Frage von KarolitaBonita, 54

Nur weil wir das Nichts nicht bemessen können, gibt es Es trotzdem?

Antwort
von Einstein2016, 25

Man kann "Nichts" als einen ewig singularen Zustand bezeichnen, aus dem sich nicht und niemals etwas Unterschiedliches und Veränderbares erkennen oder erklären lässt.

Kommentar von KarolitaBonita ,

Wir legen das "Nichts" daran fest, dass wir nie, keine Zeit in dem "Nichts" messen können. Was ist, wenn dieses "Nichts" in Wirklichkeit etwas wie "Gott" ist, von welchem die Menschen bereits seit Jahrtausenden sprechen und sagen, dass er/sie/es allmächtig und unantastbar ist. Das wäre dieses potenzielle "Nichts" aus dem der Urknall lt. Hawking entstanden sein soll ja dann prinzipiell auch für uns. Mr. Hawking macht daraus sein eigenes Ding und wir denken dass wir für seinen Einsatz zu dieser "Erkenntnis" dankbar sein könnten, weil wir was Neues aufgeklärt bekommen haben. Letztendlich wissen wir heute aber auch nicht mehr als zuvor zum Ursprung der Ursprünge. Die Theorien über ein für uns nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches Etwas oder Nichts das den Ursprung haben soll, hat es in Wirklichkeit schon "immer" gegeben. Für die einen soll es eine Art Gott sein, den sie respektvoller Weise ein nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches ETWAS nennen. Für die anderen ist es nach Hawking jetzt aber einfach nur noch ein nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches NICHTS. Ich frage mich nur, warum wir dann nicht gleich bei der respektvolleren Form eines Etwas geblieben sind.  
Das was wir jetzt machen, ist uns mit einem NICHTS zufrieden zu geben oder auseinander zu setzen, obwohl es in Wirklichkeit einfach nur noch Aufgeben bedeutet. Wir können es zu der heutigen Zeit einfach nicht greifbar machen also nennen wir es Nichts. Das ist voreilig. Psychologisch gesehen ist das dann natürlich ein sehr wertvoller Bestandteil der uns in der Realität nicht mehr Wissen schenkt als wir davor ohnehin hatten sondern unseren Tag einfach nur grauer erscheinen lässt. Ich glaube lieber an das unerklärliche ETWAS als an das unerklärliche NICHTS. So lasse ich mir die Möglichkeit offen mehr über dieses ETWAS oder NICHTS zu erfahren.

Kommentar von Einstein2016 ,

Danke !  Das hast du wirklich sehr gut veranschaulicht. 

GOTT ist NICHT Nichts.

Auch wenn wir "GOTT" eigentlich nicht näher definieren können, ich würde "ihn" als etwas Höherdimensionales, Einzigartiges und absolut Unvergängliches bezeichnen, was seine Existenz nicht aus den uns bekannten Begriffen von "Anfang" und "Ende" oder "Raum-Zeit" bezieht. 

Sozusagen "ETWAS" was aus einer uns unbekannten "höheren" Energieform besteht mit der Fähigkeit des Zugriffes und Umwandlung sämtlicher Information, Materie-/Energiearten und -formen.

Wenn es dieses "ETWAS GOTT" jemals nicht gegeben hätte, dann könnten wir logischerweise "raumzeitlich" niemals existent sein.

Antwort
von Nicodemus0815, 19

Es ist das alte Problem des Denkens. In dem wir Nichts als Nichts benennen ist es wieder zu Etwas geworden. Die Aufgabe des Denkens ist Fortdauer geben. Nichts ist daher nicht denkbar. Nichts kann man jedoch erleben. Dazu muss man aber aufhören zu denken.

Da aber unser Wille Denken ist, nutzt es einem nichts, wenn man aufhören will zu denken. Einige Kulturen haben viele Übungen entwickelt, um sich dem Ende des Denkens zu nähern. Meiner Meinung nach muß man dazu Denken vollständig verstehen oder/und das Leben überwältigt das denken einfach.

Physikalisch gibt es über das Nichts nichts zu erfahren. Physik ist auf alles Zähl- und damit Meßbare beschränkt. Damit beschäftigt sich die Physik immer mit Etwas. Bei der Erforschung immer kleinerer Teile stößt die Physik auf das Problem, daß immmer weniger Etwas übrig bleibt, je mehr ich in das Innere der Teilchen eindringe. Denkt man die Entwicklung weiter, so könnte man meinen, daß das Universum "nur" aus Beziehungen (Energie) und Wirkungen (Impuls) besteht.

Kommentar von KarolitaBonita ,

Ok danke für deine Antwort. Ich nehme auch an, dass das Denken uns letztendlich überwältigt und fühle mich mit dem eigenen Gedanken wohler, dass ETWAS es so vorgesehen hat, sei es auch nur die für uns bemessbare Energie und die Impulse, dass es ist wie es ist.
Eher gehe ich davon aus, dass genau der Plan von - nennen wir es mal Gott gewesen ist,- die klügsten Köpfe dieser Welt ewig in der Ungewissheit zu lassen, ob der Ursprung nun aus nichts entstanden ist oder ob er für uns niemals begreifbar sein wird, denn diese Sicherheit haben wir ja nunmal niemals mit Nichts. Sobald wir oder die klügsten Menschen dieser Zeit sie/ihn/es begreifen könnten, wäre sie/er/es ja nicht mehr unantastbar und allmächtig für uns. Vllt ist Hawking dem Gott, den es meiner Meinung nach für uns geben sollte viel näher gekommen, als wir es uns jemals vorstellen können, da er schonmal das für uns Unbegreifliche feststellen konnte.
Ist es nicht so, dass wenn durch die Physik das Etwas zu Nichts gemacht wird, die Physiker zu einem Status kommen, den sie natürlich aus historischen Gründen unbedingt erreichen wollen, weil ein gewisser Abschluss des Denkens und Rechnens erlangt wurde - letztendlich ist es allerdings nur eine Absolution zum Aufhören des Forschens in diese Richtung, die meiner Meinung inzwischen auch erteilt werden dürfte.

