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Ob Limerick, ob Schüttelreim, was gibt es noch, fällt Euch was ein?

gefragt von senecaseneca am 18.10.2008 um 16:04 Uhr

Als Schöngeist stell' ich mir die Fragen,

und nunmehr Euch, fast am verzagen,

was gibt es noch als Vers und Reim,

was braucht es um komplett zu sein?

Wer waren all die große Meister,

die Reime schrieben - helle Geister,

Spontan denk ich an Loriot,

Heinz Erhardt macht mich heut noch froh,

um '75 war's der Otto,

"jaaa, mein Kind?" war stets sein Motto.

Drum wollt ich in die Runde fragen,

wollt Ihr mir vielleicht die Meister sagen,

die Euer Herz so sehr erfreuten,

Gedichte, die Euch viel bedeuten.

Enttäuscht mich also bitte nicht

und schreibt mir das Lieblingsgedicht.


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rhondablue
beantwortet von rhondablue am 18. Oktober 2008 16:10
12x
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Ich wär so gern der Kästner Erich

Bevorzugt Wilhelm Busch auch wär' ich

Dann würd' ich dichten

Könnt ich reimen

Würd' sehr bewundert im Geheimen

Doch leider fehlts mir an Talent

(Behauptet jeder, der mich kennt)

Und darob schieb ich Dauerfrust

Und hab zum Dichten kaum mehr Lust.

Ach! Der Poet in meiner Brust

Ist tief betrübt und flennt.

               Rhondablue
Kommentar von E1aa254dbcd4232ff03cc7b94e46a332smalleltenjohn am 18. Oktober 2008 16:30

Respekt ! und ein Däumelinchen

Kommentar von Simple_avatar10smallrhondablue am 18. Oktober 2008 16:31

danke :-)


KalalaKa636
beantwortet von KalalaKa636 am 18. Oktober 2008 16:07
6x
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Der Garten der Liebe

Ich ging in den Garten der Liebe

Und sah, was ich niemals geschaut:

Eine Kapelle war, wo im Grünen

Als Kind ich einst spielte, gebaut.

Und die Pforten waren verschlossen,

und Du sollst nicht stand über der Tür;

So wandte ich mich zum Garten

Und suchte nach Blumen wie früh’r.

Statt Blumen fand ich dort Gräber

Und Grabsteine um sie herum

Gingen Priester in Scharen in schwarzen Talaren,

Die spießten mit Stangen mein Glück und Verlangen.

William Blake

Kommentar von Bc76d2300d508c34112760682b572e60smallseneca am 18. Oktober 2008 16:11

schööön :-)


baer1
beantwortet von baer1 am 18. Oktober 2008 16:09
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Alles von Rilke!


blondchen
beantwortet von blondchen am 18. Oktober 2008 16:11
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Selige Sehnsucht

Sag es niemand, nur den Weisen, Weil die Menge gleich verhöhnet: Das Lebendge will ich preisen, Das nach Flammentod sich sehnet.

In der Liebesnächte Kühlung, Die dich zeugte, wo du zeugtest, Überfällt dich fremde Fühlung, Wenn die stille Kerze leuchtet.

Nicht mehr bleibest du umfangen In der Finsternis Beschattung, Und dich reißet neu Verlangen Auf zu höherer Begattung.

Keine Ferne macht dich schwierig, Kommst geflogen und gebannt, Und zuletzt, des Lichts begierig, Bist du Schmetterling verbrannt.

Und so lang du das nicht hast, Dieses: Stirb und Werde! Bist du nur ein trüber Gast Auf der dunklen Erde.

J.W. Goethe


holodeck
beantwortet von holodeck am 18. Oktober 2008 16:47
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Ist der Bleistift ganz zerkaut
ward' die Tastatur geklaut ;-))

ansonsten Rilke, Rilke und nochmals Rilke

Durch den plötzlich schönen Garten trägst Du,
trägst Du Tragendste der Trägerinnen
mir das ganz vergoss'ne Herz zum Brunnen

Und ich steh' indessen mit dem Deinen
unerschöpflichen in diesem schönen,
dem unendlich aufgefühlten Garten

...



Aquamarin
beantwortet von Aquamarin am 21. Oktober 2008 19:30
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VOX HUMANA

Nieder stieg ich zu vergessen, was ich einst im Licht besaß und doch nie bewußt besessen, weil ich es noch nie vergaß.

Durch Vergeß`nes muß ich dringen, selber muß ich, geistgeweiht, in Erinnerung erringen meines Wesens Wesenheit.

Graben muß ich Grabeshügel, sterben lassen, was erstarb, bis der Freiheit Flammenflügel sich mein eignes Ich erwarb.

Bis die Worte in mir reden, die ich unbewußt gewußt, bis in mir der Garten Eden mein wird in der eignen Brust.

                       Manfred Kyber

anonym
beantwortet von tonks am 21. Oktober 2008 22:21
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Wie wär geblieben alles gut,

Hätt Gott am sechsten Tag geruht !

Er wär nur kommen bis zum Affen -

Der Mensch wär blieben unerschaffen !

Eugen Roth


oohpss
beantwortet von oohpss am 22. Oktober 2008 14:04
2x
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Ein Lieblingsgedicht zu schreiben Dir,
das bleibt auf ewig mir verwehrt.

