Frage von IAmNothingAtAll, 88

Normales, soziales Verhalten?

Hey

Also ich hab ne ganz simple Frage: "Ist mein Verhalten gegenüber meinen Mitmenschen 'normal' ?"

Also ich bin (seit ca. Nem Jahr) generell nie gut drauf. Manchmal eher weniger, manchmal mehr. Als gut gelaunt, bezeichne ich mich, wenn ich von mir aus ein paar Gespräche mit Klassenkameraden anfange, ihnen halbwegs zuhöre, und ab und zu ein Lachen zustande bringe. Doch nach ner Zeit wird das auch wieder zu 'anstrengend' . Schlecht gelaunt ist bei mir etwa so: Ich sitze wie ein Kartoffelsack im Unterricht, starre stur auf eine Stelle, versuche nicht mal der Lehrerin zuzuhören, und ignoriere mein Umfeld komplett.

Dabei kann ich das gar nicht in schlecht und gut unterteilen. Dafür sind die entsprechenden Gefühle einfach nicht da. Deshalb machen wir mal "besser" und "schlechter" draus. Den Großteil über, bin ich absolut Neutral/Gleichgültig. Ich antworte auf Fragen, passe so gut es geht auf-also teils, Lächel hin und wieder über Witze der Lehrer/Schüler, das wars.

Nie bereitet mir etwas Freude. Das ist mir besonders stark bei dem Urlaub letztes Jahr in den USA aufgefallen. Ich war immer soo aufgeregt bei Reisen -hab kein Essen runterbekommen. Ich hab ganz normal gegessen und war teils sogar gelangweilt, das hat mich selbst sehr verwundert. Auch meine Familie dort, tuschelte und fragte was mit mir sei. Jeder in meinem Umfeld meint ich wär perma. Schlecht gelaunt und hätte nie Lust zu iwas.

Ich bin Antriebslos, kleine Sachen wie aufstehen und iwas holen, belasten mich. So lächerlich es auch klingt. Hausaufgaben? Unmöglich. Ich könnte mich selbst dafür Ohrfeigen. Aber ich schaff es einfach nicht sie zu machen. Auch wenn ich schon (was nie vorkommt) am Schreibtisch sitze. Aber auch andere Sachen. Lesen, zeichnen, schreiben, Freunde treffen... unmöglich-alles wird liegen gelassen. Ich fühle nichts in mir, einfach nur ein großes Loch.

Wenn ich noch vor 2 Jahren (mit 15) gelogen hab, wurde ich nervös und verhaspelte ich mich oft und auffällig. Heute hab ich nur meine regungslose Miene auf und spreche meine "Lüge" monoton aus. Man erkennt den Unterschied nicht, wenn ich es nicht will. Zwischen Erzählungen, smalltalk, Lügen... alles die gleiche Mimik und Tonlage-leise.

Ich habe zudem auch noch (wahrscheinlich) ein Trauma, was sich aber auf spezielle Geräusche bezieht. Dazu noch einige Zwischenmenschliche...Unsicherheiten? Ich weiß nicht wann eine Umarmung / Hallo angebracht ist. Hab panische Angst davor, zu Versagen, bin hochsensibel wie andere mit mir umgehen. Jeder Tadel an mir, frisst sich in mich hinein. Mal sehne ich mich nach Freundschaft und Menschen -ziehe diese zu mir, und dann stoße ich sie Tage danach wieder von mir. Ich kann nichts dafür... Aber sobald ich "sowas" dann hab, will ich es nicht mehr... Info: Hatte keine leichte Kindheit. Wurde oft bis aufs übelste beschimpft und geschlagen. Grundlos, für Dinge die man nicht bestrafen sollte... (lautes kauen

Was ist los mit mir? Was hab ich nur?

Antwort
von ichglaubsnich, 33

Hallo du.. erstmal.........ich weiß nicht, ob du das hören möchtest, aber wollte ich dir mein Mitleid aussprechen. Das klingt ziemlich "grau" - alles ist leer und bedeutungslos, nichts wirklich aufregend, nichts was einen wirklich bewegt/berührt, wofür es sich eigentlich auch überhaupt zu leben lohnt..

ich hatte mal dasselbe Problem wie du (war sogar auch 17 zu der Zeit, aber das tut ja nichts zur Sache) ..im Nachhinein würde ich sagen, ich war innerlich schon gestorben, sogut wie tot ..bloß meine Körperfunktionen (mein Lungen, mein Herzschlag) haben noch funktioniert ..aber mein Herz, mein "eigentliches Ich" war gestorben...

