Neues lenkgetriebe defekt?

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2 Antworten

Hallo

wenn das Lenkgetriebe ein Garantiefall ist dann muss der Lieferant bzw Vertreiber/Hersteller die Folgekosten/Einbaukosten übernehmen ausser er hat dass ausgeschlossen oder denn Firmensitz im Ausland (Siehe AGB oder Vertrag bei/auf der Rechnung). Dann greift in der EU die gesetzliche Gewährleistung ausser der Firmensitz ist nicht in der EU.

Bei der Gewährleistung ist dann die Frage ob der Käufer "Endkunde" oder Wiederverkäufer/Retailer/Einbauer war.
Endkunden haben Anspruch auf "Folgekostenersatz", die Retailer bekommen nur das Teil ersetzt/getauscht.
Der Garantiegeber kann aber die Werkstatt "bestimmen".

Ist der Defekt durch eine Einbaufehler oder Versäumiss des Einbauers entstanden dann haftet dieser für denn Schadensfall und muss die "Direkten" Kosten übernehmen aber keine weitergehenden Ansprüche wie Mietwagen, Verdienstausfall, Urlaubabgeltung,,,,

Hat der Einbauer das Teil nicht selber besorgt sondern nur einen Montageauftrag als Dienstleistung übernommen ist die Situation noch verzwickter weil er das Recht auf Nachbesserung hat aber bei einem defekten Lenkgetriebe auch das Recht hat die Arbeitsleistung erneut abzurechnen und zwar mit dem Auftrageber und "Lieferanten" des Bauteils aber nicht dem Hersteller (der ist ja nicht Vertragspartner). Wird der Einbauer bzw dessen Recht auf Nachbesserung "übergangen" ist er erst mal nicht Ersatzpflicht auch nicht bei einem Versäumniss oder versteckten Montagefehler. Nur bei massiven Einbaufehler oder Sabotage kann man das durchsetzen.

Bei Lenkgetrieben muss/sollte man am besten einen Gutachter einschalten weil die Hersteller oft denn Einbauer beschuldigen und der Einbauer dann meist nicht seine Arbeitstechnik Gerichtssicher nachweissen kann. Das Lenkgetriebe liegt dann aber beim Hersteller der es "befundet" hat und oft nicht mehr rausgibt oder gleich verschrottet hat.
Ein Gutachter sorgt dafür das die Befundung transparent bleibt und das Bauteil erst nach Befriedigung der Ansprüche verschrottet oder überholt wird. Aber ein gerichtlich vereidigter Gutachter mit eigener Befundungskompetenz wird dafür 500-1000€ abrechnen.

Und jeder Lenkgetriebehersteller will eine Spülung aber gerne nach unterschiedlichen Methoden oder auch Teilersatz der Leitungen/Kühler oder Servopumpe (Gesamtkomponentenersatz). Seit 20 Jahren gibt es Elektrische Servotechnik oder komplexe Servotroniken wo man sich noch mit Sensoren, Steuergeräten oder auch simplen Kabelschuhen und Relais beschäftigen muss. Oft ist die Defektursache der Erstgetriebe nicht durch erneuern der Teilkomponente beseitigt und das neue Getriebe "stirbt" an denn selben Problemen die nicht diagnostiziert und beseitigt wurden.

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Kommentar von Stinson069
20.04.2016, 08:11

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Werde heute mal da anrufen.

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Wenn du das Lenkgetriebe selbst ausgetauscht hast, bekommst du auch nur das Material ersetzt. Hättest du eine Werkstatt damit beauftragt, müsste diese das auf ihre Kosten austauschen, dafür ist die 6 Monate Gewährleistung auf Reparaturen da.

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Kommentar von Stinson069
19.04.2016, 23:01

hab das lenkgetriebe gekauft und in einer Werkstatt einbauen lassen

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