Frage von MaschaTheDog, 83

Nochmal Hundeschule?

Hallo, wir gingen bereits in die Hundeschule,dort haben wir und unser Dobermann (10Monate) so ziemlich alles gelernt.Er kann fast perfekt Fuß laufen,an Hunden vorbei klappt aber leider noch nicht.

Rückruf klappt mittelmäßig,manchmal kommt er,manchmal nicht,wird aber noch Trainiert.

Sitz,Platz klappt gut.

Wir waren gestern bei unserer leider letzten Trainingsstunde,da die Trainerin aufgehört hat,ihre Hundeschule zu führen.

Wir sind total Ratlos,ob wir jetzt in eine andere gehen sollen,oder ob wir es selber hin bekommen weiter zu trainieren.

Die Trainerin hat gesagt,dass wir es sicher schaffen werden,wenn wir unseren Trainingsplan einhalten.

Das kleine "Problem" dass wir hätten,wäre dass wir in der alten Hundeschule mit der Pfeife gearbeitet haben : 1Pfiff=Sitz ; 2 Pfiff= Rückruf ; 1 langer Pfiff = Stop. Das macht bei uns keine andere Hundeschule.

Würdet ihr nochmal zur Hundeschule gehen? Oder selber weitertrainieren?

Eigentlich haben wir ja auch so schon alles selber gemacht und dann beim Training jede Woche eine kleine "kontrolle " gemacht,paar Tipps bekommen und bisschen Fuß laufen mit anderen Hunden.

Wir können aber noch unsere alte Trainerin kontaktieren und fragen,falls es Probleme gibt.Auch dürfen wir dann etwa 1-2 Mal im Monat mit ihr und ihren Hunden und vielen anderen Wandern gehen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Berni74, Community-Experte für Hund, 31

Na das Pfeifen nützt Euch ja bei Eurem Problem, also idealerweise im "Fuß" an anderen Hunden vorbeizulaufen, relativ wenig.

Was genau macht er denn bei der Begegnung mit anderen Hunden?

Fürs Training ist es am besten, Du organisierst Dir ein oder zwei Hundeteams, die idealerweise gut harmonieren und wo die Hunde Deinen ignorieren.

Grundsätzlich ist es immer einfacher, sowas erstmal in einer ruhigen Position zu trainieren, also nicht im Vorbeigehen, sondern im Sitz. Im Trainingsaufbau sollte man es dem Hund auch da erstmal leichter machen und die anderen Hunde auf der dem Hund abgewandten Seite (rechts von Dir) vorbeilaufen lassen. Klappt das gut, laß sie links von Dir vorbei gehen - erst in großem Abstand, den man dann in jeder Trainingseinheit verringern kann.

Während Dein Hund sitzt, versuchst Du ihn auf Dich zu konzentrieren, sprich er soll Dich anschauen. Anfangs bekommt er vor, während und nach der Begegnung sein Leckerli, wenn er zu Dir schaut, später nur noch während und am Schluß dann wenn er die Begegnung auf Dich konzentriert gemeistert hat.

Als nächsten Trainingsschritt kannst Du den Spieß dann umdrehen - sprich, der andere Hund sitzt, und Ihr lauft im "Fuß" vorbei oder drumrum - wieder erst auf der dem Hund abgewandten Seite, dann auf der dem Hund zugewandten.

Klappt das dann alles, könnt Ihr Euch in der Bewegung begegnen.

Wenn Du Dir das nicht alleine zutraust oder niemanden findest, der mit Dir trainieren kann, dann geh am besten in einen Hundeverein. Die haben häufig "Begleithundegruppen". Dort kannst Du Hundebegegnungen optimal und unter Anleitung trainieren.

Viel Erfolg!

Kommentar von MaschaTheDog ,

Danke für die Ausführliche Antwort!! :)

Antwort
von Dackodil, 32

Im Grunde habt ihr und der Hund alles gelernt, was man als Hund und Halter so können muß.

Das Festigen des Gelernten, damit es in jeder Situation auch mit Ablenkung funktioniert ist eine Sache des ständigen Übens. Man muß die Übungen und Kommandos immer wieder mit steigendem Schwierigkeitsgrad wiederholen.

Man ist nie fertig und wenn man es schleifen läßt, rutscht man bald wieder zurück.
Also das Weiterüben könnt ihr allein.

