Frage von indiradila, 76

Neuer Job mit 50 - was soll ich meiner Mutter raten?

Hallo, meine Mutter beschwert sich schon länger über ihren (körperlich) anstrengenden Job (Altenpflege). Sie ist nun fast 50 und kann es sich nicht vorstellen noch ca 20 Jahre eine körperlich so anstrengende Arbeit zu verrichten.

Das Problem ist, dass sie eine (für mich) verzerrte Sicht auf Ausbildungen hat. Sie meinte nämlich sie wolle sich nicht der Herausforderung stellen Klausuren zu schreiben - weshalb sie prinzipiell eher nicht bereit ist eine Ausbildung anzufangen (die Arbeitseinstellung/moral scheint mir auch etwas schleierhaft :D ). Das könnte daran liegen, dass ich Psychologie studiere und meine Schwester Medizin. Sie sieht ja bei uns, wie viel Stress wir haben bzw. wie viele Klausuren wir schreiben.

Ich kenne mich leider nicht mit Ausbildungen aus - daher die Frage an euch: Welchen (Büro-) Job bzw. körperlich weniger belastenden Job könnte man einer fast 50 Jährigen Frau empfehlen? Wie "aufwändig" wäre eine Ausbildung dazu?

Danke

Antwort
von Nashota, 15

Deine Mutter muss selbst wissen, in welcher Tätigkeit sie sich sieht. Ausbildungen bzw. Umschulungen halte ich auch nicht für zwingend notwendig. Es gibt heutzutage so viele Quereinstegerjobs, wo man nur die richtige Einstellung dafür braucht.

Davon abgesehen wird nicht jede Berufsrichtung sofort umgeschult. Es müssen genügend Bewerber zusammenkommen, um sowas zu starten. Und mit Mitte 50 ist man dann am Ende auch ein Mensch ohne Berufserfahrung, also im Grunde wie frisch Ausgelernte oder - Studierte.

Antwort
von FrauFanta, 9

Sie kann eine Umschulung machen als Kauffrau im Sozial- und Gesundheitswesen. Da arbeitet sie weiter im Altenheim, macht aber mehr die telefonischen und kaufmännischen Sachen

Antwort
von Apfel2016, 13

Naja eine neue Ausbildung würde ich ihr auch nicht mehr zumuten... Vielleicht eine Art Fortbildung damit sie in der Verwaltung eines Heimes arbeiten kann oder als Hauswirtschafterin. Sie soll mal mit ihrem Chef sprechen, vielleicht kann sie ja sogar danach in diesem Heim bleiben.

Ansonsten kann sie sich ja einfach mal einen Termin bei der Berufsberatung holen, die wissen ja auch was sinnvoll ist. Sie braucht ja danach auch einen neuen Job

Antwort
von DODOsBACK, 16

Grundsätzlich solltet nicht IHR sie beraten, sondern Leute, die sich damit auskennen. Infos gibt es z.B. beim Arbeitsamt, aber auch Bildungsträger, die Umschulungen oder Fortbildungen durchführen, beraten gerne.

Möglich wäre vielleicht eine "innerbetriebliche" Neuorientierung - auch in der Pflege gibt es verschiedene Einsatzbereiche.

Desweiteren besteht immer die Möglichkeit, sich körperliche und seelische Beschwerden attestieren zu lassen und dadurch sogar einen Anspruch auf eine Umschulung und/ oder einen neuen Tätigkeitsbereich durchzusetzen.

Es ist ja ganz rührend, dass ihr euren Stress als Hauptgrund seht, warum eure Mutter keine neue Ausbildung machen will. Aber vielleicht nehmt ihr euch da ein bisschen zu wichtig? Sie möchte sicher kein NC-Studium beginnen, sondern hat vermutlich vor über 30 Jahren ihre letzte Prüfung abgelegt.

Mit 50 kann und will man sich nicht mehr mit Teenagern messen. Lebenserfahrung hin oder her, in einer "normalen" Berufsschule wird sie sich fehl am Platz fühlen, und womöglich das Gefühl haben, auch in ihrem alten Umfeld als "Schülerin" nicht mehr richtig dazugehören.

Habe gerade diese Telefonnummer gefunden - als erste Anlaufstelle vielleicht keine schlechte Lösung...

https://www.bmbf.de/de/servicetelefon-zur-weiterbildung-1369.html?gclid=CKPVvses...

Antwort
von Otilie1, 13

also ich selber würde niemals in dem alter noch mal eine ausbildung anfangen, bin selber ü50 .

ich habe  in meiner jugend eine ausbildung gemacht, die berufsmäßig dann körperlich auch sehr anstrengend war und mit 45 bin ich dann umgestiegen. jetzt arbeite ich schon lange im verkauf und fühle mich wohl. dazu braucht es keinerlei ausbildung , nur etwas menschenkenntnis

Antwort
von berlina76, 18

Eine Ausbildung mit 50 ist tatsächlich schwierig.

Aber warum nicht eine Weiterbildung oder einen Aufstieg zum Teamleiter, Personalstelle etc.. 

Sie kennt sich doch in Ihrem Job aus. Welche Aufstiegs und Umstiegsmöglichkeiten gäbe es für sie ?

Eine Umschulung auf etwas komplett anderes wird ihr wahrscheinlich ähnlich Schwerfallen wie eine Ausbildung

Kommentar von sternenmeer57 ,

Das sehe ich auch so.

Antwort
von susuu69, 10

Hallo, könnte sie sich einen Call Center vorstellen ?  Ich selbst bin 47 Jahre und habe vor 2 Monaten im Call Center angefangen . Auch wenn ich es mir nie vorstellen konnte , es macht Spaß und ist dennoch nicht stupide . 

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