Frage von Reinerkanns83, 87

Nichteingetragener Verein - was ist zu beachten?

Ein nichteingetragener Verein richtet ein Fußballhobbyturnier aus folgende Ein- bzw. Ausgaben fallen an:

Einnahmen:

Startgelder: 210 €

Verkauf von Speisen & Getränken: 350 €

Ausgaben:

Hallenmiete: 200 €

Speisen & Getränke: 160 €

Würde über dem Strich ein Gewinn von 200 € bleiben welcher dann am Jahresende z.B. Für eine Weihnachtsfeier ausgegeben wird oder im allgemeinen für Unternehmungen oder Teilnahmen an anderen Turnieren?

Was ist zu beachten da man ja kein eingetragener Verein wäre was z.B. Das Finanzamt betrifft?

Oder ist es in diesem Fall besser einen Verein zu gründen der dann eingetragen ist? Ja ich weiß es ist meistens sinnvoller einen Verein eintragen zu lassen, aber da es sich ja um geringe Einnahmen handelt ist dies eben die Frage!

Würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen!

Antwort
von lord9901, 60

Naja, der Betrag als solcher sollte für keine großen Probleme sorgen, aber wenn euch jemand kontrollieren sollte, dann könnte es sein, dass euch unterstellt wird, dass regelmäßig zu machen und ihr unter Umständen auch noch gegen Vereinsgesetz verstosst. Gegenüber dem Finanzamt kann nur eine Person auftreten, diese Person müsste dass dann auch alleine tragen, also sind deren Einnahmen und Ausgaben - also die Haftung.

Bei 200.- Gewinn wird das Finanzamt normalerweise keine großen Forderungen stellen, aber in Summe bewegt ihr Euch imho auf Glatteis.

Ich würde Euch raten einen eingetragen Verein zu gründen, bez. der Ein- Ausgaben ein Kassabuch zu führen und das ganze Kopfweh ist nicht notwendig. Und vor allem sämtliche Haftungsmöglichkeiten bei Sortveranstaltungen zu klären.

Antwort
von Akecheta, 52

Zusatzfrage: Schonmal an Haftung gedacht? Was ist wenn ein Unfall passiert, was im Sport ja schnell passiert ist und ihr habt da einen Fehler gemacht und seid mitschuldig dafür?

Nicht eingetragener Verein bedeutet GbR, Gesellschaft bürgerlichen Rechts, und da haften alle gemeinsam gesamtschuldnerisch.

Eingetragene Vereine können sich meistens Verbänden anschließen, oder müssen das sogar, und werden dadurch mit versichert. Eine Haftung hat dann aber weiterhin noch der Vorstand, welche man aber auch bei einer Privatversicherung zusätzlich absichern kann.

Ansonsten hast eine Einnahme-Überschußrechnung zu erstellen und ihr seid voll steuerpflichtig. Ein eingetragener Verein mit anerkannter Gemeinnützigkeit, hat da ein paar Steuervorteile. Wobei die Summen da schon "lächerlich" sind. Haftung lieber vorher klären gehen.

Antwort
von DrStrosmajer, 40

Euer Verein entspricht einer BGB-Gesellschaft, wie z.B. eine Lotto-Tippgemeinschaft; Einzelheiten dazu siehe "BGB-Gesellschaft".

Wegen der nicht unerheblichen Frage der Haftung siehe den Kommentar von Akecheta.

Ich denke da insbesondere an:

Unfälle - Salmonellen im Kartoffelsalat im Speisenverkauf usw.usw.

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