Frage von lichtertier, 40

Normales Leben, Freunde, Frauen aber dennoch Depressionen. Warum?

Hallo zusammen,

ich bin männlich und mittlerweile 25 Jahre alt, studiere im 5ten Semester irgendwas mit Medien. Mein drittes angefangenes Studium. Ich habe einiges auf dem Herzen. Vielleicht könnt ihr ja Ratschläge, Tipps und Lebensweisheiten geben. Meine Geschichte fängt wie folgt an. Als ich Kind war hatte ich schwere Fieberkrämpfe, Tourette Ticks (meist Zuckungen an den Augen und sämtliche Muskelpartien am Körper) und Migräne. Durch die Ticks wurde ich sehr oft gehänselt in der Schule. Mein Selbstwertgefühl war nicht sehr ausgeprägt und ich war allgemein eher ein spätzünder. Ab meinem 14 Lebensjahr auf dem Gymnasium hörten die meisten meiner sichtbaren Ticks auf und somit lernte ich die übrigen etwas zu verstecken und mir nichts anmerken zu lassen. Mittlerweile lernte ich meine erste große Liebe kennen. Sie verließ mich. Es entwickelte sich um mich herum ein unglaublich loyaler Freundeskreis und eine Clique die durch den Sport den wir betrieben noch gefestigter wurde. Die Jahre 16-20 waren unglaublich intensiv und sehr schöne Erinnerungen blieben mir dort. Frauen beschreiben mich als gutaussehend und somit, hatte ich was das anging oftmals ein paar Neider. Ich entschloss mich nach meinem Abitur nach Neuseeland zu gehen. Alleine weg von Freunden und Familie. Weg von meiner damaligen Freundin. Ich erlebte ein Jahr, dass mich in meinen Erwartungen so sehr übertroffen hatte, dass ich als pures Hochgefühl beschreiben muss. Ich lernte unglaublich tolle Menschen/Frauen auf der Reise kennen und lernte sehr viel über mich. Kontakt hatte ich in dieser Zeit leider kaum zu Freunden/ Familie. Ich kam also mit 21 Jahren wieder nach Deutschland. Mittlerweile hat sich meine Clique aufgelöst. Leute sind studieren gegangen. Nichts war wie vorher. Ich versucht meine zerbrochene Beziehung zu retten, ohne mich um meine Zukunft zu kümmern. Diese zerbrach. Ich wusste nicht, was ich machen oder werden sollte. Aus Selbstmitleid fing ich ohne Plan ein Studium in einem Fach an, dass mir überhaupt nicht zusagte. Nach einem Semester, viel Alkohol und falschen Freunden ging es dann nochmal 2 Semester ins Ausland in einem völlig anderen Studiengang. Diesen habe ich auch abgebrochen. Ich merkte wie ich immer isolierter wurde. Ich fing auch an zu kiffen. Raffte mich aber auf und gab mich nach außen immer als der „coole“. Der mit den Frauen gut klar kommt. Der Spaß auf jede Party bringt. Ich erzeugte ein Scheinbild, von dem der ich sein wollte. Innen drin sah es anders aus. Nachdem ich nun wieder in Deutschland studiere und mittlerweile eine weitere schlechte Beziehung hinter mir hatte, stellte ich mir selber die Frage, ob es so weiter gehen soll. Ich hab mit dem kiffen seit nun mehr als einem Jahr komplett aufgehört. Mache sehr viel mit Freunden die ich hier kennen gelernt habe und mehrmals die Woche Sport. Sehr guten Sport. Fühle mich auch fitt.

Antwort
von PicaPica, 13

Dann frage dich, was an Umständen und Gefühlen für dich im Ausland anders war, als jetzt und hier.

Dass du dich selbst wieder aus dem Kiffersumpf herausgezogen hast - Respekt. Auch wie du dein Leben so meisterst verdient durchaus Anerkennung.

Allerdings wäre es gut, wenn du dir das feste Ziel setzen würdest, auf das du hinarbeitest. Einen Beruf, der dir mal Spaß machen könnte und von dem du deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst.

Das mit den Ticks etc. kann man evtl. medikamentös in den Griff bekommen? Aber da kennst du dich besser aus.

Wenn es (auch) an den Menschen liegt, dass du hier nicht so glücklich und frei sein kannst, wie in Neuseeland, wirst du wenig machen können, aber dann lass einfach das Vergleichen sein. Lass dich wieder auf dieses Land und die Mentalität seiner Leute ein (was du ja bereits tust), oder wandere in deine Wahlheimat aus.

Bedenke aber, dass es eine Sache ist, da mal ein, oder zwei Jahre zu sein, eine andere da zu leben.

Antwort
von Wilkinson, 19

Soso... Du studierst im 5. Semester und kannst nicht mal definieren, wie konkret sich Dein Studium nennt? (Irgendwas mit Medien)

Dein Satzaufbau, die Interpunktion, ganz zu schweigen von sehr häufig fehlenden Satzzeichen, zeugen nicht ansatzweise von der Schreib- und Ausdrucksweise eines Studenten, der noch dazu vorgibt, sich im 5. Semester zu befinden.

 ICH falle auf so einen Fake nicht herein.

Kommentar von lichtertier ,

Hallo Willkinson,

ich studiere in der Tat "etwas mit Medien". Ich möchte aber nicht auch noch meine Heimatadresse und Telefonnummer angeben. Ich hoffe du verstehst, was ich meine. Und entschuldige, dass mein Satzbau und meine Interpunktion dir missfällt. Ich habe gerade eine Flasche Wein getrunken und habe diesen Text sehr schnell geschrieben. Aber Danke.

Antwort
von Feldspatz, 4

Es wäre doch gut, wenn du als erster Punkt anerkennst, dass du mit dem Schein-Teil des Lebens super zu recht kommst, mit dem Sein-Teil aber nicht. Das heisst, du brauchst Hilfe und die solltest du dir zugestehen. Ein Forum reicht nicht und es ist auch nicht der Ort, an dem du ein ganzes Leben besprechen kannst. Geh zum Psychologen, das ist ganz bestimmt hilfreich.

Antwort
von lichtertier, 21

Habe einen super Nebenjob und sehr viele Leute/Bekannte um
mich herum. Tue weiterhin gutlaunt und lieb zu meinen Mitmenschen. Allerdings
merke ich immer mehr, wie sehr mich meine Depressionen gefangen halten und
meine Gedanken kontrollieren. Es ist ein kommen und gehen. Eine Achterbahn der
Gefühle. Manchmal bin ich super selbstsicher, verlass mich auch sehr auf mein
gutes aussehen und im gleichen moment zerfall ich wieder, wie ein Kartenhaus.
Ich habe keine besten Freunde mehr. Nur noch Bekannte. Ich kann zu niemandem
mehr richtig eine emotionale Beziehung auf bauen. Zu dem habe ich immernoch
meine Ticks und ich bin dauerhaft angespannt. Versuche es mir sehr oft nicht
anmerken zu lassen und mache Späße oder witze. Wenn man mich trifft, denken
alle, dass alles Okay sei. Ich bin innerlich traurig. Ich habe in
Stresssituationen plötzlich auftretende Schwindelattacken. Ich weiß, dass ich
mir über die ganzen Jahre eine große Illusion aufgebaut habe und langsam aber
sicher alles brökelt. Auf der einen Seite gebe ich mich nach außen sehr
selbstbewusst, aber auf der anderen Seite ist mein Selbstwertgefühl wieder am
Boden.

Ich hoffe, jemand kann mein Anliegen verstehen und mir
vielleicht den ein oder anderen Ratschlag geben. Ich weiß, dass es vielen,
vielen Menschen weit aus schlechter geht und sie größere Sorgen haben.
Allerdings geht es mir dadurch auch nicht besser. Ich möchte so gern meine
Lebensfreunde zurück wie damals als  im
Ausland war...

Ich danke Euch für die Mühe den text durchzuackern. Ich
wünsche euch das beste auf der Welt und Kopf hoch. Ich versuche es. Jeden Tag.

lichtertier

Kommentar von lichtertier ,

dies ist der 2te Teil meiner kleinen Geschichte.

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