Frage von moonwalker13mj, 85

Normal das man sich zu dem Hund kaum noch verbunden fühlt, keine Trauer mehr empfindet und man einen anderen Hund genau so lieb hat oder es in Betracht zieht?

(Der Hund um den es geht ist 2012 gestorben und ich dachte ich werde immer so sehr an ihr hängen aber seit längerem.. Keine Ahnung sie ist nunmal weg. Klar, was sie für mich empfunden hat und getan hat wird nicht nochmal passieren, aber irgendwie bin ich so auf Abstand? Könnte das mit der leichten Gefühlskälte zusammenhängen die ich inzwischen habe?)

Ps: Bei dem Tod von der Mutter von dem Ex-Freund von meiner Mutter (nicht mein Vater) habe ich auch kaum getrauert, meine Familie schon das darauf das uns schon 1 Jahr klar war das das passiert? ???
Kommt sicher spät aber ich denke irgendwann denkt jeder mal über sowas nach und warum die Dinge so sind..

Antwort
von Bitterkraut, 19

Es ist doch eher ein gutes Zeichen, daß die akute Trauer auch wieder nachläßt. Man findet sich mit den Dingen und auch mit dem Tod ab. Niemand erwartet, daß man ewig trauert. 

Es ist völlig normal und gesund, sich wieder dem Leben zuzuwenden, sich auf Neues, auch auf einen neuen Hund einzulassen, den geliebten, verstorbenen Hund verwahrt man in einer schönen Kammer seines Herzens, wo er dann auch zur Ruhe kommt, und sich nicht mehr jeden Tag meldet. Ich denke, mit dir stimmt alles, soweit.

Antwort
von Rusher5699, 39

Es ist ja schon 4 Jahre her. Man kommt "drüber hinweg". Oft kann man ihm noch nachtrauern aber man findet sich damit ab. Als meine Hündin oder die Meerschweinchen vor paar Jahren gestorben sind hab ich gedacht ich könnte nie wieder richtig leben aber es geht halt vorbei. Es ist ganz normal.

Sie gehörte zwar zur Familie, warst aber nicht mit ihr Verwandt und darum trauert man nicht so wie bei direkter Verwandtschaft 

Antwort
von AriZona04, 31

Nein, ich halte Dich nicht für gefühlskalt. Aber ich wünschte, alle, die jetzt unter Liebekummer leiden, würden Deine Frage lesen: Es ist tatsächlich wahr, dass wir vergessen - auch Gefühle. Das ist menschlich und anders könnten wir - denke ich - auch gar nicht überleben.

Antwort
von Chayler, 29

ich verstehe was bei dir vorgeht du ,du hast vielleicht deinen hund und deinen stiefvater nicht so eng im herzen gesehen wie du es dachtest und sie sind dir nicht egal nur deine gefühle können es einfach nicht in ansprach nehmen dafür zu trauern weil sie es warscheinlich innerlich tun, denn wenn du an sie mal denkst kann es vielleicht sein das du einbisschen traurig bist. sie waren beide eine art teil deines leben aber nicht das wichtigste,klar du vermisst sie schon und trauerst für sie aber halt nicht so sehr wie andere leute .. du bist vielleicht einfach nur ein mensch der schneller mit so etwas klar komtm als andere leute, also wenn ich du wäre würde ich mich einfach mal hinlegen und an die beiden denken ,es muss nicht sein das du weinst sondern einfach nur einbisschen traurigkeit in dir spürst,denn troz allem spürst du natürlich auch shmerz . aber warscheinich nicht so lange wie andere,

Antwort
von Dahika, 21

Ähem. Der Hund ist 2012 gestorben? Wenn du jetzt nicht mehr trauerst, hat das nichts mit Gefühlskälte zu tun. Trauere, aber übertreibe es nicht.

Antwort
von ChloeSLaurent, 19

Hey Du.

Jeder Mensch arbeitet komplett Trauer anders ab. Völlig unfreiwillig und ohne Einfluß drauf haben zu können. Das passiert im Unterbewußtsein.

Manchmal ergibt sich spontan Trauerauflösung durch etwas Neues im Leben. Manchmal steigert sich die Trauer auch erst extrem, bis sich etwas anderes an Lebens-Situation ergibt, wo man gar nicht bemerkt, daß die Traurigkeit völlig verflogen ist. Manchmal bleibt man langfristig drin hängen. Und wiederum ganz anders - manchmal kann es sein, daß man sich selbst infrage stellt, weil sich in Einem überhaupt kein Trauergefühl aufbaut. Das kann später folgen und oder an anderer Stelle dafür umso intensiver auftauchen.

Gefühlskälte würde ich das auch nicht nennen wollen, deine Sensibilität und Haltung hat sich nur verändert - auf gewisse Situationen und Lebensbereiche bezogen. Mit diesen/ deinen erlebten Erschütterungen wächst Du und gehst mit bestimmten Dingen Schritt für Schritt im Leben ganz anders um. Da kommt einem schon mal etwas fürchterlich suspekt vor.

Vielleicht ist Dir dies auch ein klein wenig hilfreich zum Verstehen.

LG

Antwort
von sigsak, 1

Also ich habe auch schon einige liebe Mitmenschen und Tiere auf diesem Weg verloren, es kommt glaube ich immer auf die Bindung an,die man zur jeweiligen Person / Tier hatte und zusätzlich zu deiner momentanen Stimmung. Ich habe Tage da vermisse ich den ein oder anderen mehr, dann versuche ich an die schönen gemeinsamen Momente zu denken und es wird wieder leichter. Mit dem Tod mussman die jenigen ja nicht aus seinem Leben streichen und warum soll man nicht traurig sein dürfen? Und neue Beziehungen egal ob zu Mensch oder Tier sind doch ganz normal, das heißt nicht, dass man deshalb kalt sein muss. Im Gegenteil wenn wir lernen mit verlust umzugehen ohne ganz zu vergessen ist finde ich alles in Ordnung.

Antwort
von douschka, 11

Ich würde mich nicht als gefühlskalt bezeichnen, weil ich mir schnell nach dem Ableben meines vierbeinigen Lebensgefährten einen Nachfolger anschaffe.

Mir ist doch bewusst, dass ein Neuer nicht diese Lücke füllen kann. Er ist anders und eine eigene Persönlichkeit mit seinen Ansprüchen. Anders bedeutet nicht gleich weniger liebens- und achtenswert. Ein neues Wesen anzunehmen, ihm gerecht zu werden, ist auch eine Form der Traueratbeit.

Ein Hund ist so sehr innig mit seinen Leuten verbunden. Ihm geht es gut, wenn es seinen Menschen gut geht, bei entsprechender Bindung und Haltung natürlich. Als sehr soziales Wesen würde er sich freuen, wenn seine Bezugspersonen glücklich sind und nichts gegen einen Nachfolger haben.

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