Frage von Fie1209,

neues Sorgerecht für Väter

Was haltet ihr davon, dass die Väter bei nicht verheirateten Paaren jetzt automatisch das Sorgerecht für die Kinder bekommen ohne das die Mutter dem zustimmen muss? Welche Gründe sprechen vor Gericht dagegen, dass ein Vater das Sorgerecht nicht bekommt? Kann man das überhaupt noch irgendwie verhindern?

Hilfreichste Antwort von ivonne82,
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ich finde es eigentlich gut. mütter sollten keine chance mehr haben das kind als druckmittel einzusetzen. allerdings muss man auch bedenken das durch das geteilte sorgerecht der vater die möglichkeit hat, der mutter den alltag extrem zu erschweren. zb. wenn die mutter das kind in der kita anmelden will und der vater das aus rache verweigert. durch das geteilte sorgerecht können also auch weitere probleme und streitigkeiten zwischen den eltern entstehen, unter denen leider wieder die kinder leiden müssen.

Antwort von hattu53,
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Ich (männlich) finde es richtig. Die Mutter hat doch keinen "Besitz" am Kind, welches ohne Vater nicht da wäre. Wenn das Sorgerecht für das Kind nicht dem Kindeswohl entspricht, kann die Mutter dieses dem Vater entziehen lassen. Übrigens auch ungekehrt!

Kommentar von Streetcat666,

genau, ich (weiblich) sehe das genauso und habe nie verstanden wieso mütter das alleinige sorgerecht bekommen bei unehelichen kindern.

Kommentar von chmoti88,

bin auch deiner Meinung, man versucht doch gemeinsam das beste für sein Kind zu wollen warum dann auch nicht für beide Sorgerecht??

Antwort von chmoti88,
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ich finde es klasse!! Weil ich musste noch beim anwalt und Notar für kämpfen dass mein Freund das sorgerecht erhält. Weil wenn mir was passiert ist es abgesichert das jemand mein Sohn bekommt und nicht in eine Pflegefamilie oder Heim kommt, bis die Zuständigen Behörden entschieden haben was passiert!!!! Das ist teilweise wirklich zum Wohl des Kindes!!

Antwort von tonks,
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Im Interesse des Kindes sollten Mutter und Vater ein gemeinsames Sorgerecht haben.

Verhindern lässt sich das nur, wenn es gegen die Interessen des Kindes verstossen würde ( Vater ist gewalttätig etc.)...

Antwort von t124terra,
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Es ist das Beste was in den letzten 50 Jahren entschieden wurde. Kinder haben ein Recht auf ihre Väter. Und!!!! das ohne Einschränkung.

Antwort von willywucher,
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Nein.

Warum auch?

Endlich ist die Regel "Mutter bestimmt, Papa zahlt" Geschichte.

Das wurde auch dringend Zeit.

Antwort von JoeGranato,
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Wie die Gerichte das "Kindeswohl" auslegen werden, wird sich zeigen. Bis jetzt konnte die KM den Vater "automatisch" draussenhalten, wenn er IHR nicht reingepasst hat. Diese Einschätzung übernehmen jetzt die Gerichte.

Kurzes Zitat, das zeigen soll, dass es nicht um Sieg oder Niederlage der Geschlechter geht:

"Es geht bei der gemeinsamen Sorge nicht um Konflikte mit der Mutter. Mit einem Kind wächst neue Verantwortung im Leben beider Eltern. Uns Vätern geht es um unsere Kinder. Wir möchten wissen, wie sich unsere Kinder in Kindergarten und Schule bewähren. Und auch unsere Kinder haben ein Recht darauf, dass beide Eltern sie gemeinschaftlich und verantwortlich begleiten – unabhängig eines Trauscheines."

