Frage von sakul2001, 119

Nimmt die Bundeswehr welche sogar ohne Abschluss?

Stimmt es, dass man als normaler Soldat bei der Bundeswehr auch mit einem schlechten Hauptschulabschluss oder sogar gar kein Abschluss genommem wird? Hauptsache sportlich etc. Oder auch schulische-leistungen? Aus reiner Interesse!

Antwort
von clemensw, 54

Für die Laufbahn der Mannschaften reicht die Erfüllung der Schulpflicht aus.

ABER:

Karriere und Einkommen sind hierbei sehr übersichtlich. Selbst bei einer Verpflichtung auf 6 Jahre reicht es nur zum Oberstabsgefreiten mit einem Nettoverdienst von nicht mal 1.600€.

(Vorausgesetzt du erlebst das noch und fängst dir nicht bei einem Auslandseinsatz vorher eine Kugel oder ein Stück einer IED ein)

Kommentar von rav3ry ,

je nach Besoldungstabelle oder? Ich erinner mich an einige Mannschafter die mehr als die 1,6 verdient haben

Kommentar von clemensw ,

Ja, das ist einfache Besoldung ohne Zulagen und ledig.

Wird aber selbst mit allen Extras nicht wesentlich mehr.

Reich wird man davon nicht...

Kommentar von Apfelkind86 ,

Das liegt daran, dass manche HGs es schaffen, mit 23 schon 3 Kinder zu haben. ;)

Ob die am Ende mehr Kohle haben, ist da fraglich... xD

Antwort
von rav3ry, 62

Für die niedrigste Laufbahn (Mannschafter) muss nur die Schulpflicht erfüllt sein. Natürlich wird dann im psychologischen und in anderen Tests etwas genauer hingeschaut.

Antwort
von joheipo, 83

Ein Hauptschulabschluß ist das mindeste. Kann auch eine Durchschnittsnote von 4,49 haben, aber ein Abschluß muß es sein.

Kommentar von rav3ry ,

nein

Kommentar von navynavy ,

Nein. Für die Mannschaftslaufbahn genügt die Erfüllung der Schulpflicht, ein Abschluss ist nicht notwendig.

Natürlich gehört man damit nicht zu den gefragtesten Bewerbern, aber möglich ist es.

Kommentar von joheipo ,

Na gut, bin überredet.

Aber vermutlich hat ein Bewerber mit einem sogenannten "Abgangszeugnis" weniger Aussichten auf Einstellung als ein Hauptschüler mit mäßigen Noten.

Zum Glück sind ja die Zeiten vorbei, als wegen der allgemeinen Wehrpflicht alles absorbiert werden mußte.

Kommentar von clemensw ,

Ganz im Gegenteil: Seit der Abschaffung der Wehrpflicht fehlen an allen Ecken und Enden Arbeitskräfte. Die Bundeswehr nimmt inzwischen fast alles, was einen Puls hat und auf Kommando strammstehen kann.

Kommentar von navynavy ,

Jein.

Einer der Hauptgründe für die Personalknappheit ist nicht der Mangel an Bewerbern, sondern der Mangel an geeigneten Bewerbern.

Heißt: Gerade weil die Bundeswehr eben nicht jeden nimmt (2015 waren es im Schnitt 1 von 3 Bewerbern, je nach Laufbahn/Verwendung), sieht es in manchen Bereichen relativ schlecht aus.

Bei den Mannschaften ist die Situation übrigens ziemlich gut, sogar mit Tendenz nach oben. Kritisch ist in erster Linie der Mangel an (hoch)qualifizierten Kräften in der mittleren Ebene (längerdienende Uffze und Fw) v.a. in technischen Verwendungen.

Kommentar von navynavy ,

Aber vermutlich hat ein Bewerber mit einem sogenannten "Abgangszeugnis" weniger Aussichten auf Einstellung als ein Hauptschüler mit mäßigen Noten

Ja, natürlich.

Kommentar von rav3ry ,

Sagen wir so, v. a. für Kampfverwendungen ist es im Moment problematisch, weil SaZ mit FWD vermischt Dienstleisten und so quasi der ganze Zug immer neu durchgewürfelt wird teilweise. Daraus folgen Ausbildungsmängel, weil viel wiederholt werden muss, dass halt alle auf einem Lvl sind. Davor kann man ja nicht in neue Ausbildungsinhalte einsteigen. Deswegen sind v.a. Mannschafter immer gern und schnell angenommen. Ansonsten hat navynavy ja eig. alles gesagt.

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