Frage von BarbaraMoll,

Nur Online Zahlungserinnerung / Mahnung - rechtlich ausreichend?

Hallo,

ich habe vor ein paar Monaten etwas auf Rechnung (ca. 30 Euro) bei einer online Apotheke bestellt, leider habe ich danach vergessen das Geld zu überweisen, es kam scheinbar anfänglich (nicht in den letzten 3-4 Monaten) eine oder mehrere Erinnerungen oder Mahnungen per Email. Leider weiß ich es nicht genau da ich damals nicht in dieses Emailkonto (war das Konto meiner Mutter) geschaut habe. Es werden ca. alle 3 Monate alle Mails gelöscht, so dass ich nur sicher sagen kann dass in den letzten 3 Monaten keine Mail (außer Werbung, Gutscheine etc. dieser Apotheke) kamen. Per Post kam definitiv nichts.

Nun habe ich einen Brief von einem Inkasso Unternehmen bekommen, und meine Rechnung hat sich fast verdreifacht.

Kann mir jemand sagen ob das rechtlich einwandfrei ist dass man nur online erinnert/abmahnt? Ich bin natürlich aus allen Wolken gefallen als ich das Inkasso Schreiben bekam... Ein Schreiben der Apotheke hätte gereicht und ich hätte selbstverständlich gezahlt...

Ich habe bereits per Email an die Apotheke geschrieben, aber die meinten nur sie hätten mich damals per Email erinnert und da in den letzten Monaten keine Zahlung von mir kam hätten sie nun das Inkasso Büro beauftragt.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Lieben Dank,

Barbara

Antwort von rainerendres,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ich habe 3 Jahre in einem gr Inkassobüro gearbeitet

Die rechtsprechung bezüglich Inkassogebühren ist recht unfreundlich http://sudabeh.blog.de/2012/03/24/rechtsprechung-inkassogebuehren-13299956/

Mein Tip

Überweise die unstrittige Hauptforderung von 30 € plus 5 € Mahngebühr unangekündigt an die Online Apotheke ( verwendungszweck " nur hauptforderung) und weise anschließend gegenüber dem Inkassobüro die Forderung mangels Vorlage der Gläubigervollmacht gem BGB § 174 schriftlich zurück

...oder ,noch mal hier posten wenn der Inkassoladen sich wieder meldet

Eine Klage expl wg außergerichtliche Inkassogebühren ist wirtschaftlich absurd

Einige nervende Inkassobriefe kommen aber trotzdem

Antwort von kevin1905,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Die Inkassokosten sind irrelevant da rechtlich nicht einforderbar.

Überweise die Hauptforderung zzgl. der Verzugszinsen an die Apotheke und gut ist.

Dem Inkassounternehmen schickst du einen Brief, in dem du den Inkassokosten und "Phantasiegebühren" widersprichst und die Gläubigervollmacht nach § 174 BGB im Original haben möchtest. Die Weitergabe deiner Daten untersagst du.

Antwort von jaro54321,

Du hast deine Leistung erhalten und bist theoretisch sofort zahlungspflichtig! Diese 14 Tage Zeit usw sind reine Kulanz. Auch Erinnerungen und Mahnungen sind nur eine nette Geste. Mittlerweile ist viel Zeit verstrichen und da ist Inkasso normal.

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community