Frage von unt0uchabL3, 49

Nirgends fuehle ich mich wohl?

Hallo liebe User.. möchte dringend um Ratschlag bitten.. Ich weiß nicht wo ich anfangen soll.. Ich fasse meine Vergangenheit mal "kurz" zusammen : Bin mit 16 ausgezogen bei meiner Mutter, 25 km entfernt mit meinen damaligen freund.. Waren 3 Jahre zusammen.. Ich war stets arbeiten, Haushalt, Gassi mit unserem Hund rund um die Uhr, Wäsche waschen, kochen, mich um zettelkram kümmern usw. Und er war nur im Bett oder bei seiner Mutter.. Ich wurde sehr vernachlässigt, durfte kein Kontakt zu meinen Freunden haben usw. Die ganze Beziehung hat mich zu einem Wrack gemacht. Hatte im Mai 2015 dann endlich Schluß gemacht. Bin ausgezogen und er wollte eigentlich den Hund behalten.. Als ich mit meinem Umzug beschäftigt war, wurde er auf einmal ins tierheim gegeben ohne meine Unterschrift bzw Bewilligung.. Nun bin ich 20. Dann im September wollte ich meine Lehre anfangen, dort wo ich schon vorher länger gearbeitet hab..Dann hieß es, er darf nicht ausbilden.. Bin dann nach und nach tiefer ins Schwarze Loch gefallen.. Ich fühlte mich auf einmal nicht mehr wohl, weder mit mir noch die Wohnung.. Ich hatte niemanden zum reden, habe alles in mich reingefressen.. Wollte Anfang Dezember dann mir einen schönen Abend machen mit meiner Mutter, dann hatte ich ohne Vorwarnung einen nervlichen und körperlichen Zusammenbruch .. Da kam endlich alles raus.. Bin dann sofort zum Arzt. Kam dann über Weihnachten und Silvester ins Krankenhaus, wegen Depressionen.. War dann über 2 Monate bei meiner Mutter, damit sie aufpassen kann.. Dort fühlte ich mich auch nicht wohl. Hab seit dem 10.1. Wieder einen Freund, der versucht mich abzulenken, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass seine Gefühle nicht mehr vollständig sind.. Oder ich bilde mir alles ein..Da ich immer noch denke, dass ich gegen Wände rede und ständig alleine bin.. Bin nun endlich wieder in meiner richtigen Heimat gezogen zu meiner Familie um neuzustarten und suche nun seit September Arbeit.. Da ich aber so stark mit den Depression zu tun hab, kam ich zu nichts.. Ich saß nur rum und mir kamen ständig überall die Tränen aus heiterem Himmel.. , kaum 3 Tage vergangen in der neuen Wohnung , fühle ich mich wieder nicht gut.. Ich weiß nicht was mir fehlt.. Ich hab das Gefühl, dass es schlimmer statt besser wird.. Meinen Freund sehe ich auch nur alle 2 Wochen, wenn dann am Wochenende.. Das ist mir auch zu wenig.. Er wohnt gute 30-35 km entfernt und arbeitet auch ständig 6 Tage durch in Schichten.. Ich fühle mich überall nicht wohl.. Ich seh kein klares Ziel, komme mir vollkommen nutzlos und ungeliebt vor.. Zu viel Kraft und Geduld in allem gesteckt, andere waren mir wichtiger als meine Probleme.. Immer wenn ich alleine bin, schieb ich schon Halluzinationen, dass ich beobachtet werde usw..Hattet ihr solche Situationen auch schon? Was habt ihr getan? Ich kann einfach nicht mehr.. Und weiß nicht mal woher das ganze kommt..

Antwort
von ginny4161, 19

Ich verstehe deine Situation. Es ist nicht einfach. Du brauchst vielleicht Ablenkung. Such dir neue Freunde die du alles erzählen kannst oder ein anderes Hobby. Wenn das nicht hilft dann trink lauwarmen Kamillentee oder Pfefferminztee. Sie beruhigen die Nerven. Lies ein neues Buch mit sehr viel Fantasie und Liebe, denn sie werden dich von deinen jetzigen Problemen ablenken. Oder hör deine Lieblingsmusik( am besten Laut) und such dir ein Job per Computer bzw. Laptop. Iss Schokolade oder Süßigkeiten. Lach einfach ohne einen Grund oder spring auf deiner Wohnung herum, als seist du gerade verrückt geworden. Verschönere deine Zimmer wie du es willst. Leg dir ein Katze zu die sich streicheln lässt und wenn du sauer bist und sie werfen möchtest landet sie genau auf ihren Beinen. Lies dir Flachwitze durch und lach einfach.  

Was du vermeiden solltest sind Beruhigungsmittel und Schlaftabletten sowie alkoholische Getränke. Horrorfilme würde ich dir auch abraten. Sie werden dir nur noch mehr Halluzinationen machen. Außerdem komm ja nicht auf die Gedanken dich zu ritzen. Dies macht es nur noch schlimmer und es kann auch zu Suizid-Gedanken führen.  

Ich wünsche dir viel Erfolg und ich hoffe das ich dir geholfen habe.

Du kannst mich anschreiben, wenn einer meiner Ratschläge funktioniert hat oder du mehr Ratschläge benötigst. Bis dahin ist mir vielleicht etwas eingefallen.

Antwort
von reginarumbach, 14

ähm... was du alles unternimmst, ist schon erstaunlich. aber was ich vermisse bei einem solchen krankheitsbild wie einer schweren depression, das ist der besuch beim psychotherapeuten wegen einer gesprächstherapie, der besuch beim psychiater wegen der medikamente, bewegung an der frischen luft, freunde, die das unterstützen und kenntnis über die erkrankung an und für sich. was suchst du denn noch weiter im außen herum und erwartest da lösungen anstatt dich ganz konkret dem weg der heilung zuzuwenden? 

du vertust nur deine zeit. all die wertvollen jahre... verschwende sie nicht länger. mach dich auf den weg und tu was für dich!

Antwort
von Elizabeth2, 26

Das ist definitiv zuviel für diese Community hier um dir wirklich weiterzuhelfen. Wie auch. Du hast ja schon Hilfe gesucht und da musst du unbedingt nochmal hin. Dir können nur Fachleute helfen. Wenn du der Meinung bist, alles alleine zu schaffen, solltest du deine Unterlagen zusammensuchen und dir ein Termin beim Arbeitsamt geben lassen, wegen Weiterbildung, Ausbildungsplatz oder sowas in der Art. Auch hier brauchst du fachliche Beratung. Du musst vor allem erst Mal nur an DICH denken und dazu gehört: deine Zukunfstpersspektive: und die kann sein: erstmal aus dem "Loch" rauskommen und dich behandeln zu lassen ODER, bei genug Kraft dich um deinen Lebensweg kümmern um auf eigenen Füßen zu stehen. Dazu zählt emotionale und finanzielle Unabhängigkeit. Viel Glück.


Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten