Frage von Jogg3r, 111

Notarkosten Erbauszahlung Haus von Oma?

Hallo,

ich bräuchte mal wieder eure Hilfe. Dieses mal geht es um ein wichtiges Thema. Bitte nur antworten wenn ihr auch echt ein wenig Ahnung der Problematik habt. Ich danke euch auf jedenfall schon mal im Voraus!

Es geht um folgendes:

September 2015 haben meine Cousine, mein Cousin und ich das Haus unser Oma geerbt (Deren Kinder sind schon lange gestorben).

Seit Sie denken können leben meine Cosuine und mein Cousin in dem Haus meiner Oma. Nur ich wohne bei meiner Stiefmutter und meinem Vater woanders.

Deshalb wollen meine Cousine und mein Cousin mich mit 30.000 Euro. Ich will also komplett auf das Erbe, also Grundstück, Haus, verzichten.

Die Zahlung soll jeweils mit 15.000 am 10.10.2019 nach meinem Studium erfolgen. Dementsprechend verzichte ich dann auf das Erbe und schreibe die Grundbucheinträge um.

Das muss man notariell aufsetzen lassen und dann unterchreiben nehme ich an, selbst aufsetzen und damit Geld sparen, ist bestimmt nichtig oder?

Wie hoch wären den ca. die Kosten wenn wir das den Notar erledigen lassen. Also komplettes Erbverzicht durch Auszahlung von insgesamt 30.000 Euro? Habt ihr da Ahnung? WIr haben ein wenig Angst uns sehr beim Notar erkunden zu lassen, da dies ja richtig teuer wird dann.. Deshalb wollte ich mich hier ein wenig informieren und bin über jede Antwort dankbar!

Gruß Jogg3r :-)

Antwort
von almutweber, 24

Wenn du noch nicht als Miteigentümer im Grundbuch für dieses Haus aufgeführt bist und dich einfach nur auszahlen lassen willst, dann lass einen entsprechenden knappen Vertrag vom Notar aufsetzen und sieh zu, dass der Gegenstandswert für notarielle Kostennote sich nicht auf den Wert des Hauses bezieht sondern auf deine 30.000 Euro. Also: "Ich, .....,  verzichte auf meine Erbansprüche aus dem Nachlass.....und erhalte eine Abfindung in Höhe von 30tausend Euro. Damit sind alle meine Ansprüche und Pflichten aus diesem Erbe abgegolten. Die Kosten für diesen Vertrag  ......" Da kannst du z.B. sehen, ob du ganz rauskommst aus den Notarkosten und die anderen diese übernehmen. Wenn nicht, dann Kostenverteilung nach ursprünglicher Erbquote, also jeder ein Drittel.

Antwort
von huldave, 60

http://www.notarkostenrechner.com/

Kommentar von Jogg3r ,

Hey danke, da war ich auch schon. Habe jedoch gedacht das das vielleicht bei Erbe etwas anders ist. 

Antwort
von webya, 59

So ganz habe ich die Frage nicht verstanden.

Dein Cousine ,dein Cousin und du haben ein  Haus geerbt. Die Kinder von deiner Oma leben nicht mehr?! 

Der WErt beträgt 90.000€ und du sollst jetzt 30.000€ bekommen?

Habt ihr schon einen Erbschein? Wer ist als Eigentümer im Grundbuch?


Kommentar von Jogg3r ,

Hi, ja genau, die Kinder unserer Oma sind tot. Im Grundbuch bzw. Testament ist geregelt das jeder 1/3 bekommt des ganzen Besitzes. Wir haben uns auf 30.000 geeinigt.

Kommentar von webya ,
  • Habt ihr schon einen Erbschein? Das ist der erste Schritt.
  • Umschreibung im Grundbuch auf euren Namen (ist in den ersten 2 Jahren kostenfrei)

Dann einen Kaufvertrag beim Notar machen und das Haus an deine Cousine und Cousin verkaufen.

Kommentar von Jogg3r ,

Erbschein?! :D Es kam nur das Testament per Post, also egtl nur ein Schreiben indem stand, dass alles gedrittelt wird. Grundbuch umschreiben, nicht das ich wüsste. Ich dachte das würde automatisch auf uns umgeschrieben werden nach dem Tod. Fände ich iwie logisch.. PS: im Schreiben steht: Falls zur Abwicklung des Nachlasses ein Erbschein erfoderlich sin sollte, wird vorsorglich darauf hingewiesen, dass dieser grundsätzlich nur auf Anftrag eines Erben erteilt wird

Kommentar von webya ,

Wendet euch an das Gericht für Nachlaßangelegenheiten. Ihr braucht einen Erbschein. Das Gericht wird dann auch eine Umschreibung veranlassen.

