Frage von moritz650, 47

Neue Stelle im gleichen Betrieb, aber trotzdem kein neuer Arbeitsvertrag?

Hallo,

ich habe in meinem Unternehmen (sehr großes Post / Logistik Unternehmen) vor fünf Jahre eine Ausbildung begonnen. Habe diese Ausbildung nach 2 Jahren erfolgreich absolviert und habe anschließend 6 Monate in diesem Bereich, als Festangestelleter (Zusteller) gearbeitet. Meine Lohn-/ Entgeltgruppe in diesem Job war die "3".

In den besagten 6 Monaten, habe ich mich durch verschiedene Programme / Seminare dafür empfohlen einen "aufstieg" zu machen. Und habe noch eine 1-Jährige Ausbildung zum Kaufmann in diesem Bereich absolviert.

Arbeite nun 1 Jahr in diesem Bereich (mit Weisungsbefugnis etc.), jedoch habe ich nie einen neuen Arbeitsvertrage bekommen, sprich ich bin immer noch in der Lohn-/ Entgeltgruppe 3!!!

Dabei haben Sich meine Aufgaben / Verwantwortung um 180 Gerade gedereht und rein vom Betrieblichen, gehört ich in die Entgeltgruppe 5!!!

Meine Frage ist das rechtens, kann man dagegen vorgehen? Ich bin z.Z. weniger bis überhaupt nicht zufrieden mit der Situation, da es in unserem Unternehmen auch keine Überstunden gibt, bzw. die erste Stunde für "umme" geleistet wird.

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Expertenantwort
von Hexle2, Community-Experte für Arbeit & Arbeitsrecht, 27

Wenn der Betrieb so groß ist, gibt es doch bestimmt einen Betriebs-/Personalrat. Du solltest dort mal vorsprechen und Deine Situation schildern.

Wie ich das verstehe bist Du doch versetzt worden. Da hat ein Betriebsrat Kenntnis zu bekommen und kann auch schauen ob die Eingruppierung in Ordnung ist.

Hast Du mit Deinem Vorgesetzten schon mal über dieses Problem gesprochen? Wenn nein, solltest Du das unbedingt tun.

Kommentar von Nightstick ,

Ich ergänze:

Wenn (z.B. aus organisatorischen Gründen) ein neuer Arbeitsvertrag ausgestellt würde, so müsste dieser vor Unterschrift peinlich genau auf irgendwelche Nachteile geprüft werden, und auch einen Bezug zum vorherigen AV (bzw. den vorherigen AV´s) aufweisen, damit die gesamte Zeit der Betriebszugehörigkeit gesichert ist.

... und selbstredend die richtige Eingruppierung enthalten.

Antwort
von sualk2005, 24

Die erste Adresse ist, wenn vorhanden deine "Personalvertretung".  Wenn da kein Vertrauen vorhanden ist, solltest du den unmittelbaren Vorgesetzten zu einem internen Gespräch bitten. Da sollten eigentlich alle "entgegenstehenden Gründe" angesprochen und geklärt werden.(Das können Planstellenengpässe ect.pp. sein)  {Diese Situation hatte ich vor 20 Jahren, als ich als Angestellter einen höher dotierten Beamtenposten begleitet habe. Für diese Zeit bekam ich einen Ausgleich, wurde dann aber auf meinen "alten" Posten weiter eingesetzt. War billiger - die Konsequenz, ich habe gekündigt.} Da die Personallage in deiner Firma schon angespannt ist (unbezahlte Überstunden) solltest du über Alternativen nachdenken, die dir den Spass bei der Arbeit zurückbringen. Viel Erfolg.

Antwort
von Spediteur1953, 3

Als erstes würde ich meinen direkten Vorgesetzten ansprechen.Falls das nichts bringt gehst du zum Personal-,Betriebsrat.Er muss eine Verdetzung erhalten haben, da sich deine Aufgaben und eventuell der Vorgesetzte geändert haben.Er soll eine Klärung herbeiführen mit dem Arbeitgeber.

Antwort
von rafaelmitoma, 20

bitte deinen Chef höflich um ein gespräch

Antwort
von Grautvornix, 23

Kommt auf deinen Arbeitsvertrag an, bist Angestellter, kann es sein das du eine bestimmte Anzahl an Überstunden leisten musst, ohne mehr Geld zu bekommen.

Sprich doch deinen Vorgesetzten darauf an, das du in eine andere Lohngruppe kommst.

Kommentar von Familiengerd ,

bist Angestellter, kann es sein das du eine bestimmte Anzahl an Überstunden leisten musst, ohne mehr Geld zu bekommen.

Was hat das mit "Angestellter" zu tun?

Grundsätzlich besteht ein Anspruch auf Bezahlung von Überstunden!

Allerdings kann (in allen Arbeitsverhältnissen) leider vereinbart werden, dass eine genau bestimmte, angemessene (nicht mehr als 15-20 % der vertraglichen Arbeitszeit) Anzahl von Überstunden mit dem vertraglich Entgelt abgegolten sein sollen.

Nur bei "herausgehobenem" Einkommen (oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung) besteht kein Anspruch auf Bezahlung von Überstunden.

Kommentar von Grautvornix ,

Gerd, ich habe doch geschrieben:

Kommt auf deinen Arbeitsvertrag an

und,

bist Angestellter, kann es sein

Du hast natürlich recht, hatte ich auch schon, über der Grenze, und trotzdem wurden alle Ü. Stunden bezahlt mit allen Zuschägen.

Hab mir eh gedacht, wenn was falsch ist:

Der Gerd wird es schon richten:-).

Nee, das betrifft wohl nur Angestellte in "höheren" Positionen, das da gewisse Ü. Stunden vorausgesetz werden.

Kommentar von Familiengerd ,

Nee, das betrifft wohl nur Angestellte in "höheren" Positionen, das da gewisse Ü. Stunden vorausgesetz werden.

So ist es.

Antwort
von Annabell2014, 21

Und warum sprichst du deinen Chef nicht mal an? Du willst etwas von ihm!

Antwort
von Goss3n, 10

Die höhere Lohngruppe musst du von dir aus beantragen. Evtl hat euer Betriebsrat vordrucke zum Antrag einer neuen Lohngruppe

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