Frage von tapetenrolle123, 216

Neuer Nachbar macht nur Probleme - was tun ohne haufen Geld für Rechtsstreit auszugeben?

Guten Tag liebe Leute, ich schreibe hier, da ich mir vorstellen kann, daß es auch andere Leute mit unbequemen Nachbarn gibt.

Die Sache ist eben die, ich möchte auch nicht ständig zum Anwalt rennen und Geld ausgeben, weil unser neuer Nachbar mal wieder irgendwelche Anzeigen macht.

Ich sage mal grob, worum es geht: Wir leben hier seit 20 Jahren, meine südlichen Nachbarn seit 14 Jahren und östlich von uns gab es einen Besitzerwechsel. Der Neuankömmling mit seiner Frau (keine Kinder), haben scheinbar den lieben langen Tag nichts besseres zu tun, als uns auf die Nerven zu gehen

Seine erste Frage beim "kennenlernen" war, wann ich denn mal wieder die Hecken schneide, die seien zu hoch. Na gut, habe ich sie im Herbst eben einen halben Meter gestutzt, hätte ich aber so oder so gemacht. Dann wedelt er mir eine Bauvorschrift um die Ohren, daß Hecken nur zwei Meter haben dürfen, er aber an einer Stelle 2,10m gemessen hatte, lauter solche Sachen.

Am Wochenende frägt er, warum wir die Straße nicht kehren und meine anderen Nachbarn auch nicht. Es gibt dafür aber keinerlei Bedarf die Straßen zu kehren etc.

Er mischt sich in Sachen ein, die ihn nichts angehen und droht immer gleich mit Anzeige

Neuerdings hat er es auf unseren Baum abgesehen, der wäre (angeblich) zu nah an seinem Grundstück. Das hat die letzten 20 Jahre kein Mensch gestört, er macht ein Problem daraus. Ich sehe es aber garnicht ein, den schön gewachsenen Baum zu fällen.

Der Knaller ist aber: Als er vor einem halben Jahr eingezogen ist, hat er im Herbst, nachdem ich meine Hecken dann geschnitten hatte, einen Baum keinen Meter hinter der Grenze gesetzt. Ich hatte ihn höflich gebeten, den Baum doch wenigstens 2 Meter in eine andere Richtung zu setzen, der wird ja mal größer. Darauf ging er nicht ein.

Aber meinen ausgewachsenen Baum soll ich fällen?

Ich habe echt keine Lust, wegen so einem Kindergarten irgendwelche Rechtsstreitigkeiten vor Gericht auszufechten, was ist die Alternative?

Antwort
von beangato, 163

Ignoriere ihn einfach immer. Geh weg, wenn er mit Dir reden will oder öffne die Tür erst gar nicht.

Es gibt so Leute, die stört die Fliege an der Wand.

Antwort
von altgenug60, 114

Oh weh, ich fühle mit dir, so einen Nachbarn haben wir auch. (Oberlehrer !!) Vielleich beruhigt es dich aber zumindest, dass er dich nicht gleich "anzeigen" kann, wenn ihm was nicht passt. Bei einem Nachbarschaftskonflikt muss er erst zum Schiedsmann, und den bezahlt er selber. Und selbst das ist bei solchen Leuten eher eine leere Drohung.

Wir sind dazu übergegangen, uns auf keinerlei inhaltliche Diskussion mehr einzulassen und auf irgendwelche Anschuldigungen nur noch mit "Ich wünsche ebenfalls einen schönen Tag!" zu reagieren. Seither ist es relativ ruhig.

Dass dein Nachbar allerdings einen Baum zu nah an die Grenze gepflanzt hat, das musst du tatsächlich im Auge behalten. Je nach Bundesland genießt so ein Baum nämlich nach 5 oder 6 Jahren Bestandsschutz, und wenn der dann unangenehm groß wird, kannst du nichts mehr machen. Alles Gute und gute Nerven!

Antwort
von Bitterkraut, 133

Du brauchst doch keine Rechsstreitigkeiten anzuzetteln, weswegen auch, du hast ja keine Probleme, die hat er doch. Laß ihn das doch machen, wenn er möchte, er wird ja sehen, wie weit er damit kommt. Ignorier ihn einfach.

Antwort
von Rosalielife, 8

Solche Menschen suchen die reibung, sie brauchen Konflikte, um sich groß und mächtig zu fühlen, sich zu spüren, auszuleben und all das mehr.

