Frage von Joshua199, 64

Neues A2 Gesetz?

Hallo Community, Ich habe eine Frage zum neuen A2 Gesetz das rauskommen soll. Ich mache momentan meinen A2 Führerschein, habe jedoch Angst dass ich mein Wunsch Motorrad nicht fahren kann (eine 600 ) , da ich meinen Führerschein erst nach dem Beginn dieses Gesetzes beende. Ich habe einen Motorradfreund gefragt, ob dieses Gesetz in Kraft treten kann ( für mich ) wenn mein Vater sich dieses Motorrad kauft (er besitzt A) ,auf sich anmeldet und ich es dann fahre . Was meint ihr :D ?

Expertenantwort
von 19Michael69, Community-Experte für Motorrad, 27

Hallo Joshua,

nein, das bringt dir gar nichts !!!

Es geht hierbei um eine Neuregelung der Fahrerlaubnis-Verordnung und nicht um Regelungen der Motorräder an sich.

Grundsätzlich dürfen auch nach in Krafttreten der Neuregelung Motorräder über 70 kW / 96 PS gedrosselt werden. Man darf sie aber nicht mehr mit der Fahrerlaubnis Klasse A2 fahren - mit der Klasse A schon.

Mit dem A2 ist das dann Fahren ohne Fahrerlaubnis und eine Straftat - egal wem das Motorrad gehört oder auf wen es angemeldet ist.

Du darfst ja auch keinen 40-Tonner fahren nur weil er auf irgendwen anders angemeldet ist.

Viele Grüße

Michael

Antwort
von fuji415, 17

Lern erst mal fahren dann nach Jahren kann man sich sein Traummotorrad holen und die Zeit auf den A1 Möfchen kann man nicht als Fahrpraxis anerkennen .  

Ist das so schwer zu verstehen es geht um den Füherschein mit dem man Bigbikes mit der 48 PS Drossel nicht mehr fahren darf was immer schon Witzlos war den da war jedes 30 PS bike schneller weg als der der schwerer Eisenhaufen   .

Es geht nicht um das Motorrad oder Zulassung es geht um den Füherschein mit dem man die Kombi nicht mehr fahren darf .

Selbst wen du das mit deinem Vater so machen willst dann hast du eine Straftat begangen es spielt keine Rolle wer auf was zugelassen hat Du darfst das Ding gar nicht fahren wen es über 70 KW offen hat und 35 mit der Drossel 

Die Klasse A2 berechtigt zum Führen von Krafträdern mit einer Motorleistung von nicht mehr als 35 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,2 kW/kg nicht übersteigt. 

Nach dem Wortlaut der 3. EU-Führerscheinrichtlinie dürften die Krafträder der Klasse A2 jedoch nicht von Fahrzeugen abgeleitet werden, die in der offenen Version mehr als die doppelte Motorleistung aufweisen. 

Danach dürften nur Motorräder mit einer maximalen Leistung von 70 kW die Grundlage für die Drosselung auf 35 kW für die Klasse A2 darstellen. 

Das Führen von Maschinen, die von Motorrädern über 70 kW abgeleitet wurden, ist demgegenüber bei Führerscheinerwerb der Klasse A2 nach Inkrafttreten der Neuregelung zukünftig in Deutschland nicht erlaubt und wird als Straftat geahndet

Wichtiger Hinweis für das Ausland

Vom Führen dieser Krafträder im Ausland ist bereits jetzt abzuraten, da viele europäische Staaten die Richtlinie wortgetreu umgesetzt haben. Wer dennoch mit diesen Maschinen ins Ausland fährt, dem drohen bereits jetzt Strafen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Dies wiederum hat neben der Strafe auch gravierende versicherungsrechtliche Folgen.

Der Industrie-Verband Motorrad (IVM) geht davon aus, dass es daher auch keine Besitzstandswahrung geben wird. 

Das heißt, wenn die Regelung so kommt, darf ein A2-Inhaber beispielsweise eine auf 48 PS gedrosselte Suzuki Hayabusa auch innerhalb Deutschlands nicht mehr fahren, selbst wenn dies bis dahin nach deutscher Gesetzgebung in Ordnung war. 

Unklar ist derzeit noch, wie viele A2-Inhaber von dieser Änderung betroffen sein werden und ihr potenziell zu starkes Motorrad dann nicht mehr fahren dürfen.

