Frage von durillmui, 401

O2 schaltet Anwalt ein- ohne Mahnung! Ist das rechtens?

Hallo ich habe im September 2013 einen Vertrag mit o2 abgeschlossen (htc one Handy für 25 Euro monatlich ) es wurde immer bezahlt. Jedoch hatte ich diesen August zu wenig Geld auf dem Konto und der betrag wurde erstmalig nicht abgebucht. Da ich noch andere verträge habe, dachte ich das die einfach im September das doppelte abziehen. War aber nicht. Also rief ich im Oktober dort an und sagte sie sollen einfach das restliche Geld (75 Euro ) die noch für das Handy fällig sind, abziehen und sagte denen das ich umgezogen bin( weil der Vertrag ja fertig war) ich bekam nie einen Brief, keine Mahnung -nix!!! Jetzt bekam ich gestern nen Brief vom Anwalt ! Ich solle nun 140 Euro an o2 bezahlen, also soll das Handy nun auf einmal kaufen, obwohl ich denen ja nur 75 Euro schulde!

Und ich solle 120 Euro anwaltskosten bezahlen. Ich sehe das überhaupt nicht ein.

Ich habe nie ne Mahnung oder zahlungsaufforderung erhalten ! Und o2 kann ja wohl selber schreiben-ohne Anwalt! Und darf der Anwalt überhaupt soviel kosten erbeben? Ich habe soviel Geld überhaupt nicht. Muss ich das bezahlen (klar das Geld für o2 von 75 Euro wird bezahlt )?

Antwort
von kevin1905, 355

Da ich noch andere verträge habe, dachte ich das die einfach im September das doppelte abziehen.

Vielleicht sollte man die SEPA-Mandate, die man erteilt vorher mal durchlesen...Dort steht nämlich u.a. ob es bei Rücklastschrift einen zweiten Buchungstermin gibt oder nicht.

Ich solle nun 140 Euro an o2 bezahlen, also soll das Handy nun auf einmal kaufen, obwohl ich denen ja nur 75 Euro schulde!

Du hast das Handy auf Raten gekauft. Wenn du der Pflicht die Beiträge pünktlich zu zahlen nicht nachkommst, kann die komplette Restforderung nach Aufkündigung des Ratenplans sofort fällig gestellt werden. Das ist hier ggf. passiert. Nachweis der Zustellung der Kündigung obliegt allerdings O2.

Und ich solle 120 Euro anwaltskosten bezahlen. Ich sehe das überhaupt nicht ein.

Dem Grunde nach sind Anwaltskosten zu Verzugschaden, wenn diese zweckdienlich und notwendig waren. Du warst umgezogen. Kannst du nachweisen, dass du O2 in Kenntnis gesetzt hat, dass sich dein Wohnsitz ändert? Wenn nicht schuldest du vermutlich zumindest mal die Kosten für die Adressauskunft.

Vielleicht schlüsselst du die Gesamtforderung mat detailliert auf, dann sagen wir dir, was genau zu zahlen ist.

Kommentar von durillmui ,

also Hauptforderung 75 Euro!

rücklastschrift gebühr 60 ,

auskunftskosten 10 Euro

anwaltsgebühr 60

auslagenpauschale 12 euro

Antwort
von baumuc, 275

Von Dienstleistern müssen keine Mahnungen verschickt werden. Die Forderung zählt ab dem 1. Tag als Verzug. Du warst also im Verzug, noch dazu wegen ungedecktem Konto, und dann gehen die Dinge ihren Weg.

Natürlich ist es nicht nett, wenn ein solcher Brief unangekündigt kommt. Von solchen "Partnern" würde ich mich sofort trennen. 

Was kannst/ musst Du jetzt tun? Sofort die 75 € überweisen.

Schreiben an O2, Du verstehst das nicht, hast das Geld gerade überwiesen, es ist was schief gelaufen und Du bittest um Verständnis....

Wenn Du großes Glück hast, funktioniert das. Aber nach Rechtslage und bei der Geschäftspolitik dieser Firma musst Du den Anwalt und seine Rest-Forderung zahlen. Kannst Du das nicht, kann es eine Klage vor Gericht geben - falls O2 das bei dieser Forderungs-Summe tut. 

Ich befürchte, O2 hat einen Anwalt, der sich auf solche Dinge spezialisiert hat und auch bei kleinen Forderungen vor Gericht geht - zu Deinen Lasten. Dann wird's leider richtig teuer.

Kannst  Du zu einer Schuldenberatung gehen? Vielleicht haben die einschlägige Informationen über O2. 

Viel Glück! 

Und ich empfehle Dir sehr, einen neuen, günstigeren Vertrag bei einem anderen Anbieter zu machen.

