Frage von RustCohle, 145

Nikon D7200 oder D300s kaufen?

Hallo Zusammen,

ich habe von meinem Vater 2 Objektive geschenkt bekommen da er sich neue gekauft hat. Ich habe eine Nikon 18-140 VR und ein Tamron 70-300 VC USD bekommen.

Nun möchte ich auch ein Gehäuse kaufen und schwanke zwischen der D7200 und der D300s. Bei der D7200 hätte ich bestimmt etwas bessere ISO-Werte oder? Allerdings liegt die D300s wie ich finde viel angenehmer in der Hand.

Welches der beiden Gehäuse ist am ehesten zu empfehlen?

DANKE

Expertenantwort
von IXXIac, Community-Experte für Fotografie & Kamera, 83

Hallo

- neue D300s konnte man für 650€ abstauben (ist wohl jetzt ausverkauft) da ist eher die Frage ob man in der Preisklasse eine D7000 (ab 600€) oder D7100 (ab 750€) kauft. Die D7200 ist bei 900€

- wenn jetzt die D500 kommt werden die Preise evtl. nochmal rustchen weil viele Profis dann umsteigen

- die D300s ist eine Profikamera und Profis setzen nun mal andere Schwerpunkte als Hobbyfotografen ursprünglich hat die mal 1800€ gekostet die D90 und D5000 mit dem selben Sensor (und letztere mit Klappmonitor) gabs für 1200€ und 600€

- die D7200 ist eine Semi Pro mit einigen Defiziten. Vor allem hat eine D7200 zu viel Spielkram und Brimborium aber zu wenig direkte Kontrollmöglichkeiten (zb kein "Focus On" Taste aber Nikon verabscheidet sich wohl eh davon)

- der 12MP Sensor war vor 6 Jahren noch die Spitzenklasse im APS-C Bereich und man kann damit auch heute immer noch Spitzenklasse Bilder erzeugen

- Klar die Sensorleistung der D7200 ist über 1 Lichtwert besser vor allem bei der Dynamik und Farbtiefe. Aber wenn man sich die RAW Leistung (Screen) bei SNR 18% betrachtet sind die Graphen fast Deckungsgleich

www.dxomark.com/Cameras/Compare/Side-by-side/Nikon-D7200-versus-Nikon-D7000-vers...

Anderst gesagt die Sensorleistung ist bei RAW die selbe, die D7200 kann nur intern eine besseres JPEG erzeugen und profitiert vom gesenktem Visual Noise Effekt durch mehr Megapixel. Als RAW Fotograf geht einem das Thema JPEG eigentlich am Hintern vorbei... Was man auch sieht ist der 16MP Sensor der D7000 immer noch ungeschlagen ist (und zu recht bis heute als einer der besten APS-C Sensoren gilt, nur haben Fuji und Pentax noch mehr rausgeholt)

- ISO Leistungsfähigkeit ist Super aber Fotografen haben bis um 2004 mit maximalen ISO Werten von 400 klar kommen müssen (1600 für Reportage). Das Kernproblem ist das Amateure immer der Meinung sind man muss mit einer DSLR zu jeder Tages- und Nachtzeit mit jeder (bevorzugt billigen Kit-) Optik einfach nur auf den Auslöser drücken und dann kommen schon die "Profibilder" raus. Die verstehen nicht das Fotografie erst mal Arbeit ist und nicht nur aus irgendeinen Deppenmodus einstellen, anvisieren, Zoomen, AF rödeln lassen und auslösen besteht.

- eine D300 kauft an sich wenn man auf alle Eventaulitäten gerüstet sein muss und man mit der Kamera Geld verdienen muss. Amateure haben kein Problem wenn die mal einen Job nicht abarbeiten können weil die Technik nicht ausreicht oder die Kamera kaputt geht. Aber nicht jeder Profi braucht eine D300. Die D300 ist immer dort im Einatz wo es hart zur Sache geht und man keine Zeit hat. Im Studio oder bei üblichen Wald&Wiesen Reportagen (Hochzeiten) braucht man keine Kamera nach MIL Spec des Militärs.
Aber zb bei Sportreportage, im "Getümmel" mit denn "Kollegen" oder auch bei Safari oder Pferdesport (Military) ist eine robuste Kamera im Vorteil. Zudem ist die D300s immer noch die schnellste APS-C DSLR von Nikon (8B/S mit Powerpack). Die D7200 kann zwar immerhin 6B/S aber mit 24MP ist der Burstpuffer schon nach 2 Sekunden voll.

Antwort
von torfmauke, 92

Jede Kamera ist nicht für jeden Zweck geeignet und im professionellen Bereich ist das Objektiv erheblich wichtiger als die Kamera, weswegen dort auch ausschließlich Systemkameras gängig sind, bei denen man die Objektive wechseln kann.

Für den anspruchsvollen Hobbyfotografen gibt es auch weniger teure Systemkameras, und auch weniger teure Objektive, der wirklich ambitionierte Hobbyfotograf wird aber über kurz oder lang Augen auf die besseren Objektive werfen.

Die Kamera spielt eher eine untergeordnete Rolle, solange die Auflösung und Sensorqualität stimmen! Man sollte also dem Kauf der Kamera weniger Augenmerk schenken als den Objektiven, solange die Kamera die Grundansprüche befriedigt.

Ach ja, es sollte noch gesagt sein, dass wirklich gute Objektive durchaus ein Vielfaches vom Preis einer Kamera kosten können. Das alleine zeigt schon die relative Unwichtigkeit der Kamera.

Ach ja, bessere ISO-Werte? Du meinst empfindlichere, mit mehr Rauschen? Nonsens, da ab 1.600 uninteressant!

Antwort
von Hasibert, 93

Hat dich die Frage im DSLR-Forum nicht weitergebracht? Dann wird das hier erst recht nichts, wo dir vielleicht eine EOS 1200D empfohlen wird mit dem Wortlauf: "Die habe ich selber, die macht super Bilder".

Antwort
von Apfelwasser1990, 63

Es ist natürlich auch eine Frage was dein Geldbeutel aushalten kann ;) Ich habe die D7200 selber und super zufrieden! Macht geniale Bilder und liegt für mich persönlich perfekt in der Hand, auch wenn die D300 noch etwas kompakter ist.

Das Tamron Objektiv habe ich ebenso. Harmoniert super mit der D7200. Les dir doch am Besten mal die jeweiligen Testberichte durch, zum Beispiel hier: http://www.expertentesten.de/elektronik/spiegelreflexkamera-test/ Lass dir auf jeden Fall Zeit bei der Auswahl und entscheide nicht von hier auf jetzt.

Antwort
von uwghh, 77

Moin,

eigentlich hast Du dir die Frage schon selbst beantwortet (... angenehmer in der Hand).

Eine Empfehlung werde ich Dir, bei den spärlichen Angaben, nicht geben.

Welche Erfahrung ist vorhanden?

Warum gerade eine der Beiden?

Soll gefilmt werden?

Sind großformatige Ausdrucke geplant?

usw., usw...

Die beiden Objektive würden keine der beiden Gehäuse rechtfertigen.

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