Frage von MischAMont, 22

Nikon 3200d oder Canon EOS 1200d, welche ist besser?

Hallo Community! Welche der beiden Kameras findet ihr besser? Es wäre für Landschaftsfotos und Makrofotos (ggf. Auch Makrovideos) Und welche Makroobjektive könntet ihr empfehlen? Mfg

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Airbus380, 11

Macroobjektive kann man alle empfehlen, solange es keine Zooms sind.

Guenstig sind Tamron 60mm und 90mm sowie Sigma 50mm und 105mm. Ein Stativ ist noch sehr anzuraten weil man sonst der winzigen Schaerfentiefe bei Makros nicht Herr wird und auch Verwacklung immer eine Rolle spielt.

Bei den Kameras nimmst du, was dir am besten gefaellt, fuer Landschaft und Makros braucht es noch nicht mal eine DSLR zu sein, schon gar nicht eine mit so winzigem Sucherbild wie es deine beiden Kandidaten leider haben. Zudem fehlt der Nikon auch noch eine Spiegelvorausloesung, die gerade bei Stativaufnahmen sehr wichtig ist.

Etwas allgemeiner:

Zunaechst mal ist der Markt der Digitalkameras nahezu unueberschaubar
und fast taeglich gibt es neue Modelle; die Vorgaenger sind noch lange
in den Regalen.

Um etwas "Ordnung in das Angebot" zu bringen sollte man sich zunaechst mal kritisch selbst fragen, was man ueberhaupt will und erwartet und wie viel man bereit ist zu schleppen und an Geld auszugeben..

Die ganz einfachen Kameras (50-200€) werden mehr und mehr von den eingebauten Smartphonekameras verdraengt.

Preislich im Anschluss (200-700€) kommen dann:

1.die Bridge- oder Superzoomkameras (mit kleinem Sensor)

2.hoeherwertige Kompaktkameras (mit kleinem, mittlerem oder auch APS-C-großem Sensor)

Vorteil der Bridge sind:

•der oft enorme Zoombereich,

•der Sucher

•die ueberschaubaren Kosten

•oft sehr ordentliche Makrotauglichkeit

Die Nachteile der Bridgekameras sind:

•bei wenig Licht sehr deutlich schlechtere Bildqualitaet als Kameras mit großem Sensor

•der Autofokus ist nicht sporttauglich

•schoene Hintergrundunschaerfe ist fast nur im Makrobereich oder mit Tricks und Koennen machbar

Ob man die Groeße eher als Vor- oder als Nachteil sieht ist Geschmacksache.

Kompaktkameras kauft man deshalb, weil man nicht viel schleppen will
oder darf, oder weil man unauffaellig fotografieren will. Gute
Kompaktkameras wie z.B. die Ricoh GR kosten nicht nur so viel wie eine
Systemkamera, sondern liefern auch erstklassige Bildqualitaet.
Schließlich haben sie Bildsensoren, wie sie auch in Systemkameras
verwendet werden. Weitere herrausragende Kompaktkameras kommen von
Olympus, Fuji und Sigma. Nachteile sind:

•oft kein (oder nur teurer Zubehoer-) Sucher

•nur eine Brennweite, die auch kaum erweiterbar ist

Dazwischen gibt es noch Kameras, die deutlich kompakter sind als eine
Bridge, aber auch deutlich groeßer als eine kleine Kompaktkamera.
Populaerer Vertreter sind die Canon Powershot Modele. Zoombereich und
Sensorgroeße liegen ebenso wie die Gehaesegroeße im Mittelfeld mit allen
Vor- und Nachteilen.

Kommen wir jetzt zu den Systemkameras. Auch die gibt es vereinzelt
mit winzigen Sensoren (Pentax Q und Nikon 1). Normalerweise sind aber
Sensoren verbaut, die die Groeße von mindestens 1 Daumennagel (mikroFT und FT), 1,5 Daumennaegeln (APS-C) 3 Daumennaeglen (Kleinbild oder Vollformat) oder 5 und mehr Daumennaegeln (Mittelformat) haben. Ein Schaubild gibt es bei Wikipedia---> Sensorformat 

Kostenmaeßig kann sich das Hobby Fotografie als ein "Fass ohne Boden"
entpuppen, wenn man sich fuer eine Systemkamera entscheidet. Dafuer
bleibt dann auch kaum eine Aufgabenstellung unloesbar, wenn man
genuegend Wissen und Geld hat.

