Frage von KingKang77, 63

Nicht bezahlte Ware gekauft?

Hallo,

ich habe von einem "Bekannten" eines Arbeitskollegen eine neue Konsole etwa 25% günstiger als im Laden erworben. Wir haben einen Kaufvertrag mit Ausweiskopie, Unterschrift etc. abgeschlossen.

Nun habe ich erfahren, dass er die PlayStation (online) bestellt hat, aber er sie nicht bezahlt hat. Er möchte sie nicht zurücknehmen.

Gestern war angeblich die Kripo bei ihm (Durchsuchungsbefehl).

Meine Frage: Kann ich dafür haftbar gemacht werden? Ich habe von der Angelegenheit erst im Nachhinein erfahren und der Preis war gerechtfertigt, da sie bereits ausgepackt war.

Antwort
von 1ueberfragter1, 45

Das regelt das BGB. Wenn du nciht weißt, dass die Sache unrechtmäßig erworben wurde, wirst du auch keine Strafe bekommen. Ob das EIgentum an der Sache auf dich übergegangen ist, kann ich dir aber nciht sagen. Das steht zwar im selben Paragraphen, aber das ist schon ne Weile her :D

Kommentar von KingKang77 ,

Ich habe mich recht gut abgesichert. Im Kaufvertrag ist auch seine Ausweiskopie abgebildet. Im Zweifelsfall konnte ich nicht wissen, woher er sie hat. Mir sagte er ja in der Tat, dass es von ihm aus ein Fehlkauf war. Und mit dem Kaufvertrag bin ich doch eigentlich rechtmäßiger Eigentümer, oder?

Kommentar von 1ueberfragter1 ,

Ich rate dem, von dem du sie hast, sie zurückzunehmen. Ansonsten macht er sich deutlich mehr strafbar. Da du keinen extrem niedrigen Preis bezahlt hast, ist auch davon auszugehen, dass du nicht wusstest, dass er nicht der Eigentümer der Sache ist. Ich vermute, dass es zur Anzeige und einem Verfahren kommen wird aber nciht gegen dich. Du bist Besitzer und EIgentümer, da das Eigentum auf dich mit der Erwerb übergegangen ist. Der ursprüngliche Eigentümer verliert dieses nach §936 BGB. Er wird jedoch Schadensersatz verlangen können.

Kommentar von KingKang77 ,

Ich danke dir für die kompetente Rückmeldung! Die Gesetze lese ich mir gleich auf jeden Fall mal durch. 

Er meinte, er muss sie nicht zurück nehmen, da es ein Privatverkauf ist. Da hat er ja Recht & das die Polizei bei ihm war, kann ich nicht beweisen, da ich es von Dritte erfahren habe. 

Kommentar von 1ueberfragter1 ,

Es geht um den AUgenblick des Eigentumserwerbs.

Antwort
von ChrisStory, 6

Wieso hast du dir keine Rechnung zeigen, bzw. geben lassen wegen Restgarantie und 2 jähriger gesetzlicher Gewehrleistung des Händlers.

Wenn es hart auf hart kommt wird dich das besimmt noch jemand fragen.

Das wird dir aber vermutlich keine glauben und du musst die Konsole zurück geben, sonst wäre es ja zu leicht sich solche bestellte aber nicht bezahlte Ware untern Nagel zu reissen.

Kommentar von KingKang77 ,

Hast leider unrecht. Lies dir mal die Antworten oben durch.

Kommentar von ChrisStory ,

die sind falsch ;)


du wirst aber nur das lesen was du lesen möchtest und auch nur das glauben...insofern.

Antwort
von Minihawk, 15

Du hast die Ware in gutem Glauben erworben, sie ist nicht gestohlen, der Eigentumsvorbehalt des Verkäufers greift nicht. Solltest du die Ware aber erworben haben mit dem Wissen, dass sie nicht bezahlt ist, vielleicht sogar in Absprache mit dem Nichtzahler, so wird das nicht klappen, da kein guter Glaube mehr vorliegt.

Antwort
von Veritae, 48

Bei der Polizei melden, der Kaufvertrag ist leider ungültig, da er keine Eigentumsrechte an der Playstation hatte. Dementsprechend hat er die Playstation zu nehmen und zurückzuschicken, sowie dir das Geld zurückzuzahlen. Es wäre weiterhin illegal die Playstation zu behalten, da du nur Besitzer, nicht jedoch Eigentümer bist.

Kommentar von 1ueberfragter1 ,

Sicher? Hab gerade nochmal §932 auf.. demnach wird er durch gutgläubigen Erweb zum Eigentümer..

Kommentar von Veritae ,

Jetzt ist das Problem, dass die wenigsten ihm das glauben würden :/ Natürlich hast du recht, dass nach §932 ein gutgläubiger Erwerb vorlag, aber gerade bei solchen Fällen gehen Gerichte gerne von Betrug aus. Besonders wenn der Verkäufer schon vorher wegen derlei Fällen auffällig geworden ist.

Kommentar von KingKang77 ,

Ob der Verkäufer vorab auffällig wurde, kann ich allerdings nicht wissen. Des weiteren wurde mir mitgeteilt, dass es sich um einen Fehlkauf handelte.

Kommentar von Veritae ,

Natürlich konntest du das nicht wissen. Aber ein Richter konnte auch nicht wissen, dass du nicht weißt, ob die Person so etwas vorher schon gemacht hat.

Wie 1ueberfragter1 mich berreits korrigiert habe: Du bist im Recht. Ich würde mich jedoch trotzdem melden und die Sache klarstellen. In dem Fall kriegst du die Antwort definitiv.

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