Sie beziehen ihre Energie und Frohsinn aus dem Ärger, den sie veranlassen und genießen das, sie blühen auf, wenn andere ihnen Zuwendung geben durch Antworten, durch Versuche, es ihnen recht zu machen, durch Briefe, sie gehen auch gern vor Gericht, sie ticken anders.

du kannst dem ausweichen, indem du freundlichhöflich und immer kurz bleibst. Sage Guten tag und Auf Wiedersehen, mehr nicht.

Lass dich auf keine Diskussion ein, sie bringt dem anderen Spaß, dir aber nur Magenschmerzen und du wirst deinen Ärger zur Wut steigern.

Grab ihm das Wasser ab, indem du nicht wie gewünscht reagierst, sondern nur das nötigste von dir gibst.

Wegen des Baumes frag die Gemeinde, was du tun könntest und überlass das den Behörden, einen Ortstermin  durchzuführen, Briefe zu schreiben etc. Dann hat der Nachbar ein neues Feindbild und kann sich mit dieser Institution anlegen.

Antwort
von larry2010, 120

ich empfehle auch den blick ins nachbarschaftsrecht.

und dann kann man damit mal zum nachabrn gehen und aufgrund dem nachabrschaftsrecht besprechen, womit man lebt und was man ändert.

es wäre ja auch zu überlegen, ob euer baum nicht durch wurzeln oder äste euch selsbt auch allmächlich stört bzw. wenn ihr ins nachbarschafstrecht schaut, auch schon an der falschen stelle gepflanzt wurde.

die neuen nachbarn meiner eltern haben auch eine hecke direkt an die grenze gesetzt, da sie aber dafür akzeptierten, das der rest des alte zaun auf ihrer seite der grenze steht, wurde vereinbart, das sie regelmässig die hecke auf unserer seite schneiden.

und das hat funktioniert, das sie die hecke höher als 2 meter wachsen lassen wollten, hat uns zwar gestört, allerdings wurde die erde beim pflanzen nur ballentief ausgehoben, so das die hecke nur wenig erde hat udn entpsrechend oben auch wenig wächst.

auf jeden fall versteht man sich jetzt. besser als die nacbarn auf der anderen seite, mit denen man kein kontakt hat und die kinder , wenn man ncith da ist bei meinen eltern im hof udn garten rumlaufen. merkte man nur an einem labello der rumlag.

Kommentar von tapetenrolle123 ,

Also wir halten uns in unserer Siedlung auch größtenteils an die Vorgaben, die Hecken schneiden wir meist zusammen.

Es galt eben immer so das Prinzip "leben und leben lassen" und wenn ein Ast vom Nachbar überhängt, schneidet man den eben weg und trinkt abends ein Bierchen. So lief es hier.

Es hat keiner jemals mit dem Zollstock nachgemessen, wie hoch eine Hecke ist und wie nah ein Baum steht - es wäre aber auch keiner so dreist gewesen, einen (großwüchsigen) Baum direkt an die Grenze zu setzen, wie es unser neuer schwäbischer Nachbar tat.

Wie soll man mit solchen Typen verhandeln?

Streng genommen könnte ich sogar darauf bestehen, daß er diesen Baum umpflanzt, das zog ich damals nicht in Erwägung, weil ich so eben nicht gestrickt bin und auch einiges toleriere. 

Nur, das ist ja dann auch wieder mit Kosten verbunden (Rechtsanwalt einschalten, der andere legt Berufung ein usw.), zum Schluß habe ich dann dreistellige Beträge weg wegen einem Spinner, der sonst keine Sorgen hat.

Kommentar von tapetenrolle123 ,

Zum Verständnis: Wir reden hier von Grundstücken, die in meinem Falle 800 m² und im Falle des neuen Nachbarn 1000 m² betragen. Ist also nicht so, daß es da auf jeden Quadratmeter ankommt.

Kommentar von larry2010 ,

du kannst aber nicht erwarten, das der neue nachbar sich reibungslos einfügt. woher soll er wissen, wie es bei euch in der strasse abläuft?

von daher ganz ruhig und schaut, ob irh nciht irgendwie ein kaffeetrinken oder grillen oder was auch imme ramcht, wo sich die nächsten anchbarn treffen.

das kann man den anderen ebsser kennelernen udn sich vielleicht auch unverbindlich darüber austauschen, wie es so in der strasse läuft.

Kommentar von tapetenrolle123 ,

Klar kann er das nicht alles "wissen", aber mal ehrlich, wenn ich in eine neue Gegend ziehe, dann ist doch nicht meine erste Sorge, ob die Nachbarshecke 15 cm zu hoch sein könnte etc.