Antwort von jumba,
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es gibt kein neues sorgerecht für väter momentan. es wird auch kein automatisches sorgerecht geben. bis dato ist die rechtsprechung wie bisher. vater bekommt sorgerecht wenn mutti das will und dem vor dem jugendamt zustimmt. tut sie es nicht, hat er pech bis ein neues gesetz dazu erfunden wird :) auch dann wird es nicht automatisch sein, sondern der vater muss es beantragen und bekommt es nur wenn es dem kindeswohl zuträglich ist. kann mutti gut gegenargumentieren dann bekommt er es nicht: dazu gehört regelmäßiger umgang, intensive kindesbindung zum vater und unter umständen unterhaltszahlungen etc. das sind gründe es zu versagen. wann und wie es umgesetzt werden wird, steht noch in den sternen. was bis dato passiert ist, soll erstmal nur den finger erheben und sagen das es nicht gut ist, das väter nicht dagegen vorgehen können das mutti allein darüber entscheidet ob vati sr bekommt oder nicht. allerdings befand das gericht die regelungen für mütter in dtl. vor sieben jahren schon für so in ordnung und findet sie auch dato in ordnung. man sollte das urteil nicht fehlinterpretieren.

Kommentar von JoeGranato,

Liebe Jumba, ich denke, Du interpretierst grad in die andere Richtung fehl. Genau um die Väter geht es ja, die sich um ihre kinder kümmern wollten und nicht durften. Diese werden wahrscheinlich jetzt die Gerichte stürmen. Was dann Ende des Jahres an Statistiken rauskommt, wird man sehen. Das Gesetz war eben vor 7 Jahren schon nicht in Ordnung, logischerweise wäre ja dann diese Gesetzesänderung am BVG/3.8. jetzt nicht nötig gewesen! Oder meinst Du, den Verfassungsrichtern wars langweilig? :-P

Kommentar von Schreiberlilli,

jumba hat das aber auch richtig gesehen. Automatisch wird das Sorgerecht bei unverheirateten Eltern immer noch nicht vergeben. Der Vater muss aktiv werden. Aber es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung.

Kommentar von JoeGranato,

@schreiber: Stimmt, das Blöde an dieser Antragslösung ist, dass der KV die Mutter vor Gericht zerren muss, um zu beweisen, dass er mit ihr kooperieren kann. Also völlig paradox! Da hat Jumba recht, der vater hat weiterhin die Beweislast. Der andere Haken an dem Urteil ist, dass Mütter, die mit dem Vater ihres Kindes nicht einverstanden sind, diesen einfach zunehmend verschweigen und sich auf die Art das asr sichern.

Kommentar von JoeGranato,

Ich widerspreche Jumba, wenn sie sagt, dass die Gerichte das "so in Ordnung finden". Die Familienrichter waren GEZWUNGEN, aufgrund der väterfeindlichen Gesetzlage gegen Sorgerechtsanträge zu entscheiden, obwohl das in vielen Fällen nicht dem "Kindeswohl" entsprochen haben mag. In DEN Fällen haben DIESE Richter jetzt andere Richtlinien.

Antwort von obiwana,
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Zum einen gehört dieses Thema ins Forum und nicht hierhin. Zum anderen ist es so nicht richtig wie du es wiedergibst. Es stimmt nicht, dass ein Vater jetzt automatisch die elterliche Sorge für sein Kind erhält.

Das Bundesverfassungsgericht hat lediglich entschieden, dass Väter das Recht haben die Ausübung der gemeinsamen elterliche Sorge einzuklagen, wenn die Mutter diese verweigert und das ihnen dies gerichtlich nur verwehrt werden kann, wenn dies nicht dem Kindeswohl entsprechen würde.

Kommentar von JoeGranato,

Ist ja wohl eine Frage: Welche Gründe sprechen dagegen... Das Thema gehört jedenfalls eher hierher als welche Farbe Zahnpasta haben soll oder ähnlicher Müll.

Kommentar von Schreiberlilli,

Diese Antworten, die mit dusseligen Belehrungen anfangen, finde ich so überflüssig, dass sie nirgendwohin gehören!

Eigentlich wäre ein DH für Deine Antwort angebracht, weil es ja stimmt, was Du sagst @obiwana. Aber dumme Sprüche machen vieles zunichte.

@JoeGranato! Stimme Dir zu!