ich habe mich dann ausgiebig (naja, bin auch drauf gestoßen worden, aber heute sage ich - zum Glück) mit der Frage damit beschäftigt, warum ich hier bin, was der Sinn des Lebens ist....und das hat mich wieder "aufgeweckt" ...ich glaube das solltest du auch mal tun, denke, das könnte dir nützen (dich sehr intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen), weil - wenn man erstmal (weißt die meisten Menschen nicht wissen/haben) herausgefunden hat, was der *eigentliche* Grund für seine Existenz ist, warum man *wirklich* lebt ..dann macht auch das eigentliche Leben vor sich wieder Sinn, die Dinge fangen wieder an Bedeutung anzunehmen - und wichtig für dich zu sein/werden (statt dieser Bedeutungslosigkeit)..

hm..ich werd dir mal gleich als Kommi unter meine Antwort einen Link posten, von einem Video von jmd, der darüber redet, warum wir wohl hier sind, in Frage stellt, was das alles für einen Sinn haben soll.. wenn du magst schau es dir mal an, vllt hilft es dir/regt dich zum Nachdenken an.. (falls es dich übrigens interessiert, das ist bloß der Trailer - aber die anderen Teile (ist eine Reihe) könntest du auch auf Youtube finden)

wünsche dir alles alles Gute ..und dass du da wieder rauskommst und die Heilung findest ! :*

Ganz lieben Gruß

Antwort
von Cabezza, 44

Hey, du bist einfach nur etwas antriebslos oder vielleicht bist du auch ein wenig depressiv. Aber wer bin ich schon das ich urteilen darf :P

Viele haben kein großes Verlangen an sozialer Interaktion, das ist nichts schlimmes. Die Antriebslosigkeit kann temporär bedingt sein, als Jugendlicher schwanken die Emotionen auch wenns sich blöd anhört.

Eine zweiter Meinung vom Facharzt (Psychiater) würde nicht schaden. Viele Jugendliche und Erwachsene gehen regelmäßig zum Psychiater. Das ist ein Arzt wie jeder andere auch.

Wünsche alles Gute und LG

Antwort
von IDontCareSoWhat, 14

So, ich versuche nun in dieser Antwort, alle noch offenen Fragen decken.

Das ist nicht nur in der Schule so: -> "Mit Freunden treffen, unmöglich"

"Vor zwei Jahren war ich 15" Das beantwortet sich von selbst

Ich übe Selbstkritik aus, weil ich nicht andere Leute für mein (nicht)Gefühlsleben verantwortlich machen kann. Nicht die anderen sind Schuld, wenn ich sie als Störfaktor ansehe. Das bin allein ICH

Naja ein Grund, dass ich Leute in meinem Alter "doof" finde ist, dass ich ihre Ansichten von bestimmten Dingen einfach nur erbärmlich sind. Oder die Ausdrucksweise... "Saufen!" "Bist du Gay oder was?" Lass uns zum Japsen gehen" " Ey Nigger" und noch mehr.

Im allgemeinem: Ich sehe mich als unparteiisches, nachdenkliches Wesen das irgendwo im nirgendwo rumdümpelt. Andere beim Leben zuschaut, gern auch wie sie fühlen und denken möchte... Aber diese Denkweisen, Gefühle wurden mir wie es ausschaut verwährt.

Das macht mich einsam, ich fühle mich wie isoliert, von anderen durch eine unsichtbare, klare, dicke Glasscheibe. Viele sagen: *****, du hast das Ziel des Lebens schon erreicht, du sollst das schätzen und froh sein. Ehh? Momentmal, froh? Nein...

Wie soll ich mit meinen nicht vorhandenen Gefühlen, komischer Denkweise und mit einem innerlich schwerelosem Gefühl- Gedanken, wo nur der Körper mich am Boden hält, leben? Dafür gibt es weder einen Job, noch ein Hobby oder sonst etwas.

Ich werde einsam und allein bleiben, für immer. Das ist eine klare und realistische Tatsache. Ich bin ein Optimist? Nein, für Träume ist diese dunkle Welt nicht geschaffen, für kurze Zeit brennt das Licht in dir, und dann erlischt es, durch den grauen Smok der Gesellschaft und der nicht erfüllten Träume. Pessimist? Nein, dafür ist die Welt schon zu fad, grau... einfach der Planet Erde mit seinen Einwohnern, das reicht vollkommen für ein klares Bild. Wenn man das erreicht hat, ist man weder Optimist, noch Pessimist.

Man wird zum Realist, und vielleicht noch etwas darüber hinaus -schwere(los) in Gedanken, losgelassen von allem.

Und dafür, für mich und vielleicht noch andere Menschenwesen dieser Welt, gibt es kein Platz.

