Frage von Manleitner, 253

Obamacare - gut dass es abgeschafft wird oder schlecht?

Ist es gut von Trump, Obamacare abzuschaffen? Das ist doch schrecklich wenn die Leute wieder keine Krankenversicherung haben, oder ?

Antwort
von juergen63225, 149

Es ist die etwas seltsame Logik der Rechten, einerseits zu fordern, das jeder selbst für sich sorgt und der Staat möglichst wenig soziale Aufgaben übernimmt.

Dann aber gleichzeitig die Unterschicht, die Arbeitslosen (Weissen) als Wähler umwirbt. the forgotten man and woman wie Trump sagte. Nur ob die wissen wje wenig sich die neocons, oder Wirtschaftsliberalen kümmern werden, wenn es dann eben doch nicht genug Jobs gibt .. oder wenn man die "Freiheit" genutzt hat, in jungen Jahren keine Krankenversicherung zu haben, und dann irgendwann mal alt und rank ist ??

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 93

Die Abschaffung von Obama Care würde mehrere Dutzend Millionen US-Amerikaner wieder ohne Krankenversicherungsschutz dastehen lassen und für den Rest aufgrund insgesamt schrumpfender Beitragszahlungen die individuellen Kosten einer privaten KV drastisch erhöhen.

Keine Ahnung, wer darin irgendeinen Vorteil sieht.

Antwort
von skjonii, 169

Dahinten sieht man das anders. Eine "aufgezwungene Versicherung" schränkt deine persönliche Freiheit ein. 

Hierzulande sieht man das natürlich ganz anders. Die gesetzliche Krankenversicherung ist genau so wenig wegzudenken wie das Grundrecht. Seit Bismark unumstritten.

Ein weiterer Grund dafür, dass viele sich dagegen wehren, sind aber auch die Pharmakonzerne dahinter. Der Markt ist so eben ein ganz anderer und man hat viel mehr Möglichkeiten, Geld herauszuschlagen. 

Außerdem sind für diejenigen, die bereits eine Krankenversicherung hatten, die Preise deutlich gestiegen. Warum genau weiß ich leider nicht, aber ich kann natürlich verstehen, dass einen das stört. 

Kommentar von archibaldesel ,

Schwache und größtenteils falsche Antwort.

  1. Obamacare gibt jedem die Möglichkeit, eine Krankenversicherung abzuschließen. das ist etwas völlig anderes, als ein Zwang. Niemand muss eine Krankenversicherung abschließen.
  2. Das ist zwar ein regelmäßiger Reflex, der Industrie die Schuld zu geben, aber die Pharmaindustrie wird ganz sicher nicht gegen mehr Krankenversicherungen sein. Sie profitieren direkt davon, da mehr Menschen zum Arzt gehen und mehr Medikamente verschrieben werden.
  3. Es ist völlig logisch, dass die Versicherungsprämien steigen. Welchen Menschen wurde denn der Zugang zu einer Krankenversicherung verwehrt? Den Alten und Kranken. Die bekommen jetzt eine Versicherung, sind aber für die Versicherung deutlich teurer, weil sie mehr Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen. Die erhöhten Kosten legt die Versicherung auf alle versicherten um, die Beiträge steigen.
Kommentar von stufix2000 ,

Die Amerikaner, die keine Krankenversicherung haben, seit es Obamacare gibt, müssen eine Strafe bezahlen. Da war schon Zwang dahinter.

http://money.usnews.com/money/blogs/my-money/2014/01/20/how-much-the-health-insu...

Antwort
von Blindi56, 130

Für die Kranken und weniger Reichen ganz sicher schlecht...

Antwort
von AnReRa, 148

Das hat - wie alles - Vor- und Nachteile.

Die Krankenversicherung(en) gab es ja schon immer, aber vor allem sind es die Ami's nicht gewohnt sich 'zwangs'-versichern zu lassen.

Wir sind es eben gewöhnt eine solche (gesetzliche) Versicherung zu haben, trotzdem wird auch bei uns immer wieder 'neidisch' auf die privat  Krankenversicherten geschaut.

Kommentar von LouPing ,

Hey AnReRa

Richtig, vor allem aber sieht es die amerikanische "Mentalität" nicht ein für andere mit zu zahlen (sprich Solidargemeinschaft). 

Die Ärzte selber leisten erst medizinische Hilfe wenn sicher ist das die Kosten gedeckt werden. Der Druck durch die Versicherungen ist enorm. Schadensersatz-Klagen schweben immer über den Köpfen der Mediziner, kommt es dazu ist das oft das Ende. 

Das ist ein für uns unvorstellbares Muster- aber das ist die USA. Die Menschen dort "ticken" bei sozialen Themen völlig anders. 

Das Projekt ObamaCare ist im Grunde eine gute Sache!, nur kann das Konzept in dem System so nicht funktionieren.

Antwort
von voayager, 97

Keine Frage, ohne Krankenschutz lebt es sich riskant und völlig unsicher. Da wir keine Götter sind, kann und wird uns stets die eine und anderwe krankeheit erielen und wir bleiben niemals eewig jung. Daher ist es regelrecht verdammenswert, wenn eine mühsam errungene Gesundheitsversorgung für Alle wahrscheinlich wieder abgeschafft wird.

Eine anachronistische Cowboy, - und Siedlermentalität ist archaisch und nutzt nur den Reichen.

Antwort
von 1988Ritter, 106

Wir können uns ein Leben ohne soziale Absicherung nicht vorstellen.

In Amerika ist da vieles anders.

