Frage von NicoleR2014, 265

O2 macht Probleme bei der Kündigung, kann mir jemand helfen?

Hallo, habe seit ein paar Jahren einen Mobilfunkvertrag bei o2, welchen ich im Januar 2015 per Fax gekündigt habe, diese Kündigung haben sie auch erhalten, was mir erst telefonisch mitgeteilt worden ist und 2 Monate später am 12.3.15 erhielt ich die schriftliche Kündigungsbestätigung per Post und am 19.11.15 eine SMS Inder stand, dass ich bei O2 anrufen solle, da sie noch Fragen zu meiner Kündigung hätten. Nun hätte mein Vertrag zum 9.12.15 deaktiviert werden sollen, da ich am 10.12.15 feststellen musste, dass der Vertrag nicht deaktiviert wurde, rief ich bei O2 an um der Sache auf den Grund zu gehen. Bei diesem Telefonat, wurde mir mitgeteilt, dass ich angeblich die Kündigung im Januar telefonisch zurück gezogen hätte und sich die Bestätigung von März mit dem angeblichen Widerruf im Januar überschnitten habe und der Vertrag bis 9.12.16 läuft. Außerdem wollte ich die Telefonaufnahme in welcher ich angeblich den Widerruf getätigt haben soll, diese ist jedoch laut O2 gelöscht. Ich weiß nicht was ich tun soll, Rechtsschutz haben wir nicht, d.h. Anwalt ist zu teuer, aber ich habe doch alles richtig gemacht und komm da nicht raus?

Antwort
von DerSchopenhauer, 188

"schriftliche Kündigungsbestätigung per Post"

Das ist entscheidend - die Behauptung, daß die Kündigung telefonisch widerrufen wurde (was so rein rechtlich gar nicht geht) muß bewiesen werden.

Grundsätzliches zur "Rücknahme" einer Kündigung:

Weil ei­ne Kündi­gung da­durch recht­lich wirkt, daß sie dem an­de­ren ge­genüber erklärt wird, kann sie nach Zu­gang beim an­de­ren nicht ein­sei­tig "zurück­ge­nom­men" oder "widerrufen" wer­den.

Die "Rück­nah­me"/der "Widerruf" ei­ner Kündi­gung ist recht­lich als ein An­ge­bot zu wer­ten, daß das durch die Kündigung beendete Vertragsverhältnis fortgesetzt werden soll; das bedeutet, daß der andere Vertragspartner dem zustimmen muß.

Zu O2:

Aus Vorsichtsgründen hätte O2, weil ja schon die schriftliche Kündigungsbestätigung rausgeschickt worden war (Stichwort: "Überschneidung"), die Fortsetzung des Vertrages auch schriftlich bestätigen sollen - das ist aber unterblieben.

Nun muß O2 aber beweisen, daß es dieses Telefonat überhaupt gegeben hat (das wird ja von Dir bestritten) und das O2 der Vertragsfortsetzung zugestimmt hat - da es den Mitschnitt des Telefonates nicht mehr gibt, kann O2 das auch nicht mehr beweisen.

Daher greift die Kündigung - es ist unbedingt davon abzuraten, den Tarif auch weiter zu nutzen, auch wenn der Anschluß nicht deaktiviert wurde.

Du solltest O2 schriftlich darauf hinweisen, daß Du die Kündigung nicht telefonisch "widerrufen" hast und auch keine entsprechende Mitteilung über eine Forsetzung des Vertrags von 02 erhalten hast; daher ist für Dich die erhaltene Kündigungsbestätigung bindend; das erteilte SEPA-Mandat solltest Du in dem Schreiben widerrufen - sollte dennoch weiterhin etwas abgebucht werden, widersprichst Du der Lastschrift bei der Bank und das Geld wird wieder gutgeschrieben.

Antwort
von Georg63, 176

Schreibe denen nochmal kurz und knapp, dass du auf der bestätigten Kündigung bestehst und die Einzugsermächtigung erloschen ist. Weitere Abbuchungen wirst du ohne weitere Ankündigung stornieren.

Und genau das machst du dann auch.

Antwort
von Stefffan7, 162

Generell hast du alles richtig gemacht. Schreib einen Brief an O2 oder halt eine Email in der du das nochmal genau erläuterst. Leg am besten die Bestätigung also Kopie oder Scan bei und bitte um Bearbeitung. Wenn du darauf keine Reaktion bekommst oder kein Geld nimmst du den Brief oder die Email und bringst das bei der Polizei vorbei und erstattest Anzeige.

Kommentar von Georg63 ,

Blödsinn - die Polizei ist dafür nicht zuständig.

Kommentar von Stefffan7 ,

Doch das ist Betrug und damit Aufgabe der Polizei

Antwort
von fernandoHuart, 138

Du hast ein schriftliche Kündigungsbestätigung und O2 Nichts außer Luft in der Hand.

Wenn sie Etwas von Dir wollen dann sollten sie Etwas greifbares vorzeigen. Abwarten und Tee trinken. Die haben verloren.

Antwort
von Datbob, 132

Moin, Schreiben aufsetzen mit den entsprechenden Belegen. Vertragsverlängerung widersprechen. Mit Anwalt drohen. Frist setzen und das ganze per Einschreiben zu denen schicken. Keine Zahlungen mehr tätigen (wichtig!!!) und evtl. Lastschriftberechtigungen entziehen.

LG Bob

Antwort
von Kurzgefragt1, 123

Lastschrift sperren. Faxbestätigung und Kündigungsbestätiggung aufheben, das sind wichtige Nachweise!

Die Empfehlungen hier nochmal denen zu schreiben ist nichts weiter alter auf Knien rutschen. Das brauchst du nicht. Geldfluss sperren und das wars. Wenn die was wollen sind sie in der Beweispflicht. Der Durchschnittsdeutsche hat Schiss..:DU NICHT!

Antwort
von NicoleR2014, 106

Danke für all eure Antworten, so habe ich es gedacht, wie ihr es schreibt und werde dies auch so machen. War mir nur (warum auch immer ) unsicher ob ich richtig liege mit meinem weiteren Vorgehen. 

Kommentar von Kurzgefragt1 ,

Darauf spekulieren die, wie gesagt von 100 Versuchen geben 50 nach und sagen sich naja dann bleib ich halt bei O2. So verdienen die ihr Geld. Unsere Gesetze sind so Verbraucherundfreundlich im schlimmsten Fall zahlst du 3 Monate weiter, willst dann dagegen vorgehen und dann kommt raus sowas wie stillschweigende Zustimmung zur Verlängerung aufgrund deiner weitergeleisteten Zahlungen.....Wie gesagt sperre alles und falls die schon was abgebucht haben jetzt was nicht mehr sein darf Einschreiben fertig machen mit Rückforderung und Frist. Aber nur falls die was zuviel abgebucht haben, ansonsten Arschlecken 02 keinen Kontakt mehr.

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