Frage von coralinia, 34

Neuer Job - nach 1 1/2 Wochen schon depressiv?

Seit eineinhalb Wochen habe ich einen Job (nach 9 Jahren Studium). Der Arbeitsplatz und die KollegInnen sind toll, die Arbeit selbst ist sehr herausfordernd. Nun fühle ich mich seit dem ersten Tag nahe eines Zusammenbruchs. Ich könnte jeden Moment losweinen und habe keinen Appetit. Nichts macht mir Spaß (weder privat noch beruflich) und ich bin zu nichts motiviert. Bin ich einfach nur überfordert oder bin ich nach knapp einer Woche bereits depressiv oder im Burnout?

Antwort
von 02567, 16

Burnout kann Depressionen umfassen aber ich würde hier von reinen Depressionen sprechen.

Die Arbeitsstelle ist auch das Lebensumfeld des Säugetiers Mensch und wenn er in diesem Umfeld nur Stress und Angst erfährt wird der Mensch geistig krank bis es zur körperlichen Erkrankung führt.

Deshalb: Eier packen und die Ursache für die Probleme finden, lösen und den Kopf frei bekommen.

Kommentar von 02567 ,

In deinem Fall am Wochenende den Samstag nur für dich nehmen, alle Verantwortung auf den Sonntag schieben und einen langen Moment der (inneren) Ruhe finden.

Du analysierst deine problematische Situation. Du zerlegst sie in Einzelteile. Du überlegst dir wie du dir den Berufsalltag vorstellst. Du setzt die Einzelteile dementsprechend zusammen.

Wenn du schlecht im puzzeln bist und keine Lösung findest, wechsel die Arbeitsstelle. Allerdings wenn du gerade erst angefangen hast bin ich mir sicher dass du das Problem mit deiner Analyse lösen wirst.

Kommentar von 02567 ,

Ich kann dir sogar sagen was die Ursache ist.

Während deinem gesamten Studium hast du die Motivation genutzt dass du eine gute und erfolgreiche Arbeit in deinem Job leisten kannst, wenn du während dem Studium klar im Kopf bist und lernst.

Und jetzt, ist es ganz anders, zu Beginn überfordern dich die dir zugeteilten Aufgaben im Unternehmen und du gerätst unter Druck. Depressionen -> weil du gerade komplett Umdenken musst und noch keinen neuen Plan für deinen neuen Lebensabschnitt, der gerade begonnen hat, hast.

Wenn du etwas mehr an dich selbst glaubst, deine Aufgaben besser kennen lernst bis du die automatisiert hast, entflieht auch der Druck. Das kann natürlich die Geduld seines Vorgesetzten beanspruchen, nur gilt für dich in erster Linie dass Du funktionierst, die Geduld muss man zu Beginn haben.

Kommentar von coralinia ,

Danke für deine Antworten.

Mein Problem ist auch, dass ich den Großteil der Arbeit daheim erledigen muss. Deshalb kann ich mir den Samstag auch nicht freinehmen, weil ich dann nicht fertig werde.

Habe auch schon daran gedacht, nach einen neuen Job zu suchen, aber was ist, wenn es dann wieder genauso ist? Wahrscheinlich bin ja ich das Problem und nicht der Job selbst. 

An so eine Analyse habe ich auch schon gedacht, aber ich weiß nicht, was ich will und zurzeit sieht alles nur negativ aus.

Trotzdem danke für deine Tipps.

Kommentar von 02567 ,

Naja du musst dir selbst mal etwas Zeit geben, du hast jetzt 9 Jahre studiert, das ist ein komplett anderes Leben, wäre schon bemerkenswert wenn du gleich zur Arbeitsmaschine wirst.

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