Antwort von wellinchen,
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wenn das begründet ist kann man das sicherlich verhindern, wenn der vater zb nachweislich gewalttätig ist oder so. väter bekommen auch nicht automatisch das komplette sorgerecht, nur mütter bekommen es jetzt auch nicht mehr. nun haben beide mitspracherecht und das hat wohl seine vor- und nachteile.

Kommentar von jumba,

du redest schwachsinn. auch gewalttätige haben sorgerecht, sie tun ihren kindern ja nix. sie bekommen kein sorgerecht automatisch bis dato, da es immer noch die jeweiligen mütter haben. solange die mütter das alleinige sorgerecht haben, hat der vater auch kein mitspracherecht. bis dato ändert sich erstmal garnichts, außer das der vater zum gericht gehen kann und heute schon mit verweis auf das bvgurteil das sorgerecht benaträgen kann. inwieweit das gewährt wird, wird die rechtsprechung der nächsten wochen und monate zeigen.

Kommentar von Schreiberlilli,

Zitat:"du redest schwachsinn"Zitat Ende

DAS ist leider kein vernünftiger Umgangston. Es geht bestimmt auch anders.

Kommentar von JoeGranato,

Nein, das geht nicht. Jumba braucht das, aber daran gewöhnt man sich. ;-D

Kommentar von wellinchen,

informier dich, bevor du schwachsinn redest.

Antwort von newcomer,
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falls die Zeugung mit Gewalt erfolgte wird keine Mutter es wollen, das ihr Peiniger das Sorgerecht hat!

Kommentar von JoeGranato,

Soll das jetzt ein Argument sein? Wenn 2 jugendliche Fußgänger einen Rentner zusammenschlagen, werden dann alle Fußgänger eingesperrt?

Kommentar von Schreiberlilli,

@ JoeGranato! Der Vergleich hinkt ein wenig!

@newcomer! Das Kind kann nichts dafür, auf welche Art und Weis es gezeugt wurde. Die Gefühle der Mutter wären aber hier bestimmt zu berücksichtigen.

Antwort von onomant,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Noch gibt es da neue Recht ja nicht.

Kommentar von Fie1209,

Aber es ist doch so gut wie durch. Stand zumindest so in der Zeitung und im Radio haben sie das auch erzählt.

Kommentar von jumba,

es ist garnichts durch. die bundesregierung hat noch nicht mal begonnen sich gedanken zu machen. es existiert nicht mal ein gesetzesentwurf. vom entwurf bis zur beratung über die lesung im parlament bis zur beratung und beschluss und dann verwurf durch den rat und unterzeichnung des präsidenten könnn 3-6 jahre vergehen. die medien erklären einen riesigen mist. es gibt kein gesetz u. auch keine idee wann damit zu rechnen ist.

Kommentar von JoeGranato,

Liebe Jumba, les das hier einfach mal, da steht alles. Wenns regnet, sagste doch auch net, nöö, die Sonne scheint!

www.sueddeutsche.de/politik/urteil-des-bundesverfassungsgerichts-es-gilt-das-neu...

"Das Gericht hat angeordnet, dass die Familiengerichte ab sofort auf Antrag eines Elternteils den Eltern die Sorge für ihr Kind gemeinsam übertragen, soweit zu erwarten ist, dass dies dem Kindeswohl entspricht."

PS: die Leserkommentare sind auch interessant!

Kommentar von Schreiberlilli,

@JoeGranato! DH

Antwort von papaKIND,

Ich finde es gut. Denn somit wird in erster linier dem Kind Recht zugesprochen. es geht doch ja gar nicht um mama oder Papa sondern um die Gleichberechtigung zwischen ehelichem und nichtehelichen Kindern. Es wird Zeit, das alle Kinder gleiche Rechtsunterstützung bekommen.

