Frage von Daisy737, 108

Nikon D5300 oder Canon Eos 750D?

Ich bin auf der Suche nach einer Spiegelrefelxkamera. Beide finde ich von der Ausstattung gut, ich kann mich jedoch nicht so recht entscheiden.

Nikon: hat vermeintlich eine leicht bessere Ausstattung und ich bekomme für das gleiche Geld eine mit einem besseren Objektiv.

Canon: Mit der Bedienung kam ich von Anfang an gut zurecht. Mit der NIkon nicht. Aber ein bisschen Eingewöhnungszeit wäre ja auch normal.

Was haltet ihr von den beiden Kameras, welche habt ihr bzw welche würdet ihr empfehlen?

Antwort
von Airbus380, 53

Wenn du die logische Bedienung einer Canon und den besseren Sensor der Nikon in einer Kamera haben willst, schau dir mal eine Pentax an ;-)

Aber bist du dir sicher, tatsaechlich einen DSLR haben zu wollen? 

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT
und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder
Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein
Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat. Allerdings kann man auch gut unter 1000
Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei
jedem System ins Geld (und ins Gewicht
). Außerdem wachsen die zu
schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei
stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta)
koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis
riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen
Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett,
Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten
ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen,
welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten
klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann
nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue
Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit
auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem
Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von Hayns, 55

Ist wirklich nicht böse gemeint.

Liebe Daisy,

bist Du 1,90 m und hast Pranken wie ein Gorilla? Tue Dir nicht unbedacht eine Spiegelreflexkamera an.

Bitte erst lesen und dann gezielte Fragen stellen >>
https://kwerfeldein.de/2009/05/16/grundlagen-der-fotografie-lernen-fuer-anfaenge...

Der plakative Unterschied Spiegelreflexkamera zur Spiegellosen Systemkamera ist das Gewicht.

# Spiegelreflexkamera Ausrüstung Tasche mit drei Objektiven ~ 6 kg

# Spiegellose Systemkamera Ausrüstung Tasche mit drei Objektiven ~ 3 kg

Qualität Plus-Minus-Null - mitunter ein Plus für die Spiegellose bei gleichem Anschaffungspreis.

Kosten für die Spiegellosen geringer.

Kommentar von joernius ,

Verstehe ich nicht: Große Pranken -> große Kamera.

Vorsicht bei Spiegellosen, sie sollte über die Methode Phasenfokusierung verfügen. Es sei denn, Du willst nur Stilleben, also unbewegte Dinge, fotografieren. Fotografieren mit dem Kontrastautofokus bei bewegten Ereignissen, vielleicht noch bei wenig Licht, wird dir wenig Freude bereiten.

Kommentar von joernius ,

Dem Gewicht nach hast du da etwas nicht verstanden. Wieso soll eine Spiegelreflex-Kamera plus Ausrüstung 3kg schwerer sein?

Wahrscheinlich vergleichst du Kamerasystem unterschiedlicher Sensorengrößen, z.B. eine APS-Spiegelreflex gegen eine 4/3"-Spiegellose?

Kommentar von Hayns ,

Sorry, ich korrigiere:

# Spiegelreflexkamera mit drei Objektiven ~ 3 kg

# Spiegellose Systemkamera mit drei Objektiven ~ 1,5 kg



Kommentar von joernius ,

Dann wiegt der Spiegel also 1,5 kg?

Kommentar von Hayns ,

@ joernius,

nur der Body der Olympus E-PL5, oder der Sony α 6000, wiegt etwa 345 g.

Der Body der Canon EOS 700D,wiegt 580 g und von der Nikon D7200, 750 g.

Bei den Objektiven geht es richtig zur Sache. Aber das kannst Du sicher selber recherchieren.

Kommentar von joernius ,

Aha, du vergleichst eine Kamera mit 4/3" Sensor mit einer, welche APS-Sensor-Format hat? Du solltest mal dein Gehirn einschalten.

Kommentar von Hayns ,

Ich "vergleiche" nicht die Kameras mit ihren unterschiedlichen Systemen.

Ich stelle die sehr unterschiedlichen Gewichte gegenüber.

Es ist natürlich jedem selber überlassen, wieviel Kilogramm jemand mitschleppt um später ein Bild am Monitor oder in einem Fotobuch zu präsentieren.