-Nirgends, nie

Wenn Lehrer was über ihre Schüler schreiben müssen, stand bei mir jedesmal: ***** ist eine sehr nachdenkliche, ruhige und zurückhaltende Person" -Auch wenn ich laut(er) sprechen würde, verstehen würde mich trotzdem keiner

Und selbst jetzt ertrinke ich in Selbstzweifel, und frage mich: Stimmt das? Ist das so? Bist du dir da sicher? -Ich weiß es nicht Und so wird es bleiben, immer

Ich kann mir bei mir nicht sicher sein... Woher stammt das Geschriebene? -Idk Fühle ich das wirklich? Idk Wer bin ich? Idk Was bin ich? Idk Bin ich verrückt? -idk. Sehne ich mich nur nach aufmerksamkeit und erfinde das alles, und bin eigentlich so wie jeder andere "normale" Mensch?

Idk - Ich weiß es nicht

Doch wer gibt mir die Antworten, nach denen ich mich so sehne? Am liebsten würd' ich einschlafen, und nie wieder aufwachen. Es hat doch alles keinen Sinn mehr

Antwort
von sara1012, 28

Hallo,

Ich muss ehrlich sagen, dass viele Punkte, die nanntest auch auf mich zutreffen. Vielleicht hast du nur ne Phase oder so? Wahrscheinlich nicht, aber ich zum Beispiel bin 13 und sehe alles negativ und fühle mich zwischen den ganzen kindischen gleichaltrigen so erwachsen. Oftmals beleidige ich Leute und das tue ich sogar gerne, weil ich finde, dass jeder alles wissen sollte was man über einen denkt. Oftmals fühle ich ich dabei ziemlich asozial, aber ich mach immer nen Witz daraus. Ich glaube, du bist einfach ein Pessimist(oder auch Realist) und wenn dir das nicht gefällt, dann denk dran: Eine Studie hat bewiesen, dass Pessimisten länger leben^^.  Das ist auch nicht unbedingt negativ, dass man so denkt man sieht einfach man sieht sie, wie sie wirklich sind. Irgendwann kommt es dir normal vor. Also war bei mir so... Das alles hat dir wahrscheinlich null weitergeholfen, weil ich nur von mir erzählt hab, aber naja. Ich dachte mir, ich könnte auch meinen Senf dazu geben.:D

Antwort
von Roxanyra, 45

Höchstwahrscheinlich nh Depression. Du solltest mal n Therapeuten aufsuchen. Ich kenn diese Situation.

Kommentar von Roxanyra ,

Also das klang jetzt blöder als es gemeint war. Aber du solltest echt in Therapie gehen, auch um deine Vergangenheit zu verarbeiten.

Antwort
von Ninamarie12, 28

Hallo! So kann man es nicht verallgemeinern.1 wie alt bist du denn ? 2 du beschreibst wie du in der Schule bist ? Die Schule ist nicht alles !! Wie bist du denn im freizeit oder zu Hause ... hast du Hobbies ?? Du schreibst sehr objektiv /selbst und führst Selbstkritik Durchgehend ! Ich glaube bevor man über Depression oder was extremes sucht sollte man bedenken über mögliche Faktoren die villeicht dein VERHALTEN verursachen 

Ich tendiere eher auf ein unwohlgefühl in der Schule /Ursachen finden bzw .Probleme eventuel mit der Lehrer /in !!

Man soll nicht alles auf die psycho schieben ..menchen sind halt von Natur aus launisch :))

Antwort
von Raphiii, 26

ich denke auch Depressionen eventuell mit ner angststörung...geh doch mal in die ambulante Psychiatrie und red mit nem psychologen/Psychiater

Antwort
von Agaven, 14

Ich glaube das ist etwas extrem ausgeprägt, aber so in der Art war es bei mir vor einem Jahr (bin jetzt 15) auch. Mit dem Unterschied, dass ich nie der Lehrerin zuhörte, regelmäßig im Unterricht eingeschlafen bin( und nicht nur im übertragenen Sinne...) Dafür hatte ich noch genau 10min am Tag soziale Kontakte, bei denen ich komplett aus meiner Rolle heraus geschlüpft bin und offen bei einem kleinen Spaziergang geplaudert habe.
Naja und seit ein paar Monaten bin ich wieder genau wie vorher, mit dem Unterschied, dass meine Klassenkameraden nur denken ich hätte die Droge gewechselt...;)

Antwort
von Ninamarie12, 10

Du bist ein Realist und du bist tiefsinnig /du hast den Talent ehrlich und selbst treu zu sein...viele können es nicht :)

Du scheinst es noch nicht zu wissen aber eines Tages begreifst du es ^^^

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