach nur jemanden, der ihm gerade nützlich ist...

Nicht, weil alle Obdachlosen egoistische A...löcher sind. Sondern weil er sich den "Luxus" nicht leisten kann, sich auch noch Gedanken über DICH zu machen...

Antwort
von Kamatoro, 32

Rede mit ihm über Vergangenheit usw.
Wenn du dir zu 100% sicher bist das er nicht kriminell ist, dann hilf ihm.
Lass ihn irgendwo duschen und schenke ihm alte, aber noch gute Klamotten von dir.
Dann hat er auf jeden Fall Chancen sich irgendwo zu bewerben....

Antwort
von idontknow9871, 29

Rede mit ihm über alles offen und sei für ihn da. Irgendwann erzählt er von seiner Vergangenheit. Sag ihm das du ihm helfen möchtest und frag was du für ihn machen kannst.

Antwort
von critter, 26

Ein Obdachloser hat dieselben Rechte auf staatliche Unterstützung in jeder Hinsicht wie jeder Andere in unserem Land. Er muss es halt nur beantragen wie jeder Andere auch. Wenn er das nicht tut, dann bleibt ihm nur die Straße.

Gib ihm den Rat, dass er sich an die Caritas oder an die Diakonie wenden kann, die beraten ihn auf Grund seiner bisherigen Vergangenheit. Gib ihm Hilfe zur Selbsthilfe!

Außerdem lohnt es sich, hier bei gf oben unter der Suche "Obdachlosigkeit, obdachlos" einzugeben,, denn auf dieser Plattform gab es schon eine ganze Reihe von Fragen dazu.

Kommentar von Frage76 ,

Wenn ich das schon lese "die selben Rechte" auf dem Papier vielleicht aber a) nehmen die jetzt jeden freien Quadratmeter für Asylanten b) war er schon beim Wohnungsamt c) wird jeder wertend, auch bei den Ämtern, wenn er nur ein Angebot hat, aber mehrere Bewerber.

Danke für die Antwort, aber sie ist echt nutzlos

Kommentar von critter ,

Nein, sie ist nicht nutzlos. Ein Obdachloser erhält die gleiche Unterstützung wie ein Hartz4-Empfänger. Ich weiß jetzt nicht, ob es auf den Cent genau dieselbe ist, aber er bekommt Geld zum Leben und er kann auf jeden Fall eine Obdachlosenunterkunft benutzen bzw. sich eine Wohnung nehmen zu einer Miete, die das Amt bezahlt. Es muss bei uns keiner auf der Straße leben.

Antwort
von SFDLS, 44

Davor sollte man mit ihm erstmal über seine Vergangenheit reden.

Kommentar von Frage76 ,

Und wie soll ich das machen? "Servus, wie schmecken die Zigaretten? Ist deine Matratze auch schön warm unterm Vordach vom Kino? Ach was ich dich noch fragen wollte, wie schaut eigentlich deine Vergangenheit aus?"

Kommentar von SFDLS ,

Wie kam es eigentlich zu deiner jetzigen Situation? Fertig!

Kommentar von Lipstique ,

das wird er dir nicht sagen, der wird sich "sozial" ausreden:-)))

Kommentar von SFDLS ,

Nicht alle

Antwort
von Susa7799, 46

Er muss selber zum Amt gehen.

Antwort
von Lipstique, 37

Komme aber bloß nicht auf die Idee ihn ein Zimmer zu organisieren. Du kannst ihm nur so helfen, wie du es schon machst.

Kommentar von Frage76 ,

Nenn mir einen Grund, warum ich das nicht tun sollte, der friert sich doch den A*sch ab, oder holt sich ne Grippe

Kommentar von Lipstique ,

Kommst du aus dem Dorf, oder hast du keine Ahnung?

Die sind obdachlos weil sie eine Raumphobie haben, sie können nicht in einem Raum schlafen (die bekommen sie auch ständig vom Amt angeboten)

nur vllt nicht mal 20% hätten gerne ein Zimmer

Kommentar von Frage76 ,

1. Ich komme aus der ländlichen Gegend 2. Was hat das damit zu tun 3. Er war bereits beim Wohnungsamt, die haben ihm nur einen Platz in einer Kaserne mit 20 ... Neuankömmlingen..angeboten, aber bevor er mit denen in einem Zimmer sein muss, pennt er lieber unterm Kino..verstehen kann ich den Typen schon 

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