Frage von jadefuchs61, 128

Nutzen von PAYPAL für Verkäufer: ?

Nutzen von PAYPAL für Verkäufer:

Ich als ebay-Verkäufer akzeptiere bisher paypal nicht und bin auch nicht mehr Mitglied seit vor langer Zeit paypal Gebühren pro Transaktion erhoben hat. Ich dachte das sei der Untergang von paypal.

Doch offensichtlich habe ich mich getäuscht. Deshalb meine Frage: Lohnt es sich als Verkäufer Zahlungen via paypal abzuwickeln. Oder lohnt sich das etwa nur bei hochpreisigen Artikeln. Schliesslich muss man noch vom Erlös ebay-Gebühren, mittlerweile auch für den Versand und dann noch die paypal-gebühren bestreiten. Ich verkaufe hauptsächlich Bücher, CDs Zeitschriften. Danke im Voraus

Expertenantwort
von haikoko, Community-Experte für Ebay & PayPal, 74

Als privater Verkäufer lohnt sich das Angebot der Paypal-Zahlung nicht!

Die aktuelle Situation ist das blinde ebay-Käuferschutzversprechen bei Paypal-Zahlung:

http://pages.ebay.de/einkaufen/ebay-kaeuferschutz.html

Geld zurück, falls mal etwas schiefgeht

Trifft ein Artikel nicht ein oder ist er nicht wie beschrieben, sorgen wir dafür, dass Sie Ihr Geld zurückbekommen. Das gilt für Artikel, die Sie mit PayPal, Kreditkarte, Lastschrift oder auf Rechnung bezahlt haben.

Leider nutzt ein Großteil der Paypal-Zahler das aus und Du kannst hinterher zivilrechtlich Dein Geld oder Deine Ware  fordern.

Kommentar von jadefuchs61 ,

Das ist natürlich ein interessanter Hinweis. Dann müssten doch aber die Verkäufer relativ zackig sich von paypal verabschieden. Und das tun sie ja nicht, oder ?

Kommentar von haikoko ,

Spätestens wenn sie das erste, zweite oder dritte Mal gelinkt worden sind, werden sie sich von Paypal als Zahlungsdienstleister für eigene Verkäufe trennen, oder haben sich getrennt.


Expertenantwort
von dresanne, Community-Experte für PayPal, 40

Für Verkäufer hat PayPal nur Nachteile. Kostet viel Geld und der Käufer tanzt Dir auf der Nase herum. Viele Käufer suchen sich extra Artikel ohne Versandversicherung, die mit PP bezahlt werden können, so shoppen sie umsonst. Nach einiger Zeit wird ein nicht erhaltener Artikel gemeldet - und schwupps - hat er sein Geld wieder.

Antwort
von jadefuchs61, 36

O.K. besten Dank an alle hier, die durch Ihre Antworten zu meiner Meinungsbildung beigetragen haben. Ich habe auch noch in ähnlichen Fragestellungen auf dieser Seite rumgesurft und mir schliesslich eine Meinung gebildet.

Letztendlich werde ich zu meinem eigenen Schutz als Verkäufer in ebay weiterhin auf die Akzeptanz von PAYPAL verzichten. Ein Nachteil wird sein  auf den einen oder anderen Euro verzichten zu müssen, die mir dadurch durch die Lappen gehen, da ja einige Käufer nur auf Angebote mit PAYPAL-Bezahlungsmöglichkeit bieten. Was man jedoch aus der Finanzkrise ja lernen konnte war "nicht zu gierig zu sein", sondern einfach nur zuverlässig.  Damit wird Vertrauen geschöpft. Damit erkaufe ich mir den Vorteil nicht auch noch für den blossen Erhalt des Gegenwerts meiner Ware bezahlen zu müssen. 

Noch ne Rechnung: 

Weiterhin müsste ich neben der ebay-Rechnung nun auch noch eine paypal-Rechnung mit Gebühren kontrollieren. Wenn ich sehe dass ebay z.Zt. nicht in der Lage ist die Rechnung übersichtlich zu gestalten (Artikelbez. nicht verfügbar, falsch berechnete Versandkostengebühren bei Kombiversand, sowie eine chaotische Positionierung der Gebühren-Arten wild in der Rechnung, so dass man sich die Gesamtgebühren pro Artikel mühsam zusammensuchen muss. Wenn dann auch noch die Artikelbezeichnung nicht verfügbar ist, wird es ganz mühsam. 

Ähnliches könnte man, wieso auch nicht,  auch bei paypal vermuten. Schliesslich wollen die auch sparen wo es nur geht. Auf jeden Fall müsste ich eine weitere Rechnung kontrollieren.  Es gibt in den Foren einige Reklamationen über falsche Gebührenberechnung auch bei paypal. Das erspar ich mir. 