Kommentar von kevin1905 ,

Von Dienstleistern müssen keine Mahnungen verschickt werden. Die Forderung zählt ab dem 1. Tag als Verzug.

Falsch. Bitte § 286 BGB nochmal aufmerksam und verstehend lesen.

Verzug kann nur automatisch eintreten, wenn die Forderung kalendertechnisch eindeutig bestimmt ist und dies auch vertraglich fixiert wurde, oder durch Ereignisse wie eine Rücklastschrift. Beides wäre hier gegeben, daher wäre im geschilderten Fall die Mahnung in der Tat obsolet.

Die Frage wäre, ob die Handyfinanzierung aufgekündigt wurde, dann wäre in der Tat der komplette Restbetrag für das Telefon sofort zu zahlen.

Aber nach Rechtslage und bei der Geschäftspolitik dieser Firma musst Du den Anwalt und seine Rest-Forderung zahlen.

Dazu müsste der Anwalt prinzipiell Klage erheben. Das kann gutgehen muss aber nicht. Wenn der Richter der Meinung ist für eine simple Adressauskunft braucht O2 die Hilfe eines Anwalts nicht um diese Forderung vorgerichtlich zu betrieben, sind die Anwaltskosten nicht zu zahlen. Ebenso wenn verbotenerweise der Anwalt für O2 auf Erfolgsbasis arbeitet.

Die Höhe der Kosten passen auch nicht ganz. 120,- € sind keine 1,3 Gebühr bei Forderung < 500,- €.

Kommentar von mepeisen ,

Wieso wird immer wieder dieses Märchen verbreitet,. dass grundsätzlich nie eine Mahnung verschickt werden muss? Wo kommt dieser Mythos nur her?

Kommentar von baumuc ,

Ich wünschte es wäre nicht so ... bis damit ständig konfrontiert.

Kommentar von baumuc ,

Das ist kein Mythos; es gibt einen Paragraphen dazu, wenn es um Dienstleistung geht. Leider kann ich ihn jetzt auch nicht nennen. Glaube mir, ich habe einschlägige Praxis - jedenfalls im Geschäftsleben sind Mahnungen weitgehend abgeschafft, es geht gleich richtig zur Sache.... unter Zitat eben jenes Paragraphen. 

Na dann!

Antwort
von Coffeechump, 242

Du hast gegen einen Vertrag verstossen.

Hast du telefonisch Kontakt mit o2 gehabt?

War die Adresse aktuell?

Kommentar von durillmui ,

ja telefonisch. Und die meinten es ist ok ! Ich zog zum 15.10 um und sagte denen am 3 oder 5.10 telefonisch das ich zum 15.10 umziehen also bis dato wohnte ich an der bekannten Adresse und sagte denen ja 10 tage vorher Bescheid ich werde umziehen

Kommentar von mepeisen ,

Du hast gegen einen Vertrag verstossen.

Richtig, das ist aber keine Begründung, völlig überzogen mit Anwälten zu reagieren. Im Detail verstößt das gegen §254 BGB.

Der Schuldner hat neben Hauptforderung Zinsen (wenige Cents), Rücklastschrift-Gebühren (maximal 5€) zu bezahlen und ggf. Briefporto. Das wars.

Kommentar von Coffeechump ,

Die Person sollte aber nicht davon ausgehen, dass die Firma aus Kulanz den Folgemonat den doppelten Betrag abbucht. Es ist ein Vertragsbruch und sollte entsprechend vom Kunden betrachtet werden. 

Kommentar von durillmui ,

ja aber da der andere Vertrag auch von o2 ist, dachte ich das halt sxhon

Kommentar von Coffeechump ,

Die wollen ihr Geld sehen. Das ist die knallharte Wahrheit. Jeder Verstoss (Bsp. Rate nicht gezahlt) bringt dich in eine schlechte Situation, wo du der Firma einen Grund gibst, gegen dich zu schiessen. Es ist nicht böse dir gegenüber gemeint, aber das ist die Realität. Lohnabtretungen, Pfändungen etc. kann im schlimmsten Fall kommen inkl. negative Schufa. Nimm dir das zu Herzen.

Kommentar von durillmui ,

ich bin ja bereit die 75 Euro plus jeweil 3 Euro rücklastengebühr zu bezahlen. Laut deutschen gesetz darf die gebühr nicht mehr als 3 Euro betragen du wollen jeweils aber 20. Und der Anwalt war nicht nötig , da ich ja extra anrief nd der typ am Telefon meinte es ist alles ok!,das ist was mich ärgert. Hätte ich mich bei o2 nicht gemeldet könnte ich es ja verstehen, aber ich bekam ja das ok von denen!,

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