Kommentar von Nicodemus0815 ,

Ich will dich nicht davon überzeugen, daß es anders ist als du denkst. Wenn du dich damit wohler fühlst, ok.

Für mich braucht es keinen Plan und keine Allmacht, um zu begreifen, wie das was ist entstanden ist. Der 2te Hauptsatz der Thermodynamik gibt dafür die Grundlage. Darin kann man erkennen, daß Ordnung entsteht, wenn Energie konstant bzw. konstant rythmisch fließt. Es bedeutet auch, daß ein willentliches Ordnen (Macht bzw. Allmacht) meßbar sein müsste.

Ich verstehe Gott damit als Absichtlos und darin liegt für mich das Wunder dieser Schöpfung und auch ihre Unschuld und Reinheit.

Antwort
von Susanne88, 21

"Nichts", also die Abwesenheit von Materie/Energie? Somit auch die Abwesenheit von Raum und die Abwesenheit von zeit?
Dass man solches "Nichts" nicht messen kann dürfte klar sein. Ob es so ein "Nichts" überhaupt geben kann ist eher zweifelhaft. Kann es "etwas" geben, das man grundsätzlich nicht messen kann?  - dieses "Etwas" wäre dann das "Nichts". Du merkst es vermutlich selber: Die Frage führt ins logische Nirwana.
Von etwas, das prinzipiell (!) nicht feststellbar ist, ist es unsinnig, dieses etwas als existent anzunehmen.

Kommentar von KarolitaBonita ,

Wir legen das "Nichts" daran fest, dass wir keine Zeit in dem "Nichts" messen können. Was ist, wenn dieses "Nichts" in Wirklichkeit etwas wie "Gott" ist, von welchem die Menschen bereits seit Jahrtausenden sprechen und sagen, dass er/sie/es allmächtig und unantastbar ist. Das wäre dieses potenzielle "Nichts" aus dem der Urknall lt. Hawking entstanden sein soll ja dann prinzipiell auch für uns. Mr. Hawking macht daraus sein eigenes Ding und wir denken dass wir für seinen Einsatz zu dieser "Erkenntnis" dankbar sein könnten, weil wir was Neues aufgeklärt bekommen haben. Letztendlich wissen wir heute aber auch nicht mehr als zuvor zum Ursprung der Ursprünge. Die Theorien über ein für uns nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches Etwas oder Nichts das den Ursprung haben soll, hat es in Wirklichkeit schon "immer" gegeben. Für die einen soll es eine Art Gott sein, den sie respektvoller Weise ein nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches ETWAS nennen. Für die anderen ist es nach Hawking jetzt aber einfach nur noch ein nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches NICHTS. Ich frage mich nur, warum wir dann nicht gleich bei der respektvolleren Form eines Etwas geblieben sind.  
Das was wir jetzt machen, ist uns mit einem NICHTS zufrieden zu geben oder auseinander zu setzen, obwohl es in Wirklichkeit einfach nur noch Aufgeben bedeutet. Wir können es zu der heutigen Zeit einfach nicht greifbar machen also nennen wir es Nichts. Das ist voreilig. Psychologisch gesehen ist das dann natürlich ein sehr wertvoller Bestandteil der uns in der Realität nicht mehr Wissen schenkt als wir davor ohnehin hatten sondern unseren Tag einfach nur grauer erscheinen lässt. Ich glaube lieber an das unerklärliche ETWAS als an das unerklärliche NICHTS. So lasse ich mir die Möglichkeit offen mehr über dieses ETWAS oder NICHTS zu erfahren.

Kommentar von Susanne88 ,

"Für die einen soll es eine Art Gott sein, den sie respektvoller Weise ein nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches ETWAS nennen."

Entweder es ist ETWAS oder es ist NIHCTS. Es ist Unfug, NICHTS zu ETWAS zu machen.

"Für die anderen ist es nach Hawking jetzt aber einfach nur noch ein nicht messbares, unantastbares und nicht begreifliches NICHTS."

Nein, nicht "nur noch ein nicht messbares". Per Definition ist ein solches Nichts NIE messbar.

Und "nicht begreifliches" NICHTS ist lediglich eine Behauptung von Ihnen.

"Ich frage mich nur, warum wir dann nicht gleich bei der respektvolleren Form eines Etwas geblieben sind." Weil logisch falsch. Siehe oben.

"Ich glaube lieber an das unerklärliche ETWAS als an das unerklärliche NICHTS. So lasse ich mir die Möglichkeit offen mehr über dieses ETWAS oder NICHTS zu erfahren."

Ja, wieder die höhere (Ein-)Sicht der Gläubigen: Diese werden durch Glauben mehr erfahren - seit Jahrtausenden eine Behauptung, nie auch nur im Ansatz nachgewiesen.

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