Für diesen Bereich reicht schon eine ordentliche Kompaktkamera, die Brutto 250 g hat und in die Hemdtasche passt.

Antwort
von joernius, 56

Wenn Dir beide Kameras gleich gut gefallen, so nimm einfach die bessere ;-) Die Entscheidung überlasse dann den technischen Parametern. Google einfach "dxomark Kamera1 vs Kamera2" und es kommt so etwas heraus:

https://www.dxomark.com/Cameras/Compare/Side-by-side/Canon-EOS-750D-versus-Nikon...

Also, die Nikon ist der Canon in jedem Punkt überlegen. Noch Fragen?

Kommentar von Hayns ,

Vielleicht ist irgendeine Nikon einer Canon überlegen...

Antwort
von FoxundFixy, 52

Ich würde dir eher zu der Pentax K-70 raten. Mehr DSLR gibt es nirgendwo für  das Geld

Kommentar von joernius ,

Die ist doppelt so teuer wie die Nikon und ist mit ihren technischen Werten  eher schlechter. Siehe dxomark.

Kommentar von FoxundFixy ,

Wäre mir neu,daß die Pentax von DXO schon getestet wurde.

Was meinst du genau mit schlechteren technischen Werten?

Hat die Nikon auch ein Magnesiumgehäuse, ein zweites Wahlrad,einen 100% Pentaprismasucher ,ist wetterfest,Pixelshift usw.?

Kommentar von joernius ,

Guck einfach einen Thread höher, wie der Test aufgerufen wird.

Und technische Werte ist kein vergoldeter Schnickschnack, sondern eben das Abbild technischer bzw. optischer Messungen:

https://www.dxomark.com/Cameras/Compare/Side-by-side/Nikon-D5300-versus-Pentax-K...

Kommentar von FoxundFixy ,

Was hat jetzt die K-50 mit K-70 zu tun?

Antwort
von BurkeUndCo, 7

Beide sind technisch veraltet, denn sie haben ja noch den völlig überflüssigen Spiegel.

Spiegelreflexkameras sind heute schlicht veraltet. Außer man hat
schon ein Dutzend Objektive von einem System, dann wird man dieses
natürlich weiter verwenden und passende Kameragehäuse kaufen.

Bei spiegellosen Kamerasystemen gibt es heute zwei Topprodukte:

a) das MFT-System von Olympus und Panasonic (LUMI`X), das ein gutes
Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, aber mit dem MFT-Chip in jeder
Reichtung nur halb so groß ist, wie das Vollformat.

b) von Sony die A7-II Reihe mit Vollformatchip. Dieses bietet absolute Profi-Qualität, aber verlangt dafür auch Profi-Preise.

Antwort
von unpolished, 43

Warum muss es denn überhaupt eine DSLR sein? Warum keine Spiegellose Systemkamera oder vielleicht eine Bridgekamera? 

Aber was deine Frage angeht ... es sind beides Einsteigermodelle, wo die Nikon allerdings das bessere Gesamtpaket hat. 

Kommentar von Daisy737 ,

Ich möchte lieber eine größere Kamera haben, die einem gut in der Hand liegt.

Was sind Beispiele für eine Bridgekamera?

Antwort
von XuuuX, 49

Ich habe mir die selbe Frage gestellt, und habe mich für die D5300 entschieden.
Die Bildqualität ist besser, als die der 750D.
Kauf dir am besten nur den Body, und kein Kit objektiv.
Am besten kaufst du dir eine Festbrennweite dazu.

Empfehlungen :
Nikkor 50mm F1/1,8 AF-S
Nikkor 35mm F1/1,8 AF-S

Ich habe mir letzteres dazu gekauft.

Kommentar von Daisy737 ,

Was ist der Unterschied zwischen Objektiven mit fester Brennweite und welchen ohne? Geht dann noch das Zoomen?

Was bräuchte ich für Landschafts- und oder Detailaufnahmen?

Kommentar von XuuuX ,

Festbrennweite : bessere Kontraste, bessere Lichtstärke, bessere Bildqualität, billiger. (Zoom objektiv mit F1/1,8 kostet sehr viel mehr)

Was genau verstehst du unter Detailaufnahmen ? Die minimale Fokusdistanz des 2. genannten Objektivs liegt bei 30cm vom
Sensor entfernt. Du kannst also sehr nah rangehen.
Landschaftsaufnahmen funktionieren auch.

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