Frage von TheTrueSherlock, 81

Normal, dass man in der Familie nicht so wahrgenommen wird?

Hey,

ich bin Langschläferin und zusätzlich noch depressiv und liege deshalb gerne länger im Bett. Gut, bin heute auch erst um 5 Uhr ins Bett, weil die letzten Wochen sehr anstrengend für mich waren (viel lernen -> früh ins Bett gehen) und ich das Bedürfnis hatte, nun lang aufzubleiben.

Bin heute um 17 Uhr immer noch im Bett gewesen, war leicht schockiert, als ich die Uhrzeit sah.. Es hat sich wie 14 Uhr angefühlt und dachte ich wäre nicht so depressiv heute gewesen, vielleicht dann eher doch müde. Auf alle Fälle weckt mich meine Familie oftmals mittags, wenn es Mittagessen gibt. Heute hat keiner bemerkt, dass ich immer noch im Bett liege. Fühle mich bisschen allein gelassen, unwichtig deshalb.. ist es normal, dass man nur so wenig wahrgenommen wird? Es ist auch öfters so, dass ich mit meinem Vater an manchen Tagen kaum was rede bzw. wir uns kaum sehen, aber mit ihm habe ich auch noch andere Probleme. Naja, nervt mich auch zusätzlich, dass wir nur unregelmäßig Mittag essen..

Antwort
von Kapodaster, 33

Deine Beschwerde ist nur schwer nachvollziehbar.

Nur, weil deine Familie dich einmal nicht rechtzeitig zum Mittagessen weckt, schließt du daraus, dass du "nur so wenig wahrgenommen" wirst? Wie wäre es, wenn du es einrichtest, zu Zeiten wach zu sein, wenn sich deine Familie zum Essen trifft?

Bei dir scheint außerdem eine ganze Menge unausgesprochene Unzufriedenheit mitzuschwingen. Eine Depression ist eine ernste Erkrankung - ob sie bei dir vorliegt, muss ein Arzt entscheiden. Und dann musst du etwas dagegen unternehmen. Warten, bis du "wahrgenommen wirst" ist da wenig produktiv.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

bin schon in Therapie
das hat nicht nur mit dem Mittagessen zu tun, das war nur ein Beispiel. Allgemein das man nicht bemerkt, ob ich da bin oder nicht, ob ich lebe oder nicht.. die fehlende Kommunikation.

Kommentar von Kapodaster ,

Kommunikation geht nicht nur von einer Seite aus. Du bist Teil der Familie, also bestimmst du mit, wie dort kommuniziert wird. Was hast du bisher unternommen, um die Kommunikation nach deinen Vorstellungen zu gestalten.

Antwort
von Mignon4, 33

Ob du depressiv bist, kann nur ein Psychologe feststellen, nicht aber du selbst. Wenn du mal traurig oder nicht "so gut drauf bist", sind das keine Depressionen. Das ist völlig normal und geht jedem Menschen hin und wieder so.

Deine Familie will dich nicht stören, sondern wartet darauf, dass du ausgeschlafen hast und von selbst zu ihnen kommst. Ich denke, du verwechselst Ursache und Wirkung. Sicherlich wäre es dir nicht recht, wenn dich deine Familie zum Frühstück weckt, wenn du noch nicht ausgeschlafen hast. Folglich läßt dich deine Famlie ausschlafen. Was sollte daran falsch sein?

An dem Verhalten deiner Familie ist nichts auszusetzen. Ich finde, deine Erwartungen befremdlich, unrealistisch und völlig überzogen. Gewöhne dir einen Tagesablauf an, der demjenigen deiner Familie angeglichen ist. Erst dann fällt es deinen Angehörigen auf, wenn du nicht rechtzeitig aufgestanden bist.

Hinterfrage dein eigenes Verhalten selbstkritisch.

Kommentar von TheTrueSherlock ,

Danke, aber ich bin schon in Therapie. Und ich denke schon, dass man mit einer guten Selbstwahrnehmung, in der man Unterschiede im Erleben und Verhalten feststellt, die dann auch noch länger andauern und mit genügend Information zu der Krankheit, sich ein Stück weit selbst diagnostizieren kann.

Weiß nicht.. ausschlafen, wenn es mittags etwas zum Essen gibt und ich nicht aufstehen würde, dann ist aber was los. Das ist in meinen Augen nur bedingt ein "ich respektiere deine Schlafgewohnheiten".

Mhm.. okay

Kommentar von ploterzuila ,

Krass, wie viele hier auf GF scheise schreiben in bezug auf Depressionen. Ich bin da teilweise echt geschockt weil ihr gar nicht wisst was ihr mit sowas anrichten könnt. Natürlich ist jeder mal traurig aber glaubst du dass jemand der "mal" traurig ist sich die Zeit nehmen würde und hier auf GF eine Frage verfasst? Ihr erreichh damit nur dass mitlesende die vielleicht wirklich depressiv sind und ähnliche probleme wie sie TE haben anfangen sich nichg ernstgenommen zu fühlen und dadurch noch weiter in die depression rutschen. Echt schlimm hier auf GF, das ist fast schon mord was hier abgeht. Ps: menschen die keine empathie haben sollten nicht bei psChischen erkrankungen antworten, das ist nicht mehr lustig

Kommentar von TheTrueSherlock ,

@Ploterzuila:
Schade dass du keine Antwort verfasst hast. Auf einen Kommentar kann ich leider keinen Stern vergeben :'s

Finde dass genau so erschreckend wie du!
Gerade deshalb schreibe ich neuerdings immer hin, dass 1. meine Depression diagnostiziert ist und 2. Ich schon in Therapie bin.

Ansonsten kann man sich leider immer Vorträge anhören, dass man ein Kiddie ist, das gar nicht weiß, was Depression ist. Dass man damit zum Arzt soll und nicht von Hobbypsychologen Tipps erwarten soll.

Die Empfehlung für eine Therapie ist ja gut und wichtig, aber es kommt halt immer so rüber, als hätte man noch nichts gegen die Krankheit gemacht und würde nur rumsitzen.

Was man sich hier anhören muss.. Oder man schreibt eine kurze Frage (in der man die psychische Krankheit erwähnt - die wohlgemerkt auch schon seit zwei Jahren diagnostiziert ist und gegen die ich genausolang / wenn nicht länger tagtäglich dagegen ankämpfe) und dann kriegt man als Antwort "Du hast glaube ich gar keine Sozialphobie. Da hättest du ganz andere Symptome" (Aha? In der Frage hatte ich überhaupt gar nichts über i-welche Symptome geschrieben) und dann bekommt man noch Seitenlang eine Erklärung was eine "wahre" Sozialphobie ist (als ob man das nicht wüsste, wenn man schon so lange damit zu kämpfen hat..).

Jap.. ich stimm dir definitiv zu :/

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