Frage von Julchen1401, 216

Nur mal angenommen, man wird beim ersten mal schwanger und keiner soll es erfahren, sollte man dann das Kind abtreiben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von annemarie37, 70

"Das erste Mal" ist kein Grund zum Abtreiben. Ausserdem ist da ja auch noch kein "Kind", sondern ein Embryo.

Ein Grund, die Schwangerschaft abzubrechen könnte z.B. sein, dass es sich um ein junges Mädchen handelt, das sich zu jung fühlt um Mutter zu werden. Oder sie stammt aus einer sehr konservativen Familie, die sie ausstossen oder ihr noch schlimmeres zufügen würde, wenn sie ein Kind bekommt. Oder der Mann von dem sie schwanger geworden ist, ist ein ganz fieser Typ, oder.... Aber ob das nun beim ersten oder beim 10. Mal geschieht, spielt dabei keine Rolle.

Antwort
von sozialtusi, 119

Das ist persönliche Entscheidung der einzelnen Frau.

Antwort
von Wissensdurst84, 129

Jeder muss diese Entscheidung selbst für sich treffen, dass kann dir hier keiner sagen. Aber mit Pro Familia gibt es in jeder Stadt kompetente Anlaufstellen.

Antwort
von Wonnepoppen, 85

Man sollte vor allem erst gar nicht in die Situation kommen, indem man richtig verhütet!

Kommentar von annemarie37 ,

Ganz genau, wollte ich auch eben schreiben.

Antwort
von minemon, 128

Das musst du entscheiden ob du das Kind denn behalten willst oder nicht.

Antwort
von armeskaenguru, 44

Hallo

Du meinst, beim ersten Mal Sex wird sie schwanger und niemand soll vom Sex/der Schwangerschaft erfahren?

Nun, ich nehme an, dass die Person dann noch sehr jung ist, vielleicht noch zur Schule geht.

Wichtig wäre, die Situation ganz genau zu analysieren und dann aufgrund dessen eine Entscheidung zu fällen.

Freundlichen Gruss

tm

Antwort
von DundF, 41

Es kann nicht darum gehen, was eine Frau tun soll, die ungewollt schwanger ist. Sondern es geht um sie, denn das Kind wächst in ihr heran. Darum ist es wichtig, dass sie eine Entscheidung treffen kann, mit der sie in vielen Jahren noch zurechtkommt.

Wenn die Frau das Kind nicht haben möchte kann sie es zur offenen oder verdeckten Adoption geben. Oder in einer Baby-Klappe abgeben. Einen Grund für eine Abtreibung kann ich persönlich da nicht sehen.

Antwort
von ka4815162342, 125

Es gibt kein "sollte" bei sowas, die betroffene Person muss das selbst entscheiden :) Es gibt aber auch im Internet Infomaterial darüber, wie man eine Schwangerschaft verheimlicht bzw. es gibt Beratungs-/ Anlaufstellen, die dich unterstützen und beraten :)

Antwort
von herja, 77

Hi,

man sollte lieber verhindern schwanger zu werden! Schon mal was von Verhütung gehört?

Kommentar von Julchen1401 ,

ja und ich bin ja nicht schwanger, micht interresiert es nur

Kommentar von herja ,

Ja, und was lernt man daraus? Auch schon beim Erstenmal verhüten, dann wird man erst gar nicht schwanger!

Antwort
von Julia23899, 107

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Antwort
von MehrPSproLiter, 83

Eindeutig eine eigene Entscheidung. Einfach gut verhüten, dann passiert nichts.

Antwort
von einalem15, 106

Abtreuben kann man bis zur zwölften woche. Der embryo ist dann schon ein paar cm groß.
Meiner meinung nach wird da ein mensch ein Lebewesen umgebracht, welches nichts dafür kann.
Grundsätzlich muss es aber jeder selbst entscheiden.

Kommentar von annemarie37 ,

In den ersten 3 Wochen nach Ausbleiben der Regel ist der Embryo 2-8 mm gross. Und da sollte - wenn sich das Mädchen zum Abbruch entscheidet - der Abbruch am besten durchgeführt werden. So frühzeitig wie möglich. Warum sollte sie bis 12 Wochen nach dem GV warten?

