Frage von wutz007, 5

NRW: Dürfen Zeugnisnoten verschlechtert werden, als Stafe für "ständiges reinreden bzw. Stören während des Unterrichts" ?

Auf die Frage nach einer Zeugnisnote hat mir ein Lehrer per eMail geantwortet:

"Was seine Note in GL betrifft, so muss ich Ihnen sagen, dass es sicherlich nicht mit seinem Wissen zusammenhängt, das ich ihm ... gegeben habe, sondern auf sein ständiges reinreden bzw. Stören während des Unterrichts."

Ist das rechtens ? Im Schulgesetz NRW finde ich anderslautende Kriterien für eine Leistungsbewertung ($48). Und die disziplinarischen Maßnahmen (§53) sind nicht einmal angewendet worden. Oder ist das der Preis für den Wegfall der Kopfnoten vor einigen Jahren ?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 4

Hallo!

Es kann durchaus in die mündliche Note einfließen, wenn jemand ständig stört und das in dem Umfang, dass es den Unterricht in seiner Durchführung gefährdet oder unterbindet. Dann wirkt sich das tatsächlich auf die Endnote aus.

Allerdings kann der Lehrer nicht die Note nach Gusto ändern, weil es ihm nicht passt dass jmd. immer wieder reinredet. Zumindest kann er davon nicht die Note in einem Fach abhängig machen bzw. verschlechtern. 

Normalerweise fällt sowas unter die Kopfnoten für Mitarbeit und Verhalten. Zu meiner Zeit (Mittlere Reife 2007) gab's diese noch (aber nicht in NRW), keine Ahnung wie das heute ist.. müsste evtl. mal in meinem Freundeskreis fragen, der einige Lehrer umfasst wenn dir das helfen sollte :)

Wenn es die Kopfnoten nicht mehr gibt, liegt es aber nah dass das Ganze in die mündliche Note einfließt & daher durchaus in die Endnote des jeweiligen Fachs einfließt. In dem Fall wäre es gesetzeskonform. 

Antwort
von Karsten1966, 3

Eine interessante Frage, die ich auch erstmal auf die Schnelle gegoogelt habe. Meine Meinung : Nein - er muß sachlich und fair Deine Leistung beurteilen (schriftliche Leistungsnachweise, mündliche Mitarbeit).

Störst Du den Unterricht, so darf sich das nicht in einer schlechten Zensur äußern, da gibt es andere Möglichkeiten der Disziplinierung (zB Rüge / Tadel / Strafarbeit).

Auf dem Zeugnis hat der Lehrer ja noch die Möglichkeit, Dein Sozialverhalten ("Bemerkungen") zu kritisieren.

Hier ist ne Menge Info dazu :

https://www.das.de/de/rechtsportal/schule-und-unterricht/noten-zeugnis/notengebu...

Antwort
von LordPhantom, 2

Das spielt in die mündliche Note. Die kann dadurch durchaus eine Note schlechter werden. Das kann dann eventuell zu einer schlechteren Zeugnisnote führen

Antwort
von Crimie812, 3

Soweit ich weiß ist das erlaubt. Du hast Recht, es gibt einen Unterschied zwischen Wissen und dem Reinreden, doch das Reinreden stört den Unterricht und  beeinträchtigt somit auch den Unterricht. Bei uns führt Stören des Unterrichts zu einer schlechteren mündlichen Note - die Zeugnisnote setzt sich dann aus schriftlicher und mündlicher Leistung zusammen.

Stört man also den Unterricht, so kann die Lehrerin/Der Lehrer durchaus als "Strafe" die Note verschlechtern, da man durchs Reinreden meiner Meinung nach auch ein gewisses Desinteresse am Unterricht zeigt.

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