Denn just sitzt es neben mir, es die Frau, die mein Herz begehrt.


saudo2000
beantwortet von saudo2000 am 9. November 2008 17:50
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Glück und Segen man addiere, davon Unglück subtrahiere, das mit Freud `multipliziere und durch Leid dann dividiere! Das Produkt, das sich ergibt, ist das Leben, das man liebt. Gedicht von mir !!!


Bild/er:

Da war das Leben noch unbeschwert



belinea
beantwortet von belinea am 18. Oktober 2008 16:06
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sämtliches von Wilhelm Busch..


darkwhisper
beantwortet von darkwhisper am 18. Oktober 2008 16:08
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Joachim Ringelnatz


Ally32
beantwortet von Ally32 am 18. Oktober 2008 16:09
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Als die Sonne unterging und dein Lachen mit genommen hat ist es in meinem Herzen dunkel geworden - Nichts ist mehr so wie es war . Das bedeutende wurde bedeutungslos das Große klein und das Nahe unerreichbar . Aber ich spüre hinter der Sonne wird es einst einen neuen Anfang geben \\\\".

Annegret Kronenberg


anonym
beantwortet von emmelotte am 18. Oktober 2008 16:20
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Heinrich Gottlieb Hermann Conradi

Anathem!

In flammender Empörung Sprech' ich der Lüge Hohn: Und wenn du tausend Nacken beugst Und tausend Sclavenseelen säugst Mit feilem Judaslohn: Ich trotze deinen Jochen! Ich hab' den Bann zerbrochen - Ich hab' mich freigesprochen: Ich bin der Freiheit Sohn!


Abigail
beantwortet von Abigail am 18. Oktober 2008 16:35
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Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr........

Rainer Maria Rilke


anonym
beantwortet von Onsgar am 19. Oktober 2008 10:52
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Nur zwei Dinge

Durch so viel Formen geschritten, durch Ich und Wir und Du, doch alles blieb erlitten durch die ewige Frage:wozu?

Das ist eine Kinderfrage. Dir wurde erst spät bewußt, es gibt nur eines:ertrage -ob Sinn, ob Sucht, ob Sage- dein fernbestimmtes :Du mußt

Ob Rosen, ob Schnee, ob Meere, was alles erblühte, verblich, es gibt nur zwei Dinge: die Leere und das gezeichnete Ich.

(Gottfried Benn)



Diewilde13
beantwortet von Diewilde13 am 21. Oktober 2008 21:11
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am abend wird man klug
für den vergangenen tag,
doch niemals klug genug
für den der kommen mag!

oh seneca,
findest du den vers auch wunderbar?
gesagt hat ihn stets ein lehrer von mir
und nun sende ich ihn dir.

LG Dw13


Zobel
beantwortet von Zobel am 22. Oktober 2008 01:36
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da gibt's so viele schöne Dinge...

Erich Fried

Was es ist

Es ist Unsinn

sagt die Vernunft

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Es ist Unglück

sagt die Berechnung

Es ist nichts als Schmerz

sagt die Angst

Es ist aussichtslos

sagt die Einsicht

Es ist was es ist

sagt die Liebe

Es ist lächerlich

sagt der Stolz

Es ist leichtsinnig

sagt die Vorsicht

es ist unmöglich

sagt die Erfahrung

Es ist was es ist

sagt die Liebe


Denise180685
beantwortet von Denise180685 am 22. Oktober 2008 11:33
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furu ike ya
kawazu tobikomu
mizu no oto

Der alte Weiher: Ein Frosch springt hinein. Oh! Das Geräusch des Wassers

Ich liebe Haikus, ich finde die sind die Kurzgeschichten der Poesie ...


Hannipuepp
beantwortet von Hannipuepp am 18. Dezember 2008 17:44
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Liebst Gedichte hab ich nicht -

ich mach selber ein Gedicht.

Dichten macht mir große Freud'

sonst tät' ich's probiern nicht heut.

Geerbt hab ichs von Omama -

und wers nicht kann, ist Opapa!


MilkyWay
beantwortet von MilkyWay am 18. Oktober 2008 22:14
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Oh mein gott,ich bin geschockt...


HassovonBrenner
beantwortet von HassovonBrenner am 30. Oktober 2008 17:43
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Ich kannte mal einen Hausmeister mit seinem Namen "Maus" heißt er

In einem Kellerloch haust er den Kindern die Suppe, -ob heiß ob kalt- maust er.


Griseldes
beantwortet von Griseldes am 3. November 2008 08:48
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Geheimnis es gibt eine stimme, die ruft uns das vergessene in den sinn, läßt vergangenheit in den wellen der sphärenmeere aufsteigen. ein tropfen davon berührt die stirn. ein tropfen davon kühlt das sehnen, das nie erwarten kann, das in immerwährenden fragen das sein zuergründen sucht....fahünteklü


saudo2000
beantwortet von saudo2000 am 9. November 2008 17:46
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DIE URSACHE !!! Das der Pegasus der Dichter als ein Rösslein existiert, ist der Grund, dass sich ein DICHTER hier und da vergalopiert.


Draschomat
beantwortet von Draschomat am 25. Juli 2009 21:36
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In der lateinischen Lyrik gibt es genügend Versmaße. Das elegische Distichon mit Hexameter und Pentameter ist da noch das bekannteste. :-P


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