Meine Schwester musste vor wenigen Tagen eine Nachprüfung in Mathe machen. Sie ist auf der Hauptschule, 9. Klasse, und es ging darum, ob sie in die 10A oder die 10B kommt. In der 10A wird der normale Hauptschulabschluss gemacht, in der 10B schließt man mit einem Realschulabschluss ab. Meine Schwester hatte nie Probleme in Mathe, hatte im ersten Halbjahr der 9. Klasse alle Klassenarbeiten befriedigend und hat dann im zweiten Halbjahr eine 3 eine 4 und danach leider eine 5 geschrieben und musste deshalb die Nachprüfung machen. Sowohl in der schriftlichen als auch in der mündlichen Prüfung wurde nur ein Thema abgefragt, und zwar das bei dem sie auch schon die letzte Klassenarbeit des Jahres 5 geschrieben hatte. In der schriftlichen Prüfung wurde sogar haargenau die selbe Arbeit vorgelegt!!! Im mündlichen Teil der Prüfung hat meine Schwester dann leider einen Aussetzer gehabt und wusste gar nichts mehr, und ist somit, trotz solidem schriftlichen Teil durchgefallen. Jetzt die Frage: Muss in einer Nachprüfung nicht eigentlich der komplette Stoff des Halbjahres abgefragt werden? Weil dann wäre die Nachprüfung wohl auch anders ausgegangen. Hat man eine Chance eine Wiederholung der Nachprüfung zu erwirken?

Wenn man schon die Nachprüfung geradezu auf den Präsentierteller geschenkt bekommt, ist es für mich unerklärlich, wieso sie selbst die Chance vertan hat, ihre Schwachpunkte durch Lernen aufzubessern. Ich brauche schließlich nicht das zu lernen, was ich ohnehin schon kann, sondern sollte damit rechnen, dass gerade die Schwächen abgefragt werden. Entsprechend lerne ich doch vorher. Es gehört schon ein besonderes Talent dazu, wenn man ausgerechnet das dann schon wieder versaut.
Jetzt den Fehler bei den Lehrern zu suchen, die dieses Thema ausgewählt haben, ist nichts anderes als fehlende Einsicht. Aber ist natürlich einfacher und schmerzfreier, anderen die Schuld zuzuweisen, als zu erkennen, dass man selbst das Ganze verbockt hat. Dazu braucht man nämlich Rückgrat und Reife.
Von einer Nachprüfung für eine Nachprüfung habe ich jedenfalls noch nie etwas gehört. Wieviele Nachprüfungen wären denn angenehm?

Glaube ich nicht. Das war ja schon die Nachprüfung!
Ja aber die Nachprüfung ist ja eigentlich nicht so abgelaufen wie es sollte
Marubeni am 18. August 2009 03:51 Wie es sollte? Oder wie man es sich gerne gewünscht hätte? Waren die Lehrer wirklich so unfreundlich, nicht vorher nachzufragen, wie die Nachprüfung am angenehmsten wäre? Echt eine Sauerei!
die nachprüfung hat gerade den sinn, einem schüler die chance zu geben, zu zeigen, dass die Schwächen, derentwegen man durchgefallen ist, behoben wurden! daher ist es selbstverständlich, dass die themen geprüft werden, die vorher ungenügend oder mangelhaft waren! die nachprüfung hätte keinen sinn, wenn man das prüft, was unproblematisch war. dann könnte man ja auch gleich eine nachprüfung in deutsch oder so machen!
Wenn sie dieselbe Arbeit noch einmal bekommt, die sie schon mal geschrieben hat, dann ist das doch eigentlich ein Geschenk des Lehrers. Das ist doch das erste, worauf man sich bei einer Nachprüfung vorbereitet!
Ja sie ist ja auch wegen dem mündlichen Teil durchgefallen bei dem ebenfalls nur das eine Thema dran kam!