lg papaKIND


http://papaKIND.com

Väterhilfe - Familienportal - Kinderschutz

Antwort von Silke9999,

Ich war nicht verheiratet und habe mich noch in der Schwangerschaft von meinem Lebensgefährten getrennt. Der Kleine ist nun 5 Monate. Er hat kein Ma gefragt, wie es ihm geht. Er wollte ihn nicht sehen. Ich habe den Kontakt zum JA gesucht. Sie haben ebenfalls versucht zu vermitteln. Keine Chance. Die Demütigung wäre zu gross. Er würde sein Kind lieben, aber so lange er bei mir wohnt, könne er ihn nicht sehen. Jetzt möchte er das alleinige Sorgerecht, mit der Begründung: 1. ich hätte es auf sein Geld abgesehen 2. Demütigung wäre zu groß

Selbst ein gemeinsames Sorgerecht kommt in den Fall nicht in Betracht. Dafür muss man einen Dialog führen. Wie sollte das hier funktionieren? Ich habe ihm von dem Kleinen berichtet und Fotos geschickt. Keine Resonanz seinerseits. Ein Kind braucht Vater und Mutter. Er versteht leider nicht, dass es hier nur um das Kind geht und nicht um verletzte Eitelkeit. Hat er überhaupt eine Chance auf das Sorgerecht bzw. auf ein geteiltes????

Antwort von pechmarie03,

ich finde es sehr gut das beide elternteile auch unehelich das gemeinsame sorgerecht bekommen.wenn das kind einmal so weit ist,kann es dann selbst entscheiden.hier geht es nicht um gesetze,sondern um das wohl unserer kinder.

Antwort von Schreiberlilli,

Hallo Fie1209!

Hallo an alle Anderen!

Ich finde es auf jeden Fall richtig, dass BEIDE Elternteile gemeinsam für ihr/e Kind/er zuständig sein MÜSSEN und es auch DÜRFEN! Dabei sollte es vollkommen egal sein, ob diese miteinander verheiratet sind oder waren oder als Paar zusammenleben oder jeder für sich als Single lebt oder jeder in einer anderen Partnerschaft lebt usw. usw. Ein Kind hat IMMER zwei Elternteile. Und auch ein RECHT auf sie! Und sie ein Recht auf ihren Nachwuchs. Und das ihr Leben lang. KEIN Elternteil darf über den anderen bestimmen, ihn bevormunden oder das Kind zwecks Machtspielchen benutzen. Auf jeden Fall soll immer aber das Wohl des KINDES im Vordergrund stehen. Das ist der Sinn der beabsichtigten Änderung. Sie geht meiner Meinung nach NICHT WEIT GENUG! Aber es ist ein Schritt in die RICHTIGE Richtung. Ich finde es GUT, wenn jetzt die ledigen Väter mehr rechtliche Möglichkeiten haben.

SCHADE finde ich nur, dass die KINDER nicht die GLEICHEN Rechte haben. Denn es gibt auch genügend VÄTER, die sich nicht nur vor der finanziellen Verantwortung drücken wollen, sondern auch dem UMGANG mit ihren Kindern überhaupt NICHT oder nur MANGELHAFT PFLEGEN:

Wichtig bei dieseN ganzen Gesetzen finde ich, dass die MEINUNGEN UND WÜNSCHE der KINDER aber auch nicht vergessen werden sollen. Denn es gibt auch Kinder, die den Umgang mit ihren Vätern aus verschiedenen Gründen gar nicht WOLLEN. Dann sollte der Vater seine Rechte nicht unbedingt durchboxen, sondern lieber behutsam nach den HINTERGRÜNDEN forschen.

Auch wo es PROBLEME verschiedener Art wie Alkoholismus, Gewalttätigkeit usw. gibt, muss genauer hingeschaut werden.

Ich plädiere sowieso IMMER für ein besseres und freundlicheres MITeinander auch unter zerstitteten Ex-partnern - Zum Wohle der KINDER!

Hoffnungsvolle Grüße

PS:

Wenn die Menschen menschlicher wären, bräuchten sie keine Gesetze!

Antwort von Ruffian,

Emanzipation ist nichts andere als die Unterdrückung der Männer, dies ist nichts weiter als ein winziger Schritt in die richtige richtung.

Und wer das abstreiten möchte, soll bitte mal nach rapelay googlen. :<

Kommentar von Schreiberlilli,

so ein Quark

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