ich habe also jetzt Schnittmuster und Stoff. Aber wie bekomme ich das Schnittmuster auf den Stoff ohne professionelle Geräte?
Muss ich das Schnittmuster dafür ausschneiden und die Räner ummalen mit nem Stift oder wie?
Gab es da nicht so eine Art Kohle- oder Kreidestift? Ansonsten fiele mir nur die Arbeit mit dem Beleuchtungstrick ein.
Du schneidest den Schnitt für deine Größe aus und legst ihn auf den Stoff - mit Nadeln feststecken- dann ca. einen Zentimeter Nahtzugabe - dann ausschneiden....
Malkia am 3. November 2009 21:42 ...oder so.

Jep, so mache ich das zumindest immer, mit Schneiderkreide. Schnittmuster die ich häufiger gebrauche, übertrage ich auch auf Tapetenrolle und schneide sie aus, das ist stabiler und hält länger.
Du kannst, wenn du sicher bist es nur genau in dieser Größe zu brauchen es ausschneiden und dann mit Nadeln auf dem Stoff befestigen. Dann mal es mit Schneiderkreide nach. Bei einfachen Schnitten kannst du notfalls einfach schneiden, ohne vorher zu malen, dann musst du aber solange das Schnittmuster aufliegen lassen. Denke an die Nahtzugabe. Wenn du das Schnittmuster nicht zerstören willst, weil du es noch in anderen Größen benötigst, musst du es ausrädeln. Dazu benötigst du ein kleines Zackenrädchen aus dem Näh- oder Stoffgeschäft und fährst damit das Schnittmuster ab und paust es so auf ein unterliegendes Papier durch, das du dann ausschneidest. Viel Erfolg.

Wenn du kein Kopierrädchen und Kopierpapier hast und auch keines besorgen kannst/willst (kostet ganz wenig - das Rädchen ca. 3 EUR und das Papier ca. 5 EUR für 3 Bögen), dann hast du noch die Möglichkeit, das ausgeschnittene Schnittmuster - sehr aufwändig - mit "Schlupfstichen" zu markieren. Dazu musst du, während das Schnittmuster mit Nadeln auf dem Stoff fixiert ist, Heftstiche an der Kande des Papieres machen, den Faden aber nie ganz durchziehen sondern bei jedem Stich eine ca. 1,5cm lange Schlaufe lassen. Wennst rund herum bist, dann nimmst du das Schnittmuster ab und ziehst die beiden Stofflagen vorsichtig auseinander. Das geht so ca. 1 cm auseinander. Dann schneidest du vorsichtig alle Fäden zwischen den Stofflagen durch und du hast auf beiden Stofflagen die Konturen deines Schnittmusters als Heftfäden sichtbar. So wurde das früher gemacht, heute macht das, glaube ich, nicht leicht noch jemand. Aber es funktioniert zur Not.