In der parallelklasse meines Sohnes gibt es einen Schüler der die Klasse wiederholen muss. Dieser Schüler gibt in einem Fach die Arbeiten an andere Schüler weiter. Sie lernen die Antworten der Fragen auswendig und erzielen so super Noten.
Da die Arbeiten seitens der Lehrerin nicht geändert werden, wird diese Masche bis an Ende des Schuljahres weiter fabriziert.
Ich finde es sehr ungerecht den anderen Schülern gegenüber und möchte die Lehrerin am liebsten davon in Kenntnis setzen.
Das ganze ist herausgekommen, weil die Schüler damit geprahlt haben.
Was meint Ihr ?

das ist kein betrug, das ist das gegenteil, die schüler können sich so besser auf klausuren vorbereiten.
das wird in jeder ausbildung so gehandhabt, das an arbeiten aus vergangenen jahren geübt wird.
wenn der schüler den anderen das gelernte erzählt, kann man ihm das ja auch nicht untersagen.
wenn die lehrerin das nicht will, muss sie sich wohl mal bemühen und etwas anderes ausarbeiten.
oder meinst du, die lehrerin weiß das nicht, dass es so in der klasse ist?
glaube ich kaum, der funk wird auch sie schon erreicht haben.

Wieso Betrug? Ganze Unis und Studenten profitieren von Klausuren des Vorjahres! Der einzig verantwortliche ist der Lehrer, der zu faul ist, sich neue Fragen auszudenken!
Hast Du tatsächlich in Deiner Schulzeit keine Vorjahres- oder Parallelklassen-Arbeiten nachnutzen können ? Alle Achtung !
Nein, ich habe immer gelernt!
... bewunderung ...

Ich würde die Lehrerin auf jeden Fall informieren, denn hier handelt es sich um Betrug.

Ich würde an deiner Stelle ein Gespräch mit der Lehrerin führen. Sie wird dann sicherlich alle Arbeiten ändern.

Was glauben Sie eigentlich, was die Mitschülerinnen und Mitschüler mit Ihrem Sohn machen, wenn sie herausbekommen, wer da gepetzt hat? Die Schulzeit ist so schon schwer genug.
Definitiv liegt hier auch kein Straftatbestand vor. Wenn eine Klassenarbeit erst einmal geschrieben ist, dann ist sie öffentlich und bleibt das auch.

Primäres Problem ist ja, dass die Lehrerin zu faul ist, die Aufgaben der Klassenarbeiten zu verändern.
Wenn die lieben Kleinen das dann ausnutzen, darf sich niemand wundern.
Ich würde die Lehrerin informieren und sie auf die Konsequenzen ihrer Faulheit - musst Du ja nicht so nennen - hinweisen und notfalls die Schulleitung ansprechen.

Eine Rücksprache mit der Lehrerin halte ich für unangebracht; dann kann kannst Du auch gleich an die Tafel schreiben, wer da "gepetzt" hat. Für richtiger halte ich, den Rektor von diesem Tatbestand zu informieren, damit dieser auf die Lehrerin einwirkt. In diesem Fall hätte der Rektor die Möglichkeit, den Hinweis als anonym zu behandeln und die Lehrerin zu sorgfältiger Arbeit (Andern der Aufgaben) anzuhalten.

ich würde auch sofort die lehrerin informieren..

Ich würde es schon in einer geeigneten Form melden. Beachte dabei aber, dass Dein Sohn hinterher nicht als Verräter, Petze etc. dasteht.
Nein, denn mein Sohn war nicht der einzigste Zuhörer dieses Gespräches. Davon wissen ungefähr 50 Kinder der Klassen 7 !
agnostiker am 20. September 2007 08:58 Ok, aber DU wirst es hinterher melden und DEIN Sohn muss es eventuell ausbaden, wenn Du ungeschickt vergehst.
Dann wird es die Lehrperson auch bald herausbekommen!

ich würde mich da raushalten, die betroffenen Schüler werden es in der nächsten Klasse selbst merken, wenn der Stoff fehlt.
Ich meine, das Verhalten des Lehrers ist ein gutes Beispiel für allgegenwärtige Bequemlichkeit und Selbstbetrug.
Und ob ein Schüler dazu berufen ist, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, sollte er selbst entscheiden, da die bereits beschriebenen Folgen nicht zu unterschätzen sind.

Warum ist das Betrug, verstehe ich gerade nicht? Die Lehrer wissen doch dass zumindest ein Wiederholer in der Klasse ist. Es wäre womöglich unfair wenn er sein Wissen allein für sich behält. OK, ist wie im richtigen Leben, :) Beziehungen schaden nur dem, der sie nicht hat. Ob du als Elternteil evt. die Lehrer darauf hinweist, wenn sie es schon selbst nicht berücksichtigen, ist deine Entscheidung. Als Schüler würde ich es nicht tun. Höchstens evt. als Klassensprecher. Das scheint ja Thema zu sein, auch in der Klasse. LG Lotusblume
Zunächst wäre es interessant gewesen, wenn Du das F a c h genannt hättest. Als "Betrug" sehe ich die Sache nicht an, außerdem "lernen" die Schül. ja etwas, indem sie sich gezielt auf die Arbeit(en) vorbereiten. Von der Lehrperson ist allerdings zu erwarten, dass sie die Arbeitsaufgaben variiert und auf die jeweilige Schülergruppe und die Unterrichts- situation "zuschneidet". Wenn sie das nicht tut, obwohl ein "Wiederholer" andere informieren kann, geht das zu ihren Lasten und liegt in ihrer Verantwortung. Ich bin ganz ehrlich: So etwas ist in meiner Schulzeit auch vorgekommen, so habe ich mir manchmal in Chemie oder Physik eine "Drei" "erschlichen". Weder die Lehrperson selbst noch d. Vorgesetzte(n) würde ich informieren; die Lehrperson wird das vermutlich auch herausbekommen, wenn sie einen Widerspruch zu den mündlichen Leistungen feststellt, und da solche "Tests" ja nur e i n T e i l der Gesamtnote sind (max. 50 %), liegt auch kein "Notenbetrug" vor. Es handelt sich um eine Täuschungsmöglichkeit bei einer Klassenarbeit/schriftlichen Übung, die zu Lasten der Lehrperson geht. Gut finde ich das Verhalten der Lehrperson insgesamt nicht. Aber wie heißt es so schön: Man sollte nicht immer so viel Wind machen!