Frage von Lulix, 33

Nichts zu Urlaub, wöchentlicher Arbeitszeit im Arbeitsvertrag?

In meinem Arbeitsvertrag fehlen die Punkte Urlaub, wöchentliche Arbeitszeit. Sollte man das nachfordern oder gelten dann automatisch die gesetzlichen Regelungen? Der Urlaub berechnet sich ja auch durch die wöchentliche Arbeitszeit. Kann mir jemand Rat geben?

Antwort
von Lucas, 14

Was steht denn überhaupt in Deinem AV? Zu Arbeits- Urlaubs- zeiten sowie Verdienst würde ich auf jeden Fall etwas reinschreiben lassen, ich weiß ehrlich gesagt nicht einmal, ob so ein Vertrag überhaupt gerichtsfest ist.

Und über den Arbeitgeber kann man sich nur wundern.


Kommentar von Lulix ,

Gehalt und Kündigungsfrist, Tarif (groß- und Außenhandel Niedersachen), Einsatzort und Aufgabenfeld steht alles drin. Aber es steht nichts zu Urlaub oder wöchentlicher Arbeitsstunden. Es handelt sich um ein befristetes arbeitsverhältnis von 6 Monaten. Habe ich nach 8 Monaten Zeitarbeit angeboten bekommen.

Kommentar von Lucas ,

D.h. Du wirst nach Tarif bezahlt und entsprechend des Tarfifvertrages ist auch die Kündigungsfrist. Genauso findest Du dort Urlaubsanspruch und sonstige Angaben. Lies Dir dort mal das Kapitel Probezeit (oft ein halbes Jahr)durch, in dieser Zeit hast Du zwar einen Urlaubsanspruch, darfst ihn aber meißtens während der Probezeit nicht nehmen. Bei einer Einstellung für ein halbes Jahr hätte ich hier durchaus Klärungsbedarf mit dem AG,.

Kommentar von Familiengerd ,

Du zwar einen Urlaubsanspruch, darfst ihn aber meißtens während der Probezeit nicht nehmen

Eine Verweigerung von bis dahin genommenem Urlaub in der Probezeit ist alleine mit dieser Begründung ("Probezeit") nicht erlaubt.

Auch in der Probezeit besteht grundsätzlich der Anspruch, zustehenden (bereits erworbenen) Urlaub zu nehmen, wenn nicht dringende betriebliche Gründe dagegen sprechen.

Kommentar von Familiengerd ,

Wenn auf den Tarifvertrag im Arbeitsvertrag hingewiesen wird, ist er Bestandteil des Arbeitsvertrags, er muss dann auch an einem geeigneten Ort für den Arbeitnehmer einsehbar gemacht werden.

Es gelten dann die im Tarifvertrag formulierten Vereinbarungen, Abweichungen im Arbeitsvertrag nur dann, wenn der Tarifvertrag eine entsprechende Öffnungsklausel enthält.

Was sollte daran nicht "gerichtsfest" sein - zumal ein schriftlicher Arbeitsvertrag überhaupt nicht gesetzlich vorgeschrieben ist??

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