Kommentar von siggibayr ,

Besitzstandswahrung ist in § 76 FeV vorgesehen und zwar für Führerscheininhaber, die ihre Fahrerlaubnis ab 19.01.2013 erworben haben (11. ÄndVO zur FeV). Ab Inkrafttreten der neuen FeV (vermutlich zum 01.07.2017) gilt dann für die Neubewerber, also alle die nach diesem Datum im Jahr 2017 eine FE der Klasse A2 erworben haben, nicht.

Besitzstand also für alle Inhaber, die innerhalb dieser "rund" 4 Jahre eine FE- Klasse A2 erworben haben.

Fuji415 gibt einen alten und überholten Bericht wieder, der so nicht mehr dem dann aktuellen Recht entspricht.

Antwort
von Nonameguzzi, 22

Kommt ganz und gar auf deine Wunschmaschiene an solange die 600 die 96ps nicht überschrwitet... Es gibt sogar 1000er die nur 94 oder 95ps haben und somit drosselbar sind

Antwort
von matrix791, 31

du must leider den ausgang des gesetzes abwarten. vorher schwebst du leider in der luft- da niemand weiß, was sie beschließen werden. 

ein anmelden auf einen anderen besitzer bringt leider auch nix. was soll das auch bringen.  endweder du hast den führerschein für das fahrzeug was du gerade fährst oder nciht- da ist es doch egal auf wem es zugelassen ist. 

Antwort
von MMighty, 40

Nächstes Jahr wahrscheinlich gleich zu Beginn wird sich Deutschland, soweit ich es gehört habe, endgültig wie die anderen Mitgliedsstaaten an die EU-Richtlinie anpassen, weil das schon längst so sein sollte.

Wenn du es vorher eintragen lassen würdest auf dich, würdest du es auch nach Änderungen des Gesetzes noch fahren dürfen.

Aber ansonsten musst du dich mit den maximal legal drosselbaren 70kw, bzw. 96PS zufriedenstellen müssen.

LG

Kommentar von matrix791 ,

woher hast du denn die info, das es einen bestandschutz gibt ? 

du weißt also schon wie das gesetz ausgelegt wird ? 

Kommentar von MMighty ,

Was du schon hast, kann dir eigentlich nicht genommen werden. War zuletzt bei Motorradhändlern, wo man es wie auch vorher schon aus anderen Quellen hören konnte.

Ich würde natürlich nicht blind auf diese Infos vertrauen und nochmal recherchieren. Aber das ist mein aktueller Wissensstand.

LG

Kommentar von Lionrider66 ,

Falsch, 1. bezieht sich der mögliche Bestandsschutz auf den Führerschein, nicht aufs Mopped.  Und 2. Wer sagt denn, dass es diesen Bestandsschutz überhaupt gibt?

Kommentar von siggibayr ,

Das wird alles in der 11. Änderungsverordnung zur FeV geregelt.

Bitte auch Ziffer 5 beachten: https://www.adac.de/sp/rechtsservice/\_mmm/pdf/2016-34-Motorradklassen-2016\_258...

In §76 der FeV wird eingefügt:


„6a § 6 Absatz 1 zu Klasse A2
Inhaber einer ab dem 19. Januar 2013 bis zum Ablauf des … [Einsetzen: Tag vor dem Tag des Inkrafttretens des Artikels 1 dieser Änderungsverordnung] erteilten Berechtigung zum Führen von Krafträdern (auch mit Beiwagen) mit einer Motorleistung von nicht mehr als 35 kW, bei denen das Verhältnis der Leistung zum Gewicht 0,2 kW/kg nicht übersteigt, sind im Inland auch zum Führen
von Krafträdern berechtigt, deren Leistung von über 70 kW Motorleistung abgeleitet ist.“

Unter Ablauf wird das Datum des Inkraftretens der neuer Verordnung eingesetzt. Vorgesehen: 31.06.2017

Wird die Fahrerlaubnis bis zu diesem Datum erteilt, gilt altes Recht.

Kommentar von siggibayr ,

Das Ablaufdatum in meinem Beitrag ist falsch (der Juni hat nur 30 Tage, den 31. Juni gibt es nicht). Richtig also: 30.06.2017

Kommentar von MMighty ,

Dann ist es also führerscheintechnisch, nicht fahrzeugspezifisch. Von diesem Punkt abgesehen hatte ich ja dann mit dem Bestandsschutz mehr oder weniger recht.

Ich habe allerdings auch nur wiedergegeben, was man mir gesagt hat. Insofern Verzeihung, dass die Infos nicht 100%ig korrekt waren.

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