Ich habe ja dann auch die Hecke gestutzt auf grob 2 Meter, aber im Leben hätte ich nicht damit gerechnet, daß der mit dem Zollstock nachmißt!

Am Anfang (Spätsommer) hatte ich ihm ja angeboten, mal ein Bierchen zu trinken. Ich war so naiv und dachte, es handele sich um einen normalen Nachbarn mit dem man sich austauschen kann :D

Antwort
von jimpo, 93

Sich von einem Menschen der gerade eigezogen ist, sich maßregeln zu lassen ist das allerletzte. Der führt sich ja auf , wie Karl- Napp von der Gasanstalt. Sag Ihm klar und deutlich, er soll sich um seine Angelegenheiten und soll die Tür hinter sich zumachen. Der wär bei mir an der richtigen Adresse.

Antwort
von ErsterSchnee, 116

Hecke auf die erlaubte Größe stutzen und den Baum so lassen, wie er ist. Zeitgleich mal einen Blick in das Nachbarschaftsgesetz deines Bundesland werfen und sich mit der Baumschutzverordnung (sofern vorhanden) auseinandersetzen.

Kommentar von tapetenrolle123 ,

Da brauche ich keinen Blick darauf zu werden, die hält er mir gefühlt einmal die Woche in ausgedruckter Form unter die Nase :D

So hat er auch eine Klausel gefunden, daß die Anwohner den Laubfall auf dem Gehweg beseitigen müssen und wollte mich anzeigen, weil ich (wie all die Jahre vorher) einfach einmal am Wochenende grob das Laub zusammenfege und erst gründlich fege, wenn die Bäume entlaubt sind. Er meinte, ich würde den Verkehr gefährden und lauter solche Sachen. Da bin ich dann gar nicht näher darauf eingegangen, habe ihm gesagt, er darf gerne meine Straße fegen, wenn es ihn stört. Dann stand tatsächlich das Ordnungsamt vor der Tür (welch ein Zufall, hat 20 Jahre keinen gestört). Der hat mir zwar vollkommen recht gegeben, aber es zehrt eben an den Nerven sich mit solchen Banalitäten ständig auseinandersetzen zu müssen :(

Kommentar von ErsterSchnee ,

Ist doch super! Ordnungsamt kommt und gibt dir Recht. Was Besseres kann dir doch gar nicht passieren! 

Antwort
von Missingo1996, 112

Ich würde ihn einfach beinhart ignorieren, ich denke, das sind einfach nur leere Drohungen.

Antwort
von PassySky97, 144

Sprecht euch doch am besten mal aus, hilft sehr oft. Falls dies nicht hilft, berate dich auch evtl. mit anderen Leuten / Nachtbaren aus der Umgebung und redet als Gruppe mit Ihm. Natürlich ist die letzt Lösung immer eine Feindschaft wass Sie dennoch bestimmt nicht wollen. Wir hatten auch so einen "Typen" neben uns wohnen, ich hab ihm was ein Fehler war mal eins auf den Deckel gegeben aber danach war ruhe. Also ist falls Sie es nicht ruhig Regeln können, ein Präventivschlag notwendig, dass er sieht wer die Zügel in der Hand hält. ;)

Kommentar von tapetenrolle123 ,

Ich war von Anfang an freundlich, sein Verhalten war gleich auf "Offensive", habe denen nie etwas getan. Mit den anderen Nachbarn hat er auch Streit, die haben es tatsächlich gewagt, einen überhängenden Ast eines Holunderstrauches zu stutzen, lauter solche Kleinigkeiten.

Seit ich dann gesagt habe, er solle uns nicht auf die Nerven gehen, sucht er förmlich den Streit.

Morgens hing auch schonmal ein Zettel an meinem Auto "Na, einparken lernen wir auch noch", weil ich mit dem Heck ca. 20 cm auf dem Gehweg stand.

Der ist nicht von hier, wohnt hier seit nem halben Jahr und will allen seine Regeln aufdrücken :(

Antwort
von RobTop96, 46

Ignorieren! Da hilft glaube ich nichts anderes. Und vielleicht mal über eine Rechtsschutzversicherung nachdenken.

Antwort
von newcomer, 106

in anzeigen wegen stalking. Wer eine niedrige Hecke wünscht hat die Absicht meisst wegen Langeweile alle Tätigkeiten seines Nachbarn zu beobachten.

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