Antwort
von lunami11, 83

Wenn es keiner erfahren soll wird das ohne Abtreibung ziemlich schwierig...

Antwort
von Lemonyh, 75

Da du zu einer Beratungsstelle gehen musst und die Abtreibung im Krankenhaus stattfindet und du Minderjährig sein solltest, dann wird es wer erfahren, denn ohne Eltern keine Abtreibung. 

Kommentar von annemarie37 ,

Falsch: es braucht kein Krankenhaus, kann auch in einer Praxis gemacht werden (z.B. medikamentös).

Und Minderjährige können ohne Einwilligung und auch ohne Wissen der Eltern eine Schwangerschaft abbrechen, sofern der Arzt sie als urteils- und einwilligungsfähig erachtet.

Antwort
von rommy2011, 61

das ist eine schwere entscheidung und am besten holt man sich als so junger mensch hilfte bei profis wie zum beispiel  PRO FAMILIA, die beraten und helfen einem auch, wenn man sich für eine abtreibung entschieden hat.

 

Kommentar von annemarie37 ,

Das erste Mal könnte ja ... sagen wir mal ... auch mit 30 sein...

Antwort
von Methwurst, 70

ich gebe mir ja wirklich Mühe nicht immer gleich zynisch zu werden, aber Leute die anscheinend Gefahr laufen beim ersten mal nicht zu verhüten, sollten die Nachwelt von ihresgleichen schützen und kein Kind austragen.

entschuldigung

Antwort
von waldfrosch64, 65

In dem Falle sollte man eine bessere Lösung suchen ,denn Abtreibung wird nicht selten am Ende  für Betroffene zu einer Verlusterfahrung : 

Eine Anlaufstelle könnte hier werden :

https://vorabtreibung.net/content/ungewollt-schwanger-0

Deutschland :von Pro Femina e.V. schnell und direkt unter
der kostenfreien Hotline 0 8000 60 67 67. Aus Österreich und der Schweiz sind telefonisch über die kostenfreie Hotline 00 8000 60 67 67 0 zu erreichen.
 Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr für Sie da.

Kommentar von CalicoSkies ,

Pro Femina ist ein christlich-fundemantlistischer Verein, der extrem tendentiös gegen Abtreibungen informiert.

Pro Familia berät ergebnisoffen, neutral und darf - im Gegensatz zu Pro Femina - auch Beratungsscheine ausstellen.

Ich würde daher deutlich von Pro Femina abraten - Antiabtreibungspropaganda ist Fehl am Platz!

Kommentar von carn112004 ,

Pro Familia bricht täglich dutzende Male mit Absicht geltendes Recht, was von der zuständigen Aufsicht häufig befürwortet oder willentlich übersehen wird (siehe § 219 Abs. 1 StGB).

Deshalb ist davon abzuraten.

Wenn es eine Beratung sein soll, die Beratungsscheine ausstellt, sind Donum Vitae und Diakonie zu empfehlen, da dortigerseits zumindest Bemühen besteht, so zu beraten, wie dies eigentlich zu geschehen hätte:

http://www.donumvitae.org/beratung_fuer_schwangere_frauen

http://www.diakonie.de/service-navigator.html?action=map&e=Schwangerenberatu...

(Ist aber auch beides christlich geprägt, aber wenn alle nicht-christlichen auf die gesetzgeberische Absicht hinter dem Beratungskonzept einen feuchten Kehrricht geben, ist eben nichts anderes zu empfehlen.)

(Und nicht rummotzen, ich würde diskutieren; ich stelle lediglich einen Fehler in einem Kommentar zu einer Antwort klar)

Antwort
von Tokij, 76

Wenn du minderjährig (unter 16) bist und schwanger wirst, erfahren das sowieso deine Eltern.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Das stimmt ja nicht ,heute bekommt schon eine 14 Jährige eine Abtreibung ohne dass es die Eltern je erfahren werden ...dafür sorgt die Abtreibungs Industrie mit ihrer starken Lobby.