Andererseits macht es Spaß, mit anderen zusammen zu trainieren und auch mal Neues zu lernen.

Es gibt auch sowas wie Agility und Dog dancing, was Herrchen und Frauchen und Hund einen Riesenspaß machen kann.
Auch Hunde lieben Erfolgserlebnisse und das Lob, das sie dafür bekommen.

Viel Spaß weiterhin

Antwort
von Tengelchen, 28

Schlecht wäre es natürlich nicht weiterhin eine Hundeschule zubesuchen. Gerade auch wegen den sozialen Kontakten den euer Hund dort hat. Außerdem macht man auch unbewusst mal "Fehler", da kann eine fachmännische Trainermeinung manchmal sehr hilfreich sein.
Andererseits ist es meines Erachtens nicht besonders förderlich, wenn in den anderen Hundeschulen mit anderen, ungewohnten Methoden gearbeitet wird. Sicherlich würde man sich da rein finden, aber wenn der Hund einmal auf Pfiff "abgerichtet" ist, sollte man dabei bleiben. Finde ich persönliche eine sehr schöne Methode, vor allem auch eindeutiger als Worte.

An eurer Stelle würde ich allein weiterüben, da euer Hund ja bereits die Basics kann. Training ist wichtig, da das Erlernte weiter gefestigt wird. Der Vorschlag eurer Trainerin ist sehr nett und sollte nicht ausgeschlagen werden. Tipps und Verbesserungsvorschläge kann man immer gebrauchen!

Ich finde es toll, das ihr so an dem Training eures Hundes interessiert seid. Gibt leider viele Hundehalter, die das nicht so "eng" sehen und deren Hunde jeden ankläffen und ander Unarten zeigen.

Viel Glück weiterhin!

Antwort
von AJuergen, 37

Du kennst deinen Hund am besten , finde heraus was bei ihm am besten Wirkung zeigt , ich persönlich finde Hundeschulen schwierig , besonders wenn man mit Pfeife seinem Hund  Trainiert . Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter. Du scheinst ja selber nicht so überzeugt zu sein , sonst würdest du ja das Angebot deiner Hunde Trainerin  annehmen . Ich habe mehrere Hunde in meinem Leben gehabt und selber erzogen , aber Tipps zu geben ohne den Hund zu kennen ist schwer .   Aber  Hunde sind keine Maschinen , und manches bekommt man einfach nicht raus oder anerzogen , da kann man manchmal machen was man will , dann muss man das einfach hinnehmen und anders  mit solche Situationen umgehen . 

In deinem Fall , wäre mein Tipp aber , da du ja mit dem Hund bereits in der Hundeschule warst und die Trainerin deinen Hund kennt würde ich sie nochmal fragen . 

ich wünsch dir viel Erfolg 

  

Expertenantwort
von YarlungTsangpo, Community-Experte für Hund, 26

Hallo MaschaTheDog,

Du beschreibst ja Dein eigentliches Problem sehr schön:

Er kann perfekt Fuß laufen, an Hunden vorbei klappt aber leider noch nicht...

Da liegt der Hase im Bratrohr!

Frustrationsverhalten an der Leine. Mit 10 Monaten sollte aber ein Hund zwar nicht unbedingt das "perfekte Bei Fuß laufen" gelernt haben aber sehr wohl das stressfreie und entspannte Laufen mit Mensch an der Leine.

Eine sogenannte "Unterordnungs - Drill - Erziehung" dient nur Einem, der IPO Prüfungsordnung für das Ablegen weltfremder Prüfungen auf weitab von menschlicher Besiedlung gelegenen Hundeabrichteplätzen.

Ein Hund soll aber lernen in der Menschen gemachten Umwelt einigermaßen sicher zu funktionieren, weil er gelernt hat damit umzugehen.

Und da brennt der Hut!

Es gibt und kann nur einen Rat geben! Weiter zu einer anderen Hundeschule, welche vollkommen andere "Erziehungsmethoden" lehrt.

Bitte gib Deine Postleitzahl ein und Suchbegriff: Animal learn, animal team, easy dogs (Raum Nürnberg) dog- Inform, IBH-hundeschulen, BerufungHund, Cum Cane,

Und Du wirst sehen, Du und Dein Hund, ihr Zwei beginnt das Laufen an der Leine ganz neu und vollkommen anders zu lernen. Nur so wird Dein Dobermann/frau zuverlässig und freudig an der Leine an anderen Hunden vorbei gehen können.

