Frage von blackhawk2014, 65

Nikon DSLR. Wie fotografiert man richtig im RAW Format und verarbeitet es weiter?

Hey, ich will demnächst Poster drucken lassen.

Die Motive will ich natürlich selbst fotografieren. Ich hab eine Nikon D5100, mit der ich schon lange fotografiere, habe mich aber noch nie mit dem RAW Format beschäftigt.

Macht es Sinn, das für Poster zu benutzen?

Wenn ja, kann mir jemand sagen worauf ich da dann speziell achten muss und wie ich die Datei dann weiter verarbeite?

Danke schonmal im vorraus :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 31

Ein großer Vorteil ist, dass die Tonwerte im RAW in 12 oder 14bit (je nach Kamera) gespeichert werden. Im JPG sind es nur 8bit. Beim JPG kann es gut passieren, dass du nach einer Tonwertspreizung in großen Flaechen (Himmel) Tonwertabrisse zu sehen sind. 

Außerdem kann man den Weißabgleich verlustfrei aendern.

Zunaechst mal sieht ein RAW-Bild, wenn die Software es ueberhaupt anzeigen kann, eher schlechter (blasser) aus als das dazugehoerende JPG.

Aber wenn du dich ein wenig damit beschaeftigst, stellst du fest, dass sich die paar Klicks mehr durchaus lohnen.

Tutorials gibt es bei YouTube und Adobe. Ich benutze Photoshop Elements (14), dessen neueste Version schon fuer unter 40 € zu haben ist.

Antwort
von bonsaiblogger, 17

JPG ist immer ein bereits entwickeltes Bild. Die Entwicklung läuft durch ein Programm in der Kamera ab. Nachträgliche Bearbeitung führen fast immer zu Qualitätsverlusten.
Tipp: um Qualitätsverluste in der Bearbeitung zu verringern / vermeiden, ein JPG erst in eine TIFF umwandeln und dann die TIFF-Datei bearbeiten.

RAW = ist ein Negativ das mit einem RAW-Konverter entwickelt wird. Hier entscheidet der Fotograf selber wie das Endbild aussehen soll. Die meisten Bearbeitungsschritte sind ohne Qualitätsverluste.

Antwort
von sniggelz, 44

Einfach mal eine Testversion von Lightroom installieren und ein paar Bilder importieren. Dann wirst du sehen, welche Vorteile RAW gegenüber JPG hat...

Kommentar von authumbla ,

Kannst Du auch machen, stimmt. Dann wäre ich auf Deine Beurteilung gespannt. Und auch auf die Zeit, die Du pro Bild investierst, im Gegensatz zum direkten Fotografieren in jpg.

Antwort
von authumbla, 42

Das Raw Format kannst Du nicht für den Ausdruck als Poster benutzen. Es ist eine Rohdatei, die immer noch bearbeitet und danach konvertiert werden muss. Dann ist es eben doch wieder eine jpg Datei oder Tiff Datei.

Ich selbst arbeite nur dann mit Raw Dateien, wenn ich sehr unterschiedliche Lichtverhältnisse auf ein und demselben Bild habe. 

Dann gibt die Raw Datei die Möglichkeit einen Ausgleich hinzukriegen mit möglichst wenig Verlusten.

Ich verwende für die Nachbearbeitung Lightroom. Es gibt aber auch kostenlose Raw Konverter wie RawTherapee oder Camera Raw.

Kommentar von blackhawk2014 ,

Ja, das es in JPG Konvertiert wird ist klar.

Aber es macht erstmal Sinn in RAW zu fotografieren, um nochmal nachbearbeiten zu können, oder?

Kommentar von authumbla ,

Auch ,wenn ich hier einen Sturm der Puristen heraufbeschwöre: Nein. Denn Du kannst sowohl mit Photoshop als auch mit Lightroom auch jpg Dateien nachbearbeiten.

Es  sei denn, Du musst hinterher im Bild sehr starke Hell-Dunkelkontraste bearbeiten. 


Kommentar von Jerne79 ,

Das ist doch keine 0 und 1-Nummer. Man muss nicht nur im RAW-Format oder nur im JPG-Format photographieren.

Wenn man unsicher ist, läßt man die Kamera eben beides abspeichern. Ist man hinterher der Meinung, daß man die speicherintensiven RAWs nicht braucht, kann man sie immernoch löschen. Besser als sich in den Hintern zu beißen, wenn man erst daheim merkt, daß das, was auf dem Kameramonitor noch super fand eben doch nicht ganz optimal war und man nachkorrigieren müsste.

Kommentar von authumbla ,

Richtig, das ist die ganz sichere Nummer. Aber ich wehre mich gegen die Vorstellung, dass man nur mit RAW gescheite Bilder machen könne.

Kommentar von Jerne79 ,

Nein, es gibt schon auch diese seltenen Momente, in denen man OOC kaum etwas verbessern kann.

Aber für alle anderen hat man eben die Möglichkeit, hinterher noch etwas dran zu drehen. Und insbesondere in Zeiten, in denen die Kamera-Software (gerade bei Einsteigerkameras) stark in das JPG eingreift, habe zumindest ICH gerne die Wahl, ob ich das gut finde oder ob ich nicht lieber selbst mein Bild entwickle.

Und eben deshalb speichere ich konsequent beides, JPG und RAW/ NEF.

Kommentar von authumbla ,

OK, aber man sollte jemandem, der das noch nicht weiß auch sagen, daß etwa 10 mal so viel Speicherplatz brauchen wird. Sowohl auf dem Computer/ Externe FP/DVD um die Originale zu speichern, als auch auf der Speicherkarte.

Das wird aber, zugegebenermaßen immer weniger ein Argument bei der momentanen Größe. Man muss es halt nur wissen.

Kommentar von Hayns ,

↑ ...das mache ich fast ausschließlich - beides RAW- und JPG-Format aufnehmen ↑

Kommentar von Hasibert ,

Sehr wichtig ist es, richtig zu belichten. Dabei hilft ein Blick auf das Histogramm. Es gibt Situationen, wo man ganz gezielt mittels Belichtungskorrektur über- oder unterbelichten muss, um ein gutes Ergebnis zu bekommen. Nachträgliches starkes Aufhellen bringt auch bei RAW unschöne dunkle Bereiche (Rauschen), beim zu starken Runterziehen von überbelichteten Bildern sieht es in hellen Bereichen auch nicht mehr gut aus.

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