Kommentar von annemarie37 ,

heute bekommt schon eine 14 Jährige eine Abtreibung ohne dass es die Eltern je erfahren werden

Ja, unter Umständen schon, zum Glück, wenn sie einsichts- und urteilsfähig ist.

AbtreibungsIndustrie

existiert nicht in Deutschland und in andern Ländern gibt's bloss einzelne spezialisierte Kliniken. Aber "Industrie"... nein. Nur in deiner kranken Phantasie.

Kommentar von carn112004 ,

Die Formulierung:

"wenn sie einsichts- und urteilsfähig ist."

ist besonders schön mehrdeutig und lässt vieles offen.

Z.b. gabs 2013 mal in Chile eine 11-jährige, die wiederholt von ihrem Stiefvater vergewaltigt wurde (Nee, Scheidungen, wechselnde Lebensabschnittspartner, usw. sind völlig unproblematische persönliche Lebensentscheidungen, in die nun wirklich niemand jemals auch nur ein bischen kritisch hineinreden sollte) und schwanger wurde; Mediziner gaben an, die Schwangerschaft würde ihre Gesundheit gefährden.

Da Chila ein Abtreibungsverbot ohne Ausnahme hat, witterten natürlich Abtreibungsbefürworter ihre Chance einen Fuß in die Tür zu bekommen (ist immer so; anfangs geht es nur um Ausnahmen, wegen Vergewaltigung, Lebens- bzw. Gesundheitsgefahr, tatsächliches und einziges Ziel ist aber immer Abortion on demand and without apology; der Entwurf vernünftiger Regelungen zu Abtreibung wird durch diese trojanische Pferd Taktik natürlich unglaublich erschwert) und haben angefangen entsprechend Wirbel zu machen.

Dummerweise für Abtreibungsbefürworter in Chile hat die 11-jährige in einem Interview erklärt, dass sie das Kind bekommen und behalten möchte.

Jetzt steht man als "Pro-Choice" natürlich vor einem dummen Problem, würde man Pro-Choice wirklich, wirklich ernst meinen, müsste man mit einem "Tschuldigung, in dem Fall ist ja alles in Ordnung, sie will das Kind ja doch, ist ja ihre Entscheidung" die Zelte abbrechen und sich vielleicht einen anderen Aufhänger für das eigene politische Anliegen suchen; das will man natürlich nicht, da vergewaltigt, Gesundheitsgefahr laut Medizinern und 11-jährig einfach so gut als Aufhänger zur Durchsetzung der politischen Absichten taugt.

Also erinnert man sich flugs daran, dass "einsicht- und urteilsfähig" ein totaler Wischwaschi Begriff ist, spricht hier der Minderjährigen - OHNE SIE KONKRET ZU KENNEN UND NUR BASIEREND AUF EINEM EINZIGEN KURZEM ANONYMISIERTEN INTERVIEW - die Einsichts- und Urteilsfähigkeit ab, spricht dann davon, der chilenische Staat würde diesem Mädchen die Abtreibung verweigern (was für echte "Pro-Choicer" total lächerlich wäre, denn wenn sie keine Abtreibung will, verweigert Chile ihr auch nichts), damit man weiter Wirbel für Lockerung der Abtreibungsgesetze machen kann.

Nachzulesen hier:

http://www.theguardian.com/world/2013/jul/10/chilean-president-praises-raped-pre...

http://www.theguardian.com/world/2013/jul/10/chilean-president-praises-raped-pre...

und da ist erwähnt, dass sie das Kind zur Welt brachte und es zur Adoption freigab:

http://www.nzherald.co.nz/world/news/article.cfm?c_id=2&objectid=11364233

"Her rape followed close on the heels of another last year in which an
11-year-old girl named as Belen was impregnated by her stepfather and
had to give birth to his baby, ultimately putting it up for adoption."

(Anmerkung: Wenn es auch nur ein fitzelchen negative körperliche Auswirkungen auf ihre Gesundheit gehabt hätte, wäre das irgendwo groß und fett breitgetreten worden, weshalb ich die obige Behauptung der Mediziner anzweifele.)

