Wie hoch schätzt ihr den Stellenwert von Noten in der Schule und was ist die Einstellung eurer Eltern dazu?

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2 Antworten

Logisch wollten meine Eltern meine Noten wissen. Ob nun Stehgreifaufgabe oder Schulaufgabe oder Hausaufgabenüberprüfung oder Referat.

Allerdings hat sie es schon interessiert, wie und warum es zu einer (schlechten) Note kam.

Ärger hatte ich nie zu befürchten, denn meine Eltern wussten, das ich wirlichlich mein bestes gab. Bei Faulheit hätten sie mir doch arg ins gewissen geredet.

Einmal habe ich in einer Schulaufgabe eine 6 kassiert. Meine Eltern haben damals sogar mit meinem Lehrer geredet was nun am besten zu tun ist. Eine Leuchte war ich in dem Fach eh nie. Zusammen haben wir es dann noch auf eine schlechte 3 gebracht.

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Ich antworte mal als Mutter und Gegnerin des Schulbesuchszwanges.
Anm.: wer gerne zur Schule geht, gehört nicht zur meiner Zielgruppe.

Noten sind eine (oft) subjektive Momentaufnahme der Leistungsfähigkeit des jeweiligen Schülers.
Sie sagen absolut nichts darüber aus, was der betreffende Schüler mal in seiner Zukunft machen wird.
Noten erzählen einem ebenso wenig, ob damit ein gut bezahlter - bis zur Rente andauernder - Job erworben wird.

Ich persönlich halte nicht nur Noten für überflüssig, sondern auch den zwanghaften Schulbesuch.

Falls mir einer mit "aber dann lernt ja keiner mehr was" kommen will. Meine Antwort darauf:

"Der Mensch lernt von Geburt an immer und überall. Er lernt das, was er benötigt sowie das, was seinem Interesse entspricht. 
Menschen, die über ihren Bildungsort frei entscheiden konnten, sind oft sozial kompetenter als so mancher Schüler. Dass Schüler dennoch sozial kompetent sind, liegt daran, dass sie es trotz Schulbesuch geblieben sind.
Es müssen auch noch nicht mal die Eltern irgendeinen akademischen Grad haben. Schließlich leben diese wohl kaum auf einer einsamen Insel.
Sprich - Zusammenschluss mit anderen Familien, Führungen in Museen und Ausstellungen, Nachbarn mit Fachkenntnissen und und und...
Die Möglichkeiten sind vielfältig."

Ich bin also skeptisch, was die Zukunftsprognosen à la "wer schlechte Noten schreibt / keinen Schulabschluss hat, landet unter der Brücke".
Denn dort sind auch Menschen, die vor Jahren die Schule erfolgreich beendet hatten.

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