Dort ist das Volk mehrheitlich der Ansicht, dass jeder US-Bürger die Freiheit hat, sein Schicksal selber zu bestimmen.

Es gehört da ja auch zum Lebenslauf, dass man mehrfach mal pleite gewesen ist. Die Amerikaner lieben es, wenn man sich auch unter schweren Bedingungen wieder nach oben kämpft.

Das man jetzt diese gewünschten Freiheiten auch auf die Sozialversicherung bezieht, und die Versicherung als Zwangsversicherung und Einschränkung der Freiheit versteht, ist mir persönlich auch unverständlich....

.....aber so sind se die Amis.

Antwort
von Apfelkind86, 103

Das wieder abzuschaffen wird deutlich schwerer, als Trump sich das momentan vorstellt.

Macht er es wirklich einfach radikal, werden große Teile "seines Volkes" sehr darunter leiden.

Antwort
von suziesext10, 76

die USA sind unter den reichen, hochentwickelten Ländern so ziemlich das asozialste überhaupt.

Während Fürst Bismarck, unter dem Druck und Eindruck der kämpfenden Arbeiterbewegung eine auch heute, nach 150 Jahren, noch vorbildliche Sozialgesetzgebung mit Versicherungen auf Gegenseitigkeit schuf, gingen die USA-Reichen einen anderen Weg:

sie liquidierten physisch nach 1919 die starke Arbeiterbewegung, kriminalisierten die kämpferischen Gewerkschaften oder ließen sie von der italienischen Mafia unterwandern.

Brutaler bewaffneter Klassenkampf von oben ersetzte in USA eine Sozialgesetzgebung.

Obamacare war übrigens ein Etikettenschwindel: Obama schanzte einfach den etablierten privaten Versicherungsunternehmen eine zuästzliche Einkommensquelle zu.

Denn eine gesetzliche, selbstverwaltete Krankenkasse wie bei uns hat auch Obama weder geschaffen noch überhaupt beabsichtigt.

Antwort
von Empylice, 35

Das ist übel. Trump ist der amerikanische Hitler.

Kommentar von Jonas711 ,

Das ist natürlich absolut richtig. Trump plant ja auch, 6 Millionen Juden zu vergasen und einen Weltkrieg anzufangen, um seinem Volk Lebensraum im Osten zu sichern...

Kommentar von Empylice ,

Nein, er will Amerika wieder "rein" machen. Muslime werden rausgeworfen, die Homoehe verboten...Klingt gaaaaaaaaaar nicht nach Hitler.

Der hat ´ne Klatsche. Trump ist neben Jong Un, Putin und Erdogan das Übelste, was dieser kaputten Welt passieren konnte.

Und die Mauer, die SEINE Idee war, soll von Mexiko bezahlt werden. Erinnert dich diese Art der Isolierung nicht an Nordkorea oder das einst geteilte Deutschland?

Seine Auftritte sind cholerisch und paranoid: Hitler

Er ist rassistisch und Menschenverachtend: Hitler

Er ist psychisch krank: Hitler

Er begeistert Leute mit völlig absurden und einfach widerlichen Ansichten: Hitler

Fällt dir was auf?

Kommentar von Jonas711 ,

Er will Amerika in erster Linie "great" machen. Um kulturelle Reinheit geht es da weniger als um wirtschaftliche Stärke.

Muslime werden nicht pauschal rausgeworfen. Richtig ist, dass Trump eine restriktive Politik in Bezug auf die Illegalen machen möchte und viele von ihnen, insbesondere wenn sie durch Straftaten aufgefallen sind, ausweisen will. Dies betrifft in erster Linie aber keine Muslime, sondern Latinos. Dass er muslimische Flüchtlinge nicht ins Land lassen will, ist auch etwas ganz anderes. Das fordert auch die CSU.

Die "Homoehe" gibt es auch in Deutschland nicht und das nicht zuletzt, weil Merkel dabei ein "schlechtes Gefühl" hat. Das ist zwar nicht sonderlich progressiv, aber auch nicht gleich zu verteufeln. Zudem ist gegenwärtig noch völlig unklar, ob gleichgeschlechtliche Ehen tatsächlich abgeschafft werden sollen. In einem aktuellen Interview äußerte sich Trump gegenteilig.

Deine Feindbilder (Kim Jong Un, Erdogan, Putin) wirken für mich sehr oberflächlich und medial herbeigeführt. Ein Maduro ist für sein Land zum Beispiel viel schlimmer als Erdogan. 

Die Mauer erinnert mich an Melilla und damit an die EU. Dass reiche Nationen Mauern bauen, um sich vor ärmeren Ländern zu "schützen" ist leider auf der ganzen Welt Realität. Der Vergleich mit der deutschen Mauer hinkt gewaltig - die eine Mauer soll Menschen drinnen halten, die andere soll sie draußen halten. Dass beides Armutszeugnisse sind, würde ich aber sofort unterschreiben.

Dass Trump sich während des Wahlkampfs in seiner Art wenig präsidial gegeben hat, steht außer Frage. Die Eigenschaften cholerisch und paranoid sind da wohl gerechtfertigt Den "Rassismus" würde ich maximal als Wahlkampftaktik einordnen. Wo aber genau ist er physisch krank? Zudem machen die von dir aufgezählten Eigenschaften noch keinen Hitler aus.

Antwort
von lupoklick, 67

Es gibt viel zu VERBESSERN,

aber "weg damit" ist nicht gerade klug !!!

Antwort
von DinoSauriA1984, 96

Die einen sagen so, die anderen so...

Sind halt Amis. Die ticken nicht so, wie "normale" Leute...

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