@annemarie

Ja, du wirst nun einwenden, 11 ist nicht 14 und du hast nur was über 14-jährige gesagt. Blos wie man dem zweiten Link entnehmen kann:

"But experts said the girl's life was at risk and she was not prepared to take a decision about her pregnancy.

"At that age the girl doesn't have a capacity of discernment; not
even at age 14 would she have the mental and emotional capacity to
discern this
," said Giorgio Agostini, a forensic psychologist with
experience in child sex abuse cases.

"It's very likely that she is saying she wants to have the baby like a
living doll. We've seen this in other investigations," Agostini said.
"So what the president is saying doesn't get close to the psychological
truth of an 11-year-old-girl. It's a subjective view that is not based
on any scientific reasoning to support it.""

würde sie für chilenische Abtreibungsbefürworter auch mit 14 als nicht einsichts- und urteilsfähig gelten. Besonderes Schmankerl hierbei: Sogenannte "Pro-Choicer" haben effektiv dafür plädiert, dass bei einem 11-jährigen Vergewaltigungsopfer GEGEN DEN WILLEN des Mädchens eine Abtreibung vorgenommen werden soll, weil nur so ihre Rechte zu schützen seien.

Weshalb nun dieser lange Text, fragst du dich vermutlich schon länger. Nun damit du verstehst, warum meiner Einschätzung nach diese Begriffe:

"einsichts- und urteilsfähig ist".

vielleicht nicht von deiner Seite her, aber seitens vieler anderer "Pro-Choicer" EXAKT wie folgt zu verstehen ist:

Will die Minderjährige eine Abtreibung ist sie einsicht- und urteilsfähig und sie sollte die Abtreibung bekommen.

Will die Minderjährige keine Abtreibung ist sie nicht einsicht- und urteilsfähig, also sollte man ihr klar machen, dass es besser für sie ist, damit sie dann doch abtreibt.

Kommentar von carn112004 ,

Und dies wird leider auch von vielen, vielen Geschichten
von 16-,17- und 18-jährigen Schwangeren bestätigt, die von Mutter,
Eltern, Freund, usw. zu ProFamilia-Beratungen geschleift wurden, wo dann die  "neutrale" ProFamilia-Beraterin sich sozusagen mit Mutter und co. verbündet, um auf die Jugendliche bzw. junge Frau locker mal ein halbe Stunde einzureden, wie naiv, dumm oder was auch immer sie sei, nicht abzutreiben.

Und die vielen Post im Internet, wo "ProChoicer" Verhalten sich häufig strikt nach "Parteibuch" exakt wie folgt darstellt:

-Jugendliche will Abtreibung, Eltern sind dagegen -> "ProChoicer": selbstbewusst, reif, klug, finde deinen Weg, wie können die Eltern, setzt dich durch, hör nicht auf sie, ...

-Jugendliche will keine Abtreibung, Eltern wollen Abtreibung -> "Prochoicer": naiv, dumm, es gibt schon so viele Harzt4-Kinder, wenn du dir dein Leben ruinieren willst, hör auf deine Eltern, sie haben gute Argumente,...

Also sorry, aber das mit der Urteils- und Einsichtsfähigkeit, Respekt für die Entscheidung der Schwangeren selbst, usw. magst du vielleicht selber so meinen; aber wenigstens für einen Teil deiner Gleichgesinnten sind es nichts weiter als hohle Floskeln, die leztlich drecksegal sind und nur nützlich sind, solange sie dem dienen, was diese "ProChoicer" für das beste halten, egal was junge und teilweise nicht ganz so junge Schwangere tatsächlich wollen.

(Und ne, das ist nicht spiegelbildlich; wer grundsätzlich gegen abtreiben ist, bei vergewaltigen 11-jährigen wie bei 27-jährigen gesunden Doppelverdienern mit abbezahltem Eigenheim, der mag zwar seltsame Ansichten haben, meint aber was er sagt, heuchelt also nicht.)

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