Käuferschutz/Verkäuferschutz

Weiterhin, und das ist wohl der dickste Brocken, wird gem. Foren der Käuferschutz/Verkäuferschutz oft zu Lasten des Verkäufers unberechtigterweise missbraucht. (Artikel nicht angekommen....etc). Ich weiss nicht bei wem genau die Beweislast liegt, aber ich sehe da viel Potential für Ärger.  Dann kann man seiner Kohle oder Ware hinterherrennen. Das erspar ich mir. Selbst eine Quote von 1% wäre mir da zuviel. Verkäuferschutz für Versandprobleme gibt es wohl nur bei Einschreiben. 

Kosten:

Man hat wie gesagt vielleicht einige Gebote mehr, aber gerade wenn man CD's, DVDs oder Bücher verkauft gibt es sicherlich viele Artikel die bei 1 € stehenbleiben. Mit Bücherversand + Verpackung 1,20 zahlt der Käufer 2,20 €. Davon 10 % ebay = 0,22 € . Davon 1 € Versand und 0,39 € paypal. = 1.61 Kosten bei 2,20 Umsatz. Bleibt für mich 0,59 €. Der Kunde wäre bereit gewesen mir 2,20 für den Artikel in die Hand zu drücken. Und es bleiben de Facto nur 0,59 Cent. Ohne paypal blieben mir 0,98€. Immerhin fast ein 1 EUR. 

Fazit:

Mit paypal würde nach eBay ein weiterer Akteur mit eigenen Interessen sich zwischen Käufer und Verkäufer drängen mit dem man sich u.U. herum-ärgern muss. 

Für Flohmarktverkäufer wie mich ist paypal nichts. Bei hochpreisigen Artikeln lohnt es sich eher. Wo genau die Grenze liegt muss jeder für sich beurteilen. 

Feedback welcome.

Kommentar von jadefuchs61 ,

Ergänzung: paypal wäre der dritte Akteur, die Post darf man nicht vergessen, die machen auch ganz schön die Hand auf..

Antwort
von Keehh, 69

Rechne doch einfach die Paypal-Gebühren in die Preise deiner Produkte ein.

Paypal lohnt sich sehr wohl für alle Beteiligten. Ich kaufe in ebay NUR wenn Paypal angeboten wird, aufgrund des Käuferschutzes und vorallem der Bequemlichkeit sowie der Schnelligkeit.

Und so sehen dass auch viele andere, also ja es lohnt sich auf alle Fälle auch für Verkäufer. Und soo hoch sind die Gebühren nicht, mit 1,9% +0,35€ wenn ich mich nicht täusche.

Da würde ich mich als ebay verkäufe lieber mal über die imens hohen ebay gebühren aufregen.

Kommentar von jadefuchs61 ,

aber ich habe ja schon fast 1000 ebay-Bewertungspunkte. Ist das nicht Hinweis genug für Interessenten, dass die den Kauf wagen können ? 

Kommentar von Keehh ,

Doch reicht im Prinzip. Aber die Bequemlichkeit spielt auch eine große Rolle. Wenn du nicht der einzige bist mit dem Artikel oder nicht äußerst günstig bist. Oder der andere es nicht unbedingt wirklich will, dann überlegt er sichs ob ihm die Arbeit wert ist eine Überweisung zu tätigen und dann auch noch 2tage länger auf seinen artikel zu warten. (weil überweisungen auch zeit in anspruch nehmen).



Verstehen tu ich dich natürlich auch wenn du artikel im wert von 1, 2 euro verkaufst, dass es da doof ist, 35 cent zu beazheln. Dann musst du halt die gebühren oben drauf rechnen.

Antwort
von Glyphodon, 46

Ich würde dir als privatem Verkäufer Paypal KEINESFALLS empfehlen.

Für dich als Verkäufer hat Paypal nur Nachteile.

Antwort
von larrymann, 63

Bin auch auf Ebay tätig. Lohnt sich meiner Meinung nach nur bei hochpreisigen Artikeln. Du kannst aber natürlich auch in die anzeige schreiben das der Käufer die PayPal kosten zahlen muss

Mfg Larry

Kommentar von jadefuchs61 ,

Das wäre vielleicht mal ein Versuch wert. Ich meine paypal auf die Käufer abwälzen und das auch kommunizieren. 

Kommentar von Glyphodon ,

Das ist keine gute Idee, weil es nicht erlaubt ist und zur Löschung der Angebote führen kann.

http://pages.ebay.de/help/policies/listing-surcharges.html

Kommentar von haikoko ,

und zur Löschung der Angebote führen kann

oder auch des Accounts.

Kommentar von jadefuchs61 ,

Das wusste ich nicht. 

habe bei ebay nachgeschaut. Begründet wird das mit "Transparenz". Der Käufer soll bei Beendigung des Angebots wissen welche Kosten auf ihn zu kommen. Bei einem von der Höhe seines eigenen Gebotes abhängigen Zuschlages müsste er zuvor noch ein bisschen rechnen. Offensichtlich unterstellt ebay seinen Käufern dass sie nicht rechnen können. Obwohl Versand und Verkauf muss der Kunde ja auch zusammenrechnen.....

Ich als Verkäufer würde mich anbieten das für den Verkäufer auszurechnen. Aber ebay wird nicht darauf eingehen.

ebay ebay quo vadis ???

Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige um so zynischer werde ich. Also Schluss jetzt. 

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