Du wirst noch weit mehr lernen als Sitz, Platz und Abrufen, wesentlich wichtigere Dinge für das freudige Zuasmmenleben mit Deinem Hund. 

Daß Deine frühere Trainerin es negiert, dass ihre Zöglinge andere Trainer mit gutem Wissensstand zum Hund aufsuchen, das spricht Bände.

Möglichst keinem die Möglichkeit einräumen hinzuzulernen, Vergleichen zu können und deswegen das Angebot für "gemeinsame Hundedrill - Spaziergänge.

Laß Dich Deinem Dobermann zuliebe nicht mehr negativ, sondern nur noch positiv beeinflussen. Viel Erfolg beim gemeinsamen Weg mit Hund.

Kommentar von Berni74 ,

Eine sogenannte "Unterordnungs - Drill - Erziehung" dient nur Einem, der
IPO Prüfungsordnung für das Ablegen weltfremder Prüfungen auf weitab
von menschlicher Besiedlung gelegenen Hundeabrichteplätzen.

Hier kann ich Dir nicht ganz recht geben. Bei der Begleithundeprüfung, den BGH1 - 3 (Erweiterungen zur BH) und Obedience geht es in keinster Weise um Unterordnungs-Drill-Erziehung. Ja, es werden korrekt ausgeführte Übungen verlangt, was nicht schlimm ist, sondern Menschen und Hunden jede Menge Spaß machen kann.

Die Hunde lernen, sich auch unter Ablenkung auf ihre Menschen zu konzentrieren und mit ihnen zusammenzuarbeiten, was einem im Alltag in jedem Fall nützlich ist.

Das ist nur bei einer guten Bindung möglich und nur, wenn der Mensch für den Hund interessanter ist als alles andere drumherum. Genau das gilt es zu erreichen. ;-)

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Hallo Berni74, Dankeschön für Deine Ergänzung und ja das ist auch richtig.

Aber zuerst soll ein Hund lernen völlig stressfrei, vertrauensvoll und ohne Kommando zum Obedience oder Begleithundeprüfung neben seinem Menschen an der Leine mitzulaufen.

Das bedeutet auch, dann angesichts anderer Hunde an eben dieser Leine kein Frustrations- oder Stressverhalten zu zeigen.

Erst diese Grunderziehung und Vertrauensbildung Leinenlaufen, dann erst kommt der "Übungsteil" zur Kür.... Obedience, oder, oder...

Nur so schleichen sich keine groben Fehler ein.

Es gibt nicht selten Hunde welche das "Platzlernen" zeigen. Hervorragende Leistungen bei Turnieren und außerhalb des Trainingsgeländes fehlt jegliche Grunderziehung.

Antwort
von 1ManekiNeko1, 7

Ich halte generell nichts von Hundeschulen,weil dort zu wenig auf den einzelnen Hund eingegangen wird. Ich würde eher einen Hundetrainer zur Hand nehmen,der im Alltag Dich berät.

Antwort
von MiraAnui, 22

Was nützt perfektes fuß gehen, wenn er nicht entspannt an anderen Hunden vorbei kommt? Richtig gar nix.

Ich würde in eine andere schule gehen und an diesem problem arbeiten bevor es sich zu sehr gefestigt hat und er erwachsen ist...

Kommentar von MaschaTheDog ,

Wir üben es bereits,in der Hundeschule war er auch ziemlich entspannt,auch wenn Hunde vorbei gelaufen sind oder wir an ihnen vorbei gelaufen sind.

Bei uns im Wohnort sind aber kaum gut erzogene Hunde,alle laufen irgendwo umher und den Besitzern ist es total egal.Auch kleffen fast alle Hunde einen an.

Wir üben es aber wie gesagt,zuerst nur bei ruhigeren Hunden (man sieht ja von weitem ob ein Hund ruhig ist oder ob er aufgeregt ist),bei unruhigen machen wir noch einen Bogen. Später steigern wir uns.

Kommentar von MiraAnui ,

Kenn ich bei uns laufen auch nur tut nixe rum...schrecklich. da versaust du dir das ganze Training.

Kommentar von YarlungTsangpo ,

Das nennt sich "Platzlernen" guck mal beim Kommentar von @Bernie74 auf meine Antwort hab ich was dazu geschrieben.

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