Allerdings kann man auch gut unter 1000 Euro bleiben und gluecklich werden. Lichtstarke Objektive gehen aber bei  jedem System ins Geld (und ins Gewicht). Außerdem wachsen die zu schleppenden Kilos proportional zur Groeße des Sensorformats. Dabei stellen die passenden Objektive den Loewenanteil des Gesamtgewichtes.

Benutzer der "alten" Systeme wie Canon, Nikon, Pentax und Sony
(Minolta) koennen nicht nur auf ein großes (Pentax und Sony A_Bajonett) bis riesiges (Canon und Nikon) Neusortiment, sondern auch auf einen riesigen Gebrauchtmarkt zugreifen. Doch auch die neuen Systeme (Sony E-Bajonett, Olympus und Panasonic mFT, Fuji X) bieten fuer die allermeisten ernsthaften Fotografen genuegend "Arbeitmaterial".

Mit welchem System man letztendlich gluecklich wird, kann hier
(oder in anderen Foren) niemand entscheiden außer dem Kaeufer selbst.
Der muss entscheiden, wie viel er schleppen, wie viel er ausgeben will,
welche Geraetschaften sich in seiner Hand am ertraeglichsten anfuehlen, welches Menue er am besten versteht, mit welchem Sucher er am ehesten klarkommt. Man muss die Geraete gerne in die Haende nehmen. Nur dann nimmt man sie gerne mit und die Bedienung gibt nicht jedesmal neue Raetsel auf. Die erzielbaren Bildergebnisse liegen gar nicht so weit auseinander und sind mehr abhaengig vom Koennen des Fotografen, dem Licht und der Qualitaet des Objektivs als von der Wahl der Kamera
.

Der Gang in einen gut sortierten Laden oder zu einem Fotostammtisch
oder zu einem Fotoclub/VHS ist unabdingbar. Nicht um sich von
Verkaeufern oder Usern einlullen zu lassen, sondern um mal ein paar
Geraetschaften auszuprobieren und den persoenlichen Favoriten zu finden.
Kameras sind etwas sehr individuelles, aber letztlich nur ein Werkzeug.

Eigenschaften wie Sucher, Haptik, Bedienlogik, Geraeusche,
Wetterfestigkeit sollten wichtige Auswahlkriterien sein; nicht nur
Zubehoerauswahl, Image, Preis, Empfehlungen oder gar Testberichte
. Auch die Notwendigkeit von WiFi, Klappdisplay, GPS, Touchscreen usw. wird vollkommen unterschiedlich bewertet.

Wer Hallensport oder Wildlife (insbesondere kleine Voegel)
fotografieren will, hat natuerlich ganz andere Anforderungen an die
Ausruestung, sollte sich dann aber auch ueber die Kosten im Klaren sein.

Antwort
von Kai42, 16

Auch wenn ich nicht der Nikonfan bin und beide Kameras nicht kenne, werden die Datenblätter wohl für die Nikon ausfallen.

Allerdings kannst du unter de.pixelpeeper.com/ mal Vergleichsbilder anschauen.

Du schreibst, das deine Themengebiete Landschaften und Macro sind. Das sind beides Felder, die keine großen technischen Herausforderungen an die Kamera stellen. Hier sind die Objektive WESENTLICH interessanter und wichtiger.

Gute Makro-Objektive sind immer die vom Tamron. Aber auch das 100mm Macro von Canon ist klasse, aber teurer.

Antwort
von Lisaa03, 11

Ich fotografiere seit ca. 2 Jahren mit einer Nikon d3300 und bereue den kauf nicht, ich habe mir beide Kamera Marken (Nikon & Canon) in einem Fachhandel in meiner nähe angeschaut und mir hat Nikon vom anfassen und Bedienen besser gefallen. 

Geh am besten in einen Laden und schau dir beide Kameras einfach mal an, welche du "lieber" in der Hand halltes. 

Ich persönlich würde aber nicht die d3200 kaufen wenn schon die d3400 auf dem Markt ist mit neuen und verbesserten Funktionen.

Vielleicht hilft dir das Video ja auch ein bisschen weiter. Hoffe ich konnte dir helfen. 

Antwort
von habakuk63, 1

UWenn du kannst, dann solltest du beide Kameras in die Hand nehmen und prüfen wie sie in Deiner Hand liegen, ob du alle Bedienelemente gut erreichen kannst. Als mögliches Makroobjektiv kann ich das Tamron 2,8 AF 90mm empfehlen. Gibt es auch mit schnellen Autofocus für Macro (USD) ist dann aber erheblich teurer. Meine Frau (Canon) und ich (Nikon) haben dieses Objektiv ohne USD und sind 100% zufrieden.

Antwort
von FoxundFixy, 6

Alles ist besser als eine vierstellige Canon

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