Frage von Remo9999, 175

Notar Verdienst ungerecht?

Ein Notar oder Anwalt verdient prozentual am Wert des Gebäudes oder Streitwert.

Wird ein Haus für 190.000 Euro verkauft verdient er bei 1,5% Gebühren 2850 Euro. Bei einem Haus das 5 Millionen kostet 75.000 Euro. Da der Notar für beide Häuser praktisch die gleiche Arbeit leistet, ist das nicht ungerecht? Oder haftet der Notar für irgend etwas und lässt sich sein Risiko bezahlen?

DANKE"

Antwort
von wfwbinder, 128

ER verdient es nicht, er hat es als Umsatz.

Er hat Praxiskosten, für Mitarbeiter, Miete usw.

Ausserdem sind Beurkundungen von Millionenobjekten sehr selten.

Er beurkundet auch UGs für rund 60,- Euro was aber viel Arbeit macht.

Ich kenne Notare, die das Notariat wieder abgegeben haben, weil auch der Arbeitsaufwand an Dokumentationen sehr groß ist. So ist das Notariat praktisch nie geschlossen. Ein Notar braucht immer einen Notarvertreter, selbst wenn er nur 2 Tage auf Kurzurlaub geht.

Und es dauert auch eine ganze Zeit bis man als Notar soweit ist, dass man solche großen Beurkundungen bekommt. Viele bekommen das nie. Die kommen über ein Mehrfamiliehaus für 500.000,- irgendwo auf dem Land nie raus.

Natürlich haftet der Notar ausserdem auch dafür, dass er richtig beurkundet. Während er bei Beglaubigungen ja nur die Richtigkeit von Unterschrift und der Identität der Person haftet, steht er bei Beurkundungen dafür, dass der Inhalt richtig ist und rechtlich zulässig ist.

Er muss das Grundbuch einsehen bevor er beurkundet usw. usw.

Antwort
von lesterb42, 104

Die Notargebühren sind gesetzlich geregelt. Wenn du meinst, dass das ungerecht ist, wende dich an deinen Bundestagsabgeordneten.

Antwort
von WosIsLos, 141

Die Notargebühren sind eben nicht leistungsbezogen.

Kommentar von Remo9999 ,

Aber warum darf ein Notar so etwas? Wo anders fällt das unter Wucher...

Kommentar von beast ,

weil ein Notar auf Honorarbasis arbeitet..... Der legt  sein Gehalt und seine  Gebühren selber fest. Wenn Die  einer zu teuer ist  suchst  dir halt einen  billigeren

Kommentar von PolluxHH ,

Notare sind in ihren Gebührforderungen an das bundeseinheitliche Gerichts- und Notarkostengesetz gebunden, sie setzen ihre Gebühren keinesfalls frei fest. Es gibt sogar die Möglichkeit bei der Bundesnotarkammer, notarunabhängig anfallende Notargebühren zu errechnen.

Antwort
von grisu2101, 119

Natürlich hat der Notar auch eine gewisse Haftung....

Antwort
von DerGeodaet, 94

Hallo,

wie alle Gebühren unterliegen diese einer Mischkalkulation, die vom Verordnungsgeber durchgeführt wird. Mal deckt die Gebühr etwas mehr als den Aufwand ab und mal etwas weniger.

So ist es halt.

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