Danach kannst du deinen Anteil verkaufen.

Kommentar von Jogg3r ,

Okay danke, und die Kosten für den reinen Verkauf sind dann mittels des oben genannten Internetlinkes berechenbar?

Kommentar von webya ,

genau.

Kommentar von Jogg3r ,

Super danke. Und wenn wir uns jetzt erstmal alle eintragen lassen in das Grundbuch, was ja kostenfrei ist derzeit noch. Und wenn wir dann einen KV machen und ich dann auf Grundbucheintrag verzichte, kostet das dann aber nochmal extra Geld oder?

Kommentar von webya ,

Wenn das Haus verkauft wird an deine Cousine und Cousin, dann wird das auch im Grundbuch geändert. Das veranlaßt der Notar, denn dir gehört dann das Haus ja nicht mehr. Das Grundbuch muss dan auch geändert werden.

Kommentar von Jogg3r ,

Hm okay danke. Das wars dann. Also Amtsgericht Pirmasens Erbschein + Grundbuch eintragen lassen, dann Notar KV. Kosten ca. 600 Euro, damit haben wir auch gerechnet. Gut ich glaube dann ist alles geklärt, dankeschön :-) 

Kommentar von Ronox ,

Keinen Erbschein beantragen, sofern das Testament ein öffentliches war. Das ist in diesem Fall komplett unnötig, da der Erbnachweis im Grundbuchverfahren auch durch Eröffnungsniederschrift mit Testament geführt werden kann. Was ihr braucht, ist ein notariell beurkundeter Erbauseinandersetzungsvertrag. Gerichtskosten fallen innerhalb der ersten zwei Jahre auch in diesem Fall nicht an, da noch keine Grundbuchberichtigung durchgeführt wurde.

Kommentar von Ronox ,

Zur Klarstellung: Das bedeutet, dass deine Cousine und Cousin in diesem Fall sofort als neue Eigentümer im gewünschten Miteigentumsverhältnis eingetragen werden können.

Kommentar von Jogg3r ,

Das hab ich nicht so ganz verstanden.. Also einfach direkt bei dem Notar etwas aufsetzen lassen das sie die Besitzer im Grundbuch sind im Austausch gegen 30.000 Euro? Also doch kein Gericht aufsuchen?

Kommentar von Ronox ,

Wenn das Testament ein öffentliches Testament ist. Z.B. notariell beurkundet, dann dient die Eröffnungsniederschrift des Nachlassgerichts und das Testament als Erbnachweis. Die Erteilung eines Erbscheines (was mit zusätzlichen Kosten verbunden wäre) wäre damit überflüssig. Wenn noch keine Grundbuchberichtigung durchgeführt wurde, also noch eure Oma im Grundbuch als Eigentümerin engetragen ist, dann ist auch die sofortige Eintragung der Eigentümer nach Erbauseinandersetzung innerhalb von zwei Jahren seit dem Erbfall kostenfrei. Es würden daher überhaupt keine Gerichtskosten beim Grundbuchamt anfallen, sondern nur Notargebühren für den Erbauseinandersetzungsvertrag.

Was du also überprüfen musst, ist, ob es sich um ein öffentliches Testament handelt. Das ist schon einmal nicht der Fall, wenn es lediglich handgeschrieben und kein Notar mitgewirkt hat. Dann wäre wiederum ein Erbschein erforderlich.

Kommentar von Jogg3r ,

Also notariell beglaubigt ist es! Kopie des Protokoll samt Unterschrift und Beglaubigung haben wir per Post bekommen. 

Kommentar von Ronox ,

Dann reicht dieses mit höchster Wahrscheinlichkeit als Erbnachweis aus. Es kommt dabei natürlich noch auf den Inhalt an, aber in fast allen Fällen ist das unproblematisch. Ihr solltet also vorerst keinen Erbschein beantragen. Sollte das Grundbuchamt einen Erbschein verlangen oder der beurkundende Notar dazu raten, dann könnt ihr das immer noch nachträglich machen.

Kommentar von Jogg3r ,

Okay, danke. Komme ich günstiger weg wenn ich den KV selbst aufsetze und es sozusagen einfach nur beglaubigen lasse oder spielt das kein Unterschied?

Kommentar von Ronox ,

Zumindest die Auflassung muss für das Grundbuchamt notariell beurkundet werden. Daher ist es sinnvoll, direkt den ganzen Erbauseinandersetzungsvertrag vom Notar beurkunden zu lassen.

Antwort
von SquadStein, 16

Was Du suchst, ist eine Abschichtung: http://www.erbfix.de